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Kettner Edelmetalle
22.01.2026
14:07 Uhr

Warnstreiks im Gesundheitswesen: Verdi legt Universitätskliniken lahm

Warnstreiks im Gesundheitswesen: Verdi legt Universitätskliniken lahm

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für den kommenden Dienstag zu einem bundesweiten Branchenstreiktag im Gesundheitswesen aufgerufen. Was sich zunächst wie ein routinemäßiger Arbeitskampf anhört, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Symptom einer tiefgreifenden Krise im deutschen Gesundheitssystem – einer Krise, die durch jahrelange politische Fehlentscheidungen erst möglich wurde.

22 Universitätskliniken betroffen

Beschäftigte aus nicht weniger als 22 Universitätskliniken im gesamten Bundesgebiet sollen in den Warnstreik treten. Der Ausstand werde an den meisten Standorten auch am Mittwoch fortgesetzt, teilte die Gewerkschaft mit. Bereits am Montag sind Warnstreiks in den Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg geplant. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler warnte, dass an den betroffenen Kliniken mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen sei, versicherte jedoch, dass für eine Notfallversorgung gesorgt werde.

Arbeitgeber verweigern verbindliches Angebot

Der Auslöser für die Eskalation liegt in der zweiten Tarifverhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hatte am 15. und 16. Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt – ein Affront gegenüber den Beschäftigten, die seit Jahren unter chronischer Unterbesetzung und steigender Arbeitsbelastung leiden.

Die Forderungen von Verdi sind dabei keineswegs überzogen: Gehaltserhöhungen von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro mehr erhalten und nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden. Zudem fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten um 20 Prozentpunkte sowie eine Angleichung der Schicht- und Wechselschichtzulagen an das Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst.

Zwei-Klassen-System bei Krankenhausbeschäftigten

Besonders brisant ist die Ungleichbehandlung zwischen Beschäftigten an Universitätskliniken und ihren Kollegen an kommunalen Krankenhäusern. Bühler brachte es auf den Punkt: Die Beschäftigten der Unikliniken seien verärgert, da sie schlechter gestellt würden als ihre Kollegen an kommunalen Einrichtungen. Attraktive Arbeitsbedingungen seien dringend nötig, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten.

Systemversagen mit Ansage

Was wir hier erleben, ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Vernachlässigung des Gesundheitssektors durch die Politik. Während Milliarden für fragwürdige Projekte und ideologisch motivierte Vorhaben verpulvert wurden, blieb das Rückgrat unserer Gesellschaft – die Menschen, die in Krankenhäusern, Pflegeheimen und psychiatrischen Einrichtungen arbeiten – auf der Strecke. Die Inflation der vergangenen Jahre hat die ohnehin bescheidenen Gehälter weiter entwertet, während die Arbeitsbelastung kontinuierlich gestiegen ist.

Die Kampfbereitschaft der Krankenhausbeschäftigten, von der Bühler spricht, ist mehr als verständlich. Sie ist der verzweifelte Versuch von Menschen, die täglich an ihre Grenzen gehen, endlich gehört zu werden. In den Unikliniken und Psychiatrien gebe es eine hohe Bereitschaft, sich für die eigenen Belange einzusetzen, so die Gewerkschafterin. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Arbeitgeber endlich zur Vernunft kommen – oder ob sie weiterhin auf dem Rücken derjenigen sparen, die unser Gesundheitssystem am Laufen halten.

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