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Kettner Edelmetalle
09.08.2026
21:01 Uhr
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Warnung aus Belgrad: „Wir stehen am Anfang eines größeren Krieges“

Warnung aus Belgrad: „Wir stehen am Anfang eines größeren Krieges“
Symbolbild: KI-generiert

Es war ein Besuch mit Sprengkraft: Erstmals seit seiner Wahl 2019 reiste der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj offiziell nach Serbien. Am 8. August 2026 empfing ihn Staatschef Aleksandar Vucic in Belgrad mit militärischen Ehren. Doch die eigentliche Nachricht kam erst danach – in Form einer düsteren Prognose.

In einem Podcast des Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner sagte Vucic dem Bericht zufolge:

„Ich glaube, dass wir am Anfang eines größeren Krieges stehen.“

Europa stehe am Rand eines „viel, viel größeren Krieges“, so der serbische Präsident weiter. Er habe gehofft, dass irgendjemand inzwischen etwas für den Frieden getan hätte. Passiert sei nichts – und werde auch so schnell nichts passieren.

Serbiens Drahtseilakt zwischen Kiew und Moskau

Belgrad balanciert seit Kriegsbeginn auf einem schmalen Grat. Serbien unterstützt die territoriale Integrität der Ukraine, verweigert sich aber weiterhin den EU-Sanktionen gegen Russland. Noch kurz vor dem Treffen bekräftigte Vucic Medienberichten zufolge, dass es keine schärferen Strafmaßnahmen geben werde.

Der Grund liegt auf der Hand: Serbien hängt an russischer Energie – und an einem historisch engen Verhältnis zu Moskau. Gleichzeitig will Belgrad den EU-Kurs nicht aufgeben, während Brüssel die Beitrittsgespräche seit Jahren blockiert.

Bei der Pressekonferenz betonte Vucic, Serbien stehe zur UN-Charta und damit zur territorialen Unversehrtheit aller UN-Mitglieder. „In dieser Frage gibt es keinerlei ‚Aber‘“, sagte er. Dass er dabei auch die eigene Position im Kosovo-Konflikt mitdenkt, dürfte kein Zufall sein.

Hilfspaket ja, Waffen nein

Konkret zugesagt wurde ein humanitäres Hilfspaket – vor allem Medizin und Energie. Ein Memorandum zwischen dem serbischen Landwirtschaftsministerium und dem ukrainischen Botschafter wurde unterzeichnet, ein Freihandelsabkommen kündigte Vucic an.

Militärische Unterstützung? Fehlanzeige. Laut BBC hatten serbische Firmen zwar über Drittstaaten wie Tschechien, Spanien und die USA Munition sowjetischen Kalibers geliefert; offiziell exportiere Serbien nur nicht-tödliche Güter. Ende 2025 seien diese Lieferungen nach Angaben eines ukrainischen Experten eingestellt worden.

Selenskyj wiederum kam nach einer neuen russischen Angriffswelle auf die Region Kiew, bei der laut den vorliegenden Angaben mehrere Menschen starben, darunter ein Kind. Er forderte mehr Abfangraketen – die USA lieferten monatlich, doch: „Reichen diese Raketen? Nein.“ Europa bremse sich mit langwierigen Genehmigungsverfahren selbst aus.

Kein Ende vor dem Frühjahr – und eine umstrittene These

Vucic erwartet keinen Waffenstillstand in diesem Jahr, auch nicht vor dem Frühjahr. Solange keine Seite spürbar die Oberhand gewinne, sehe er bei der aktuellen Pattsituation keine Kompromisslösung. Den Ukrainern stehe ein „sehr schwieriger Winter“ bevor.

Für Diskussionen sorgte seine Deutung des sogenannten hybriden Krieges: Russlands hybride Angriffe gegen Deutschland und andere europäische Staaten seien „im Grunde dasselbe“, was Europa mit Waffenlieferungen, Sanktionen und Finanzhilfen gegen Russland getan habe. Zugleich habe er eingeräumt, dass nicht die Ukraine den Krieg begonnen habe – Täter und Opfer dürfe man nicht verwechseln.

Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Belgrader Auftritt vor allem eines: Während Berlin und Brüssel auf Eskalationsrhetorik setzen, betreiben andere Hauptstädte weiter Realpolitik – und sichern ihre Interessen. Für deutsche Bürger bleibt die unbequeme Erkenntnis, dass geopolitische Unsicherheit inzwischen zum Dauerzustand geworden ist. Wer sein Vermögen breit aufstellt, zieht physische Edelmetalle als krisenerprobte Beimischung deshalb nicht ohne Grund in Betracht.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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