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21.04.2026
16:58 Uhr

Warsh im Kreuzverhör: Trumps Fed-Kandidat ringt mit Demokraten um Milliarden-Divestment

Warsh im Kreuzverhör: Trumps Fed-Kandidat ringt mit Demokraten um Milliarden-Divestment

Die Anhörung vor dem Senate Banking Committee in Washington geriet am Dienstag zu einem ausgewachsenen politischen Schlagabtausch. Im Mittelpunkt: Kevin Warsh, der von US-Präsident Donald Trump nominierte Kandidat für den Chefposten der Federal Reserve. Die demokratischen Senatoren nahmen den 56-jährigen Juristen und Finanzexperten hart in die Mangel – und das ausgerechnet wegen eines Themas, bei dem Warsh nach eigener Aussage bereits weit über das gesetzlich geforderte Maß hinausgegangen sei.

Millionenvermögen auf dem Prüfstand

Warsh, der bereits von 2006 bis 2011 als Mitglied des Federal Reserve Board of Governors diente, sicherte zu, praktisch sein gesamtes Finanzvermögen zu veräußern, sollte er bestätigt werden. „Damit keine Frage an meiner Unabhängigkeit und keine Frage an der Klarheit meiner finanziellen Verhältnisse besteht", so Warsh sinngemäß, habe er eingewilligt, nahezu alle seine Finanzanlagen abzustoßen – und zwar der überwiegende Teil noch vor Amtsantritt. Er sei „weit über das Notwendige hinausgegangen", schlicht und einfach, weil „die Fed ihre Glaubwürdigkeit wiederherstellen müsse".

Ein durchaus bemerkenswertes Eingeständnis: Die angeblich unabhängigste Notenbank der Welt hat offensichtlich ein massives Vertrauensproblem. Wer sich erinnert, wie die Fed unter Jerome Powell jahrelang Inflation als „transitorisch" verharmloste und dann panisch die Zinswende einleiten musste, kann Warsh hier kaum widersprechen.

Warren gegen Warsh: Das demokratische Dauerfeuer

Die demokratische Senatorin Elizabeth Warren – bekannt für ihre scharfe Rhetorik gegen alles, was nach Wall Street riecht – nahm Warsh besonders ins Visier. Sie bohrte nach, was genau verkauft werden solle und an wen. Die veröffentlichten Offenlegungsdokumente hätten ein beträchtliches Vermögen in diversen Investitionen gezeigt, von denen viele mit den strengen Fed-Regeln für Amtsträger unvereinbar seien.

Warsh bestritt, dass er seine Bestände nicht vollständig öffentlich gemacht habe. Er habe sämtliche Informationen über Vermögenswerte geteilt, die er kontrolliere und teilen dürfe – zur Zufriedenheit des U.S. Office of Government Ethics. Mit der Regierung habe er eine Vereinbarung getroffen, binnen 90 Tagen nach Amtsantritt alles zu verkaufen. Nach Abschluss dieses Prozesses werde er „praktisch keine Finanzanlagen mehr besitzen" und quasi nur noch Bargeld halten.

„Haben wir irgendeine Möglichkeit zu überprüfen, ob diese Verkäufe tatsächlich stattfinden werden, wenn wir keine Ahnung haben, was darin enthalten ist?", fragte Warren provokant.

Tillis verteidigt – und blockiert gleichzeitig

Aufhorchen ließ die Positionierung des republikanischen Senators Thom Tillis. Er nahm Warsh gegen die Vorwürfe eines anderen demokratischen Senators in Schutz, der behauptet hatte, der Fed-Kandidat verstoße gegen die Ethikregeln der Notenbank. Dies sei ein „billiger Schuss", denn faktisch sei Warsh sehr wohl regelkonform unterwegs.

Gleichzeitig aber machte Tillis klar: Die Bestätigung Warshs werde so lange verzögert, wie die strafrechtlichen Ermittlungen der Trump-Administration gegen den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell sowie ein umstrittenes Renovierungsprojekt der Zentralbank andauerten. Eine bemerkenswerte Gemengelage, die zeigt, wie politisiert die angeblich unabhängige Notenbank inzwischen ist.

Die Fed als Spielball der Politik

Wer glaubt, die Federal Reserve sei eine über den Parteien stehende Institution, wird durch diese Anhörung eines Besseren belehrt. Auf der einen Seite die Demokraten, die jeden Trump-Kandidaten reflexartig zerpflücken. Auf der anderen Seite die Republikaner, die Personalfragen geschickt mit laufenden Ermittlungen verknüpfen. Dazwischen ein Kandidat, der Vermögen im zweistelligen Millionenbereich abstoßen soll und dabei offenbar selbst Schwierigkeiten hat, Käufer zu finden – der Verkaufsprozess sei mit „Herausforderungen" verbunden, räumte Warsh ein.

Für Anleger weltweit ist das keine Randnotiz. Die Besetzung des Fed-Vorsitzes entscheidet über Zinspolitik, Dollarstärke und damit letztlich über die Stabilität des gesamten Finanzsystems. Trump hatte bereits mehrfach deutlich gemacht, er erwarte von einem neuen Fed-Chef schnelle Zinssenkungen – ein politischer Druck, der die Unabhängigkeit der Notenbank faktisch aushöhlt.

Was das für deutsche Sparer bedeutet

Während in Washington um Personalien gerungen wird, zeigt sich einmal mehr, wie fragil das Vertrauen in die großen Notenbanken geworden ist. Die Federal Reserve, die Europäische Zentralbank, die Bundesbank – sie alle haben in den vergangenen Jahren ihre Glaubwürdigkeit durch eine Politik des billigen Geldes verspielt. Die Folge: Inflation, Kaufkraftverlust und eine zunehmende Verunsicherung der Sparer.

Gerade in solchen Zeiten besinnen sich kluge Anleger auf Jahrtausende alte Wertspeicher. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind nicht abhängig von politischen Ränkespielen, Ethikdebatten oder dem Vertrauen in eine Notenbank. Sie brauchen keinen Vorsitzenden, keine Anhörung und kein Divestment. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie eine sinnvolle Absicherung gegen die Kapriolen eines zunehmend politisierten Finanzsystems darstellen.

Haftungsausschluss

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Unsere Redaktion gibt lediglich die eigene Einschätzung zu aktuellen Entwicklungen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Wir empfehlen, vor jeder Investitionsentscheidung einen unabhängigen Finanzberater zu konsultieren.

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