
Windrad-Friedhöfe wachsen: Die verschwiegene Schattenseite der Energiewende

Während die politische Klasse nicht müde wird, die Windkraft als Heilsbringer der deutschen Energiezukunft zu preisen, türmt sich im Hintergrund ein Problem auf, das man geflissentlich unter den Teppich kehrt: Der Windrad-Schrott. Was einst als Symbol grüner Hoffnung in den Himmel ragte, verwandelt sich nun in einen wachsenden Berg aus Problemstoffen, für den schlicht und ergreifend keine Lösung existiert.
Tausende Anlagen abgebaut – und dann?
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit 2020 wurden an Land sage und schreibe 2.351 Windkraftanlagen zurückgebaut. Allein im vergangenen Jahr bis November kamen weitere 415 Rückbauten hinzu. Doch wohin mit dem ganzen Material? Insbesondere die Rotorblätter aus glasfaser- und kohlefaserverstärkten Kunststoffen – kurz GFK und CFK – erweisen sich als regelrechter Albtraum für die Entsorgungsbranche.
Aus der Industrie selbst kommt ein Eingeständnis, das aufhorchen lässt: Für die Entsorgung der Rotoren existiere „bis dato keine industrielle Lösung". Ein bemerkenswerter Satz, wenn man bedenkt, dass Deutschland seit Jahrzehnten auf diese Technologie setzt und Milliarden in den Ausbau gesteckt hat. Hat etwa niemand daran gedacht, was am Ende des Lebenszyklus passiert?
Bundesregierung im Blindflug
Besonders pikant: Die Bundesregierung hat nach eigener Auskunft keinerlei Informationen zur Zahl ausgetauschter Rotorblätter. Auch Daten zur Behandlung, Entsorgung oder Wiederverwendung liegen demnach nicht vor. Man baut also munter Windräder, ohne auch nur ansatzweise zu wissen, was mit dem anfallenden Schrott geschieht. Eine Planlosigkeit, die ihresgleichen sucht.
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Enrico Komning aus Mecklenburg-Vorpommern bringt es auf den Punkt: „Seit Jahren ist bekannt, dass die karbon- und glasfaserverstärkten Kunststoffe kaum wiederzuverwerten sind." Und weiter: „Der größte Teil wird daher verfeuert." So viel also zur viel beschworenen Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit.
Erschreckende Prognosen des Umweltbundesamtes
Die Zahlen, die das Umweltbundesamt in einer Studie aus dem Jahr 2022 präsentiert, lassen erahnen, welche Dimensionen das Problem annehmen wird. Bis 2040 fallen demnach kumuliert zwischen 326.000 und 430.000 Tonnen Abfall allein aus glasfaserverstärkten Kunststoffen der Rotorblätter an. Hinzu kommen 77.000 bis 212.000 Tonnen aus Rotorblättern mit gemischten GFK- und CFK-Anteilen.
Doch damit nicht genug: Das UBA rechnet zusätzlich mit 835.000 Tonnen Stahl und gewaltigen 5,5 Millionen Tonnen Beton. Während Stahl und Beton zumindest theoretisch recycelbar sind, bleiben die Verbundwerkstoffe der Rotorblätter das eigentliche Sorgenkind – und genau hier versagt die Industrie auf ganzer Linie.
Entsorgungskosten explodieren
Die finanziellen Auswirkungen dieser Misere sind beträchtlich. Nach Schätzungen von Greenpeace belaufen sich die Entsorgungskosten je nach Anlagengröße auf 160.000 bis 305.000 Euro pro Windrad. Bei Tausenden von Anlagen, die in den kommenden Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, summiert sich dies zu einem gewaltigen Betrag – den am Ende wohl wieder der Steuerzahler schultern darf.
Ohne industriellen Maßstab drohen Engpässe, weil Entsorgung und die wenigen existierenden Recyclingversuche um dieselben knappen Kapazitäten konkurrieren. Die Rotorblätter landen derweil in Zwischenlagern, in provisorischen Deponien oder werden schlicht verbrannt – eine Praxis, die so gar nicht zum grünen Image der Windkraft passen will.
Das unbequeme Fazit
Die Energiewende offenbart einmal mehr ihre Schattenseiten. Jahrelang wurde der Ausbau der Windkraft mit ideologischem Eifer vorangetrieben, ohne sich um die Konsequenzen zu scheren. Nun steht Deutschland vor einem Entsorgungsproblem, für das es keine Lösung gibt – und eine Regierung, die nicht einmal weiß, wie viele Rotorblätter überhaupt ausgetauscht wurden.
Es ist symptomatisch für eine Politik, die lieber Visionen verkündet, als sich mit den unbequemen Details der Realität auseinanderzusetzen. Die Windrad-Friedhöfe werden wachsen, die Kosten steigen, und am Ende werden es wieder die Bürger sein, die für diese planlose Energiepolitik zur Kasse gebeten werden. Die Frage, die sich stellt: Wie lange will sich Deutschland diese ideologiegetriebene Planwirtschaft noch leisten?
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