
Wirtschaftsweise will Bürgern das Autofahren abgewöhnen – der nächste Lockdown durch die Hintertür?
Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich unwillkürlich, ob die Uhr zurückgedreht wurde: Eine der einflussreichsten Ökonominnen Deutschlands fordert die Bürger allen Ernstes dazu auf, auf Autofahrten zu verzichten. Monika Schnitzer, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – im Volksmund „Wirtschaftsweise" genannt –, hat sich im ZDF-Morgenmagazin gegen staatliche Eingriffe bei den Spritpreisen ausgesprochen. Stattdessen solle man die hohen Preise einfach „wirken lassen". Die Bürger müssten sich eben überlegen, wo sie wirklich fahren müssten und wo sie darauf verzichten könnten.
Fahrgemeinschaften statt Freiheit?
Die Empfehlungen der Ökonomin lesen sich wie ein Déjà-vu aus den dunkelsten Tagen der Corona-Lockdowns: Fahrgemeinschaften bilden, den öffentlichen Nahverkehr nutzen, Fahrten einschränken. Wer sich an die Zeiten erinnert, als der Staat den Bürgern vorschrieb, wann sie das Haus verlassen durften, dem dürfte bei solchen Ratschlägen ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Kommt nach dem Energie-Lockdown nun der Mobilitäts-Lockdown?
Hintergrund der drastisch gestiegenen Spritpreise ist die Schließung der Straße von Hormus als Folge des Iran-Krieges, die zu einer erheblichen Verknappung des Ölangebots geführt hat. Eine geopolitische Krise also, die unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag der deutschen Bürger hat. Doch anstatt nach Lösungen zu suchen, die den Menschen tatsächlich helfen, setzt Schnitzer auf das altbekannte Rezept: Verzicht predigen.
Die Erneuerbaren als Allheilmittel – eine gefährliche Illusion
Besonders bemerkenswert ist Schnitzers Schlussfolgerung aus der aktuellen Krise. Die „wirklich beste Lösung" sei es, mit voller Kraft auf den Ausbau der erneuerbaren Energien zu setzen. Man müsse sich unabhängiger von fossilen Energieträgern machen, so die Wirtschaftsweise. Was auf den ersten Blick vernünftig klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ideologisch gefärbte Wunschvorstellung. Denn die Realität sieht anders aus: Die Elektroauto-Euphorie ist längst verflogen, die Infrastruktur für eine flächendeckende Elektromobilität fehlt, und die Strompreise in Deutschland gehören bereits jetzt zu den höchsten in Europa.
Es ist geradezu grotesk, dass ausgerechnet jene Kreise, die Deutschland durch eine überhastete Energiewende in die Abhängigkeit von Wetter und Wind getrieben haben, nun die Krise als Argument für noch mehr desselben Kurses nutzen wollen. Hätte Deutschland seine Kernkraftwerke nicht in einem beispiellosen Akt ideologischer Verblendung abgeschaltet, stünde das Land heute deutlich besser da.
Neue Tankstellen-Regel: Kosmetik statt Kurskorrektur
Seit kurzem gilt in Deutschland eine neue Regelung für Tankstellen: Die Preise dürfen nur noch einmal täglich – um 12 Uhr – erhöht, aber jederzeit gesenkt werden. Experten bezweifeln allerdings, dass sich dadurch am grundsätzlichen Preisniveau etwas ändert. Es handelt sich um typische Symbolpolitik, die dem Bürger das Gefühl geben soll, die Politik handle – während sie in Wahrheit an den eigentlichen Problemen vorbeigeht.
Der Bürger als Leidtragender einer verfehlten Energiepolitik
Was Frau Schnitzer und ihresgleichen offenbar nicht verstehen wollen: Für Millionen Deutsche ist das Auto kein Luxusgut, sondern eine existenzielle Notwendigkeit. Pendler im ländlichen Raum, Handwerker, Pflegekräfte, Familien – sie alle sind auf ihr Fahrzeug angewiesen. Ihnen zu empfehlen, doch einfach den Bus zu nehmen, zeugt von einer erschreckenden Realitätsferne, die man von einer „Top-Ökonomin" eigentlich nicht erwarten würde.
Die aktuelle Situation offenbart einmal mehr die fatalen Konsequenzen einer Energiepolitik, die jahrelang auf ideologische Wunschvorstellungen statt auf pragmatische Versorgungssicherheit gesetzt hat. Deutschland hat sich sehenden Auges in eine Abhängigkeit manövriert, deren Folgen nun die einfachen Bürger ausbaden müssen. Statt Verzichtspredigten bräuchte es endlich eine Politik, die die Interessen der arbeitenden Bevölkerung in den Mittelpunkt stellt – und nicht die Befindlichkeiten einer akademischen Elite, die sich um steigende Spritpreise vermutlich wenig Sorgen machen muss.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, das eigene Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Welt abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn geopolitische Krisen und eine verfehlte Energiepolitik die Kaufkraft des Geldes aufzufressen drohen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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