
WM-Boykott wegen Trump: DFB-Funktionär macht sich zum Gespött der Fußballwelt
Es ist ein Schauspiel, das man kaum noch mit ansehen kann: Während die Fußballwelt sich auf die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika freut, meint ein deutscher Verbandsfunktionär, erneut die moralische Keule schwingen zu müssen. DFB-Vizepräsident Oke Göttlich, seines Zeichens auch Präsident des linken Hamburger Kultvereins FC St. Pauli, fordert allen Ernstes einen Boykott des Turniers – und zwar wegen Donald Trump.
Der Mann mit der „Antifascist"-Mütze
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Funktionär, der beim Derby gegen den HSV demonstrativ eine Mütze mit der Aufschrift „Antifascist" trägt, will dem deutschen Fußball vorschreiben, wo er zu spielen hat und wo nicht. Göttlich erneuerte seine absurde Forderung am Abend vor dem DFB-Pokalspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem FC St. Pauli im ZDF und zeigte sich dabei „überrascht" über den Widerspruch aus dem eigenen Verband.
Für ihn sei es eine „Selbstverständlichkeit", so der Funktionär, dass man sich vor einem großen Turnier frage, ob die Bedingungen für Fans und freie Begegnung gegeben seien. Der deutsche Fußball funktioniere schließlich nicht „im Reagenzglas". Eine bemerkenswerte Aussage von jemandem, der offenbar in einer ideologischen Blase lebt, die mit der Realität der meisten Fußballfans herzlich wenig zu tun hat.
Bundesregierung erteilt klare Absage
Immerhin zeigt die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz in dieser Frage mehr Vernunft als ihre Vorgängerin. Christiane Schenderlein, CDU-Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, stellte gegenüber der Süddeutschen Zeitung unmissverständlich klar: „Wir haben uns innerhalb der Bundesregierung verständigt, und wenn es um einen Boykott geht, sagen wir: Das unterstützen wir nicht."
Die Politikerin verwies zurecht darauf, dass man den Sport nicht für die Gestaltung außenpolitischer Beziehungen instrumentalisieren dürfe. Außerdem finde die WM nicht nur in den USA statt, sondern auch in Kanada und Mexiko – ein Boykott würde also auch diese beiden Länder treffen. Eine nüchterne Analyse, die dem ideologisch verblendeten Göttlich offenbar fremd ist.
Die Katar-Blamage als warnendes Beispiel
Wer erinnert sich nicht an das peinliche Schauspiel bei der WM 2022 in Katar? Damals hatte sich Deutschland mit seiner moralischen Selbstinszenierung zum Gespött der internationalen Fußballgemeinschaft gemacht. Die berüchtigte Mund-zu-Geste der Nationalmannschaft beim Gruppenfoto, Nancy Faesers Auftritt mit der „One Love"-Binde auf der Ehrentribüne – all das wurde in anderen Ländern mit einer Mischung aus Kopfschütteln und Belustigung quittiert.
Selbst die CDU-Staatsministerin räumte ein, dass die Vorkommnisse in Katar „keine gute Situation" gewesen seien. Eine diplomatische Untertreibung für eine der größten sportpolitischen Blamagen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und nun soll sich dieses Trauerspiel wiederholen – diesmal mit Trump als Feindbild?
Der DFB ist genervt – zu Recht
Offenbar ist man in der DFB-Spitze mittlerweile reichlich genervt von Göttlichs permanenten öffentlichen Auftritten in dieser Sache. Der Verband hatte bereits am Freitag mitgeteilt, ein Boykott sei „derzeit kein Thema". Die Debatte solle intern geführt werden – ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl an den renitenten Vizepräsidenten.
Doch Göttlich scheint beratungsresistent. Statt sich um die eigentlichen Probleme des deutschen Fußballs zu kümmern – etwa die mangelnde internationale Wettbewerbsfähigkeit oder die Nachwuchsförderung – möchte er lieber Weltpolitik spielen. Dass er damit weder dem deutschen Fußball noch den Fans einen Gefallen tut, scheint ihm gleichgültig zu sein.
Die Frage, die sich stellt: Wie lange will sich der DFB noch von einem Funktionär vorführen lassen, dessen politische Agenda offensichtlich wichtiger ist als das Wohl des deutschen Fußballs?
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