
ZDF-Blamage: Öffentlich-Rechtlicher Sender zeigt KI-Fake-Video und löscht klammheimlich ganze Sendung

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ausgerechnet das ZDF – jener Sender, der sich so gerne als Bollwerk gegen Desinformation inszeniert und den deutschen Gebührenzahler jährlich Milliarden kostet – fällt auf ein plumpes, von künstlicher Intelligenz generiertes Fake-Video herein. Und nicht irgendwo im Nachtprogramm, sondern im Heute Journal, dem Flaggschiff der ZDF-Nachrichtensendungen. Die Ironie könnte kaum größer sein.
Hayali warnt vor Fakes – und präsentiert selbst einen
Was sich am vergangenen Sonntagabend im Heute Journal abspielte, gleicht einer journalistischen Realsatire, die sich kein Drehbuchautor hätte ausdenken können. Moderatorin Dunja Hayali warnte in ihrer Anmoderation noch ausdrücklich vor gefälschten Videos in den sozialen Netzwerken. Es gebe „sehr viele Videos zu den Einsätzen der ICE-Truppen von Donald Trump", nicht alle seien echt, „aber doch sehr viele", so die Moderatorin. Nur wenige Augenblicke später zeigte der Beitrag dann selbst einen Clip, der mit dem KI-Videogenerator Sora von OpenAI erstellt worden war.
Das Video sollte die angeblich brutale Abschiebepraxis der US-Behörde ICE illustrieren. Zu sehen war eine vermeintliche Mutter, die von zwei ICE-Beamten abgeführt wird, während zwei Kinder verzweifelt versuchen, sich den Agenten entgegenzustemmen. Weinende Kinderstimmen untermalten die Szene. Ein Bild, das Emotionen wecken sollte – und das offensichtlich komplett gefälscht war.
Das Sora-Wasserzeichen prangte für alle sichtbar im Bild
Besonders peinlich: Man musste kein Experte für künstliche Intelligenz sein, um die Fälschung zu erkennen. Ganz abgesehen von den typischen KI-Artefakten an Händen und Polizeiemblemen, die nur entfernt echten Abzeichen ähnelten, war das Wasserzeichen des OpenAI-Tools Sora offen im Bild zu sehen. Eine Quellenangabe oder KI-Kennzeichnung? Fehlanzeige. Offenbar hat in der gesamten Redaktionskette – vom Rechercheur über den Cutter bis zur Abnahme durch die Redaktionsleitung – niemand auch nur einen flüchtigen Blick auf das Material geworfen. Oder schlimmer noch: Es war jemandem schlicht egal.
Am Montagmorgen war die Sendung zunächst noch in der ZDF-Mediathek abrufbar. Doch dann verschwand sie – still und leise, ohne Erklärung, ohne Richtigstellung. Auch von YouTube wurde das Video entfernt. Eine offizielle Stellungnahme des Senders? Blieb aus. Trotz Presseanfragen herrschte beim Mainzer Lerchenberg zunächst betretenes Schweigen.
Ein beispielloser Vorgang – selbst für ZDF-Verhältnisse
Dass eine komplette Sendung aus der Mediathek gelöscht wird, ist selbst beim ZDF ein höchst ungewöhnlicher Vorgang. Normalerweise stehen die Sendungen dort jahrelang zur Verfügung. Bei Korrekturen werden üblicherweise einzelne Passagen überblendet, verfremdet oder herausgeschnitten. Die vollständige Löschung einer ganzen Ausgabe des Heute Journals deutet darauf hin, wie gravierend der Sender selbst diesen Fehler einschätzt – auch wenn man sich offenbar nicht dazu durchringen konnte, dies öffentlich einzugestehen.
Dieser Vorfall wirft fundamentale Fragen auf, die weit über einen einzelnen redaktionellen Fehler hinausgehen. Wir sprechen hier von einem Sender, der jährlich über zehn Milliarden Euro an Zwangsgebühren von den deutschen Bürgern kassiert. Ein Sender, der sich selbst als Garant für seriösen, faktengeprüften Journalismus versteht und der nicht müde wird, alternative Medien und soziale Netzwerke als Brutstätten von Desinformation zu brandmarken.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und sein Glaubwürdigkeitsproblem
Doch wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure? Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk, ausgestattet mit einem Budget, von dem die meisten Medienhäuser weltweit nur träumen können, nicht einmal in der Lage ist, ein offensichtlich KI-generiertes Video mit sichtbarem Wasserzeichen zu identifizieren – welchen Wert hat dann das Qualitätsversprechen, mit dem die Gebührenerhebung seit Jahrzehnten gerechtfertigt wird?
Der Vorfall reiht sich nahtlos ein in eine lange Kette von Vertrauensbrüchen, die das Verhältnis zwischen den öffentlich-rechtlichen Sendern und ihrem Publikum zunehmend belasten. Es ist kein Geheimnis, dass insbesondere die Berichterstattung über die Trump-Administration von einer kaum verhohlenen Abneigung geprägt ist. Dass dabei offenbar die journalistische Sorgfaltspflicht auf der Strecke bleibt, weil ein emotionalisierendes Video so wunderbar ins gewünschte Narrativ passt, ist bezeichnend – aber keineswegs überraschend.
Die deutschen Bürger haben ein Recht darauf, für ihre Zwangsgebühren wenigstens handwerklich sauberen Journalismus zu bekommen. Stattdessen werden sie mit KI-generierten Propagandavideos bedient, die nicht einmal als solche gekennzeichnet werden. Dass ausgerechnet jene Moderatorin, die Sekunden zuvor noch vor Fake-Videos warnte, selbst eines präsentierte, ist mehr als nur ein peinlicher Ausrutscher. Es ist ein Symptom für ein System, das seine eigenen Standards längst nicht mehr ernst nimmt – und das dennoch mit der Selbstgewissheit eines Monopolisten auftritt, der weiß, dass die Gebühren ohnehin fließen werden, ganz gleich, was man dem Zuschauer vorsetzt.
Die Frage, die sich immer drängender stellt, lautet nicht mehr, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk reformiert werden muss. Die Frage ist nur noch: Wann endlich?
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