Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
14.09.2026
05:16 Uhr
KI-generiert

Zins-Schock aus Washington: Trumps Fed-Chef stellt sich gegen ihn

Zins-Schock aus Washington: Trumps Fed-Chef stellt sich gegen ihn
Symbolbild: KI-generiert

Es ist die Zerreißprobe, die niemand im Weißen Haus wollte: Kevin Warsh, seit Mai von Donald Trump handverlesener Chef der US-Notenbank, steuert auf die erste Zinserhöhung seit 2023 zu. Am 15. und 16. September tagt der Offenmarktausschuss in Washington. Und die Märkte rechnen fest mit einem Schritt, den der Präsident partout nicht will.

Ein Zehntelprozent, das alles verändert

Auslöser ist der US-Verbraucherpreisindex für August. Laut den Daten des Bureau of Labor Statistics kletterte die Kernrate — ohne die schwankungsanfälligen Posten Energie und Lebensmittel — um 0,3 Prozent zum Vormonat. Erwartet worden waren 0,2 Prozent.

Die Gesamtteuerung legte um 0,4 Prozent zu und verharrt bei 3,4 Prozent im Jahresvergleich. Benzin verteuerte sich um 3,9 Prozent und trug mehr als ein Drittel zum Anstieg bei. Zuvor hatte schon der Erzeugerpreisindex geschockt: Diesel plus 24,1 Prozent, der Ölpreis über 100 Dollar je Fass — Berichten zufolge auch eine Folge des Konflikts mit dem Iran.

Nach dem CPI-Bericht sprang die vom Terminmarkt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf über 85 Prozent. Der Leitzins liegt seit Jahresbeginn bei 3,50 bis 3,75 Prozent.

Die Druckkampagne des Präsidenten

Bei Warshs Vereidigung im East Room des Weißen Hauses am 22. Mai gab sich Trump noch großzügig: Der neue Notenbankchef solle "völlig unabhängig" agieren, schlicht "sein eigenes Ding machen". Das war vor vier Monaten.

Inzwischen, so Medienberichte, hätten Präsident, Vizepräsident, Finanzminister und ein hochrangiger Wirtschaftsberater binnen einer Woche öffentlich vor einer Zinsanhebung gewarnt — teils sogar Senkungen gefordert. Auf seiner eigenen Plattform Truth Social schrieb Trump, das Fed-Board müsse endlich "Patrioten sein"; hohe Zinsen brächten die USA in einen unfairen Nachteil.

"Senkt die Zinsen, denn die USA sind ein viel stärkerer Schuldner als noch vor Kurzem!" — Donald Trump laut Berichten über seinen Beitrag auf Truth Social

Warsh selbst hat erklärt, der Präsident habe keinerlei Einfluss auf seine Entscheidungen. In Jackson Hole nannte er die hartnäckige Teuerung Ende August "besorgniserregend", ohne sich festzulegen. Sein Credo: eine leisere Notenbank, ohne die Wegweisungen seines Vorgängers Jerome Powell.

Warum das auch deutsche Sparer angeht

Im November stehen die Midterms an — und Umfragen zeigen Unzufriedenheit der Wähler mit hohen Preisen und Zinsen. Eine Notenbank, die zwei Monate vor der Wahl die Zinsen anhebt, ist politischer Sprengstoff. Beobachter sehen hier den eigentlichen Test: Hält die Unabhängigkeit der mächtigsten Zentralbank der Welt dem Druck stand?

Für Anleger diesseits des Atlantiks zählt vor allem eines: Steigende US-Zinsen stärken tendenziell den Dollar und drücken kurzfristig zinslose Anlagen wie Gold. Der Preis notierte zuletzt bei rund 4.350 Dollar je Unze — deutlich unter dem Rekord vom Januar, aber rund ein Fünftel über dem Vorjahresniveau.

Bemerkenswert: Die Zentralbanken kauften laut World Gold Council im zweiten Quartal 2026 netto 288,9 Tonnen Gold — ein Plus von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wer über Jahrzehnte plant, sieht in physischen Edelmetallen eine bewährte Versicherung gegen Geldentwertung und politische Einflussnahme auf die Notenbanken.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen