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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
20:30 Uhr

Zinserhöhungen statt Senkungen? Fed-Protokoll offenbart tiefen Riss im Notenbank-Lager

Was sich hinter den verschlossenen Türen der mächtigsten Notenbank der Welt abspielt, dürfte so manchem Anleger den Schlaf rauben. Die am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve vom 27. und 28. Januar zeichnen das Bild einer Institution, die in einer fundamentalen Richtungsfrage zutiefst gespalten ist. Während Präsident Donald Trump und sein designierter Fed-Chef Kevin Warsh lautstark Zinssenkungen fordern, denken „mehrere" Notenbanker offen über das genaue Gegenteil nach – nämlich Zinserhöhungen.

Einigkeit nur an der Oberfläche

Auf den ersten Blick wirkte die Januar-Entscheidung harmonisch: „Fast alle" Mitglieder des Offenmarktausschusses stimmten dafür, die Leitzinsen in der aktuellen Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen. Doch diese scheinbare Geschlossenheit ist nichts weiter als eine dünne Fassade. Darunter brodelt ein Konflikt, der die künftige Geldpolitik der Vereinigten Staaten – und damit die Weltwirtschaft – maßgeblich bestimmen wird.

Lediglich ein „paar" Entscheidungsträger sprachen sich für eine sofortige Zinssenkung aus. Die Fed-Gouverneure Christopher Waller und Stephen Miran stimmten sogar gegen den Beschluss, weil sie eine Schwächung des Arbeitsmarktes befürchteten. Doch die eigentliche Brisanz liegt anderswo: Erstmals seit Langem taucht in den Protokollen die explizite Erwähnung möglicher Zinserhöhungen auf. „Mehrere Teilnehmer" hätten signalisiert, dass eine Anhebung des Leitzinses angemessen sein könnte, sollte die Inflation hartnäckig über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed verharren. Derzeit liegt sie rund einen Prozentpunkt darüber.

Ein Machtkampf mit geopolitischer Sprengkraft

Die Tragweite dieser Spaltung kann kaum überschätzt werden. Donald Trump hat Kevin Warsh als seinen Wunschkandidaten für die Nachfolge von Jerome Powell nominiert, dessen Amtszeit im Mai endet. Warsh soll – ganz im Sinne Trumps – eine Politik des billigen Geldes durchsetzen. Doch wie will der neue Fed-Chef einen Ausschuss überzeugen, in dem ein nicht unerheblicher Teil der Mitglieder die Zinsen lieber anheben als senken möchte?

Die Juni-Sitzung könnte zum Schlachtfeld werden. Es wäre voraussichtlich Warshs erste als Vorsitzender – sofern der Senat seine Bestätigung rechtzeitig durchwinkt. Die Märkte preisen derzeit Zinssenkungen um jeweils einen Viertelprozentpunkt für Juni und September ein. Eine Zinserhöhung? Davon will die Wall Street nichts wissen. Doch die Geschichte lehrt uns, dass Märkte notorisch schlecht darin sind, Wendepunkte zu antizipieren.

Inflation versus Arbeitsmarkt – das ewige Dilemma

Die seit der Januar-Sitzung veröffentlichten Wirtschaftsdaten haben die Debatte keineswegs geklärt, sondern eher verschärft. Die Verbraucherpreisinflation für Januar fiel schwächer aus als erwartet – ein Hoffnungsschimmer für die Tauben im Ausschuss. Gleichzeitig übertraf das Beschäftigungswachstum die Prognosen, und die Arbeitslosenquote sank. Ein robuster Arbeitsmarkt bei gleichzeitig erhöhter Inflation – das ist exakt jenes Szenario, das Notenbanker in die Bredouille bringt.

Eine Fraktion argumentiert, man müsse die Kreditkosten hoch halten, um die Inflation endgültig zu brechen. „Einige" Mitglieder vertraten die Auffassung, dass Zinssenkungen erst dann wieder auf den Tisch gehören, wenn die „Disinflation wieder auf Kurs" sei. Andere hingegen sehen in ihrem Basisszenario durchaus Spielraum für weitere Lockerungen – vorausgesetzt, die Inflation entwickelt sich wie erhofft.

Was bedeutet das für Anleger?

In Zeiten derartiger geldpolitischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr der Wert bewährter Krisenwährungen. Wenn selbst die mächtigste Notenbank der Welt nicht weiß, ob sie die Zinsen senken, halten oder gar erhöhen soll, dann ist eines gewiss: Die Volatilität an den Finanzmärkten wird zunehmen. Gold und Silber haben in solchen Phasen historisch stets ihre Stärke als Vermögensanker unter Beweis gestellt. Wer sein Portfolio mit physischen Edelmetallen absichert, schafft sich ein Fundament, das weder von den Launen der Fed noch von den Twitter-Tiraden eines US-Präsidenten abhängt.

Die nächste Fed-Sitzung am 17. und 18. März wird neue Wirtschaftsprojektionen und Zinsprognosen liefern. Bis dahin dürfte das Rätselraten weitergehen – und mit ihm die Nervosität an den Märkten. Eines steht fest: Die Zeiten des geldpolitischen Autopiloten sind endgültig vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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