
Zinswende in den USA? Fed-Falke Waller schockt die Märkte – und was das für Ihr Vermögen bedeutet
Wer geglaubt hatte, die amerikanische Notenbank steuere auf ruhigere Gewässer zu, der sieht sich getäuscht. Christopher Waller, Direktoriumsmitglied der US-Notenbank Federal Reserve, hat vor Wirtschaftsvertretern in New York eine Bemerkung fallen lassen, die an den Finanzmärkten einschlug wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Fed, so seine unmissverständliche Botschaft, könnte die Zinsen schon bald wieder anheben müssen – dann nämlich, wenn die Inflation weiterhin hartnäckig über der Zwei-Prozent-Marke verharre.
Ein Scheideweg – und die Falken schärfen die Krallen
Die Geldpolitik befinde sich, so Waller, an einem „Scheideweg“. Ein Wort, das man in Notenbankkreisen nicht leichtfertig in den Mund nimmt. Richtungsweisend seien die neuen Konjunkturdaten, allen voran der mit Spannung erwartete Bericht zu den Verbraucherpreisen. Sollten die Zahlen in die falsche Richtung ausschlagen, so mahnte er, dürfe die Fed keinesfalls nachlässig werden.
„Ich nehme die Inflationssignale, die ich heute erörtert habe, nicht auf die leichte Schulter“, erklärte Waller vor den versammelten Wirtschaftsvertretern.
Sollte die Kerninflation erneut hoch ausfallen, so seine Warnung, müsse der Offenmarktausschuss – das entscheidende Gremium der Fed – eine baldige Straffung der Geldpolitik ernsthaft in Betracht ziehen. Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten: Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung auf der Fed-Sitzung im Juli kletterte binnen kürzester Zeit von 35 auf 45 Prozent.
Der Preisdruck frisst sich durch die gesamte Wirtschaft
Besonders alarmierend: Waller zeigte sich besorgt darüber, dass sich der Preisdruck durch die gesamte amerikanische Wirtschaft ausbreite – wie ein Ölfleck, der sich unaufhaltsam vergrößert. Und als wäre das nicht genug, drohe von der geopolitischen Front weiteres Ungemach. Der wieder aufgeflammte Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite könnte die Ölpreise erneut in schwindelerregende Höhen treiben. Damit würden auch die letzten Hoffnungen auf sinkende Verbraucherkosten wie Seifenblasen zerplatzen.
Was die Zinsdebatte für den Sparer bedeutet
Man muss sich vor Augen führen, was hier geschieht: Die mächtigste Notenbank der Welt ringt öffentlich mit einer Inflation, die sich einfach nicht bändigen lässt. Es ist das alte Spiel – gedrucktes Geld, künstlich niedrige Zinsen und ausufernde Staatsausgaben rächen sich früher oder später. In den USA erlebt man derzeit, wie schwer es ist, den Geist der Inflation zurück in die Flasche zu drängen. Und wer glaubt, in Europa sähe es besser aus, der irrt gewaltig – man denke nur an das 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket der Bundesregierung, das kommende Generationen in Geiselhaft nimmt.
Steigende Zinsen mögen kurzfristig die Inflation dämpfen, doch sie belasten zugleich Aktienmärkte, Anleihen und Immobilien empfindlich. Die Chipwerte an den US-Börsen gaben bereits deutlich nach. Wer sein Vermögen an diese schwankenden Anlageklassen gekettet hat, spürt die Nervosität in jeder Faser seines Depots.
Gold und Silber – der ruhende Pol im Sturm
In genau solchen Zeiten zeigt sich der wahre Wert physischer Edelmetalle. Während Notenbanker ratlos zwischen Zinserhöhung und Zinssenkung lavieren, während Papierwährungen durch Inflation entwertet werden und Aktienkurse im Minutentakt hin- und herspringen, bleibt eines beständig: Gold und Silber. Sie kennen keine Insolvenz, keinen Bilanzskandal und keine Notenbankentscheidung, die ihren inneren Wert zunichtemacht. Als Beimischung in einem gesunden, breit gestreuten Portfolio bieten physische Edelmetalle jenen Anker, den ein kluger Anleger in unruhigen Zeiten so dringend benötigt.
Hinweis in eigener Sache: Die vorliegenden Ausführungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Sie stellen ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für etwaige Verluste übernehmen wir keine Haftung.

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