
9 Punkte hinter der AfD: CDU-Spitze hÀlt trotzig an Merz fest!

Die Union stĂŒrzt in den Umfragen ab, aus den eigenen Reihen hagelt es Kritik â doch CDU-GeneralsekretĂ€rin Franziska Hoppermann bleibt dabei: Alles richtig gemacht. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk stellte sich die 44-JĂ€hrige am Sonntag demonstrativ hinter Bundeskanzler Friedrich Merz. Vom Kurs abbringen lasse man sich von den aktuellen Zahlen jedenfalls nicht.
âWir sind auf dem richtigen Wegâ â trotz allem
Immerhin: Hoppermann rĂ€umte ein, dass sinkende Umfragewerte Fragen aufwerfen. âIch sehe das natĂŒrlich auch, dass Umfragewerte, die sozusagen sinken, Fragezeichen hinterlassen. Sind wir auf dem richtigen Weg?â, sagte sie. Die Antwort lieferte sie gleich selbst hinterher:
âWir sind auf dem richtigen Weg.â
Als Beleg nannte sie ausgerechnet die geplante Rentenreform. Ziel sei, dass die Menschen kĂŒnftig âmehr Rente haben als vorherâ und die BeitrĂ€ge perspektivisch sinken. Möglicherweise, so die GeneralsekretĂ€rin, mĂŒsse die Union dieses positive Ziel schlicht noch klarer erklĂ€ren.
Der Kanzler als Symbol der Zukunft?
Auf die Frage, ob Merz angesichts schwacher persönlicher Werte diese Botschaft ĂŒberhaupt noch transportieren könne, antwortete Hoppermann mit einem klaren Ja. âEr steht ja als Person fest fĂŒr dieses Bild der Zukunft. Wohin Deutschland gehen soll und wohin sich das alles entwickeln sollâ, sagte sie ĂŒber den Kanzler. Merz stehe fĂŒr Wirtschaftswachstum, Modernisierung und daraus folgende SpielrĂ€ume fĂŒr Steuerentlastungen.
DafĂŒr sei er angetreten, betonte sie: âDas ist das, wofĂŒr er steht.â Beobachter dĂŒrften sich fragen, warum diese Botschaft beim WĂ€hler bislang so wenig verfĂ€ngt.
Die Zahlen sprechen eine andere Sprache
Denn der RealitĂ€tscheck fĂ€llt fĂŒr die Union bitter aus. Im jĂŒngsten Sonntagstrend des Instituts INSA fĂŒr die âBild am Sonntagâ, veröffentlicht am 12. September, kommt die AfD auf 29 Prozent, die Union auf 20 Prozent. Neun Prozentpunkte RĂŒckstand â und das fĂŒr eine Partei, die bei der Bundestagswahl im Februar 2025 noch 28,5 Prozent holte. Ein halber Punkt Erholung zur Vorwoche wirkt da wie ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde.
Noch dramatischer war die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September: Die AfD gewann laut vorlĂ€ufigem Ergebnis mit 43,8 Prozent, die CDU rutschte auf 17,2 Prozent ab â das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte im Land. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 77,8 Prozent einen Rekordwert. Die Menschen sind also keineswegs politikmĂŒde. Sie wĂ€hlen nur anders.
Briefe statt Antworten
Nach der Niederlage meldeten sich mehrere CDU-Politiker öffentlich zu Wort und kritisierten Kurs und Kommunikation des Kanzlers. Hoppermann reagierte Medienberichten zufolge mit einem Schreiben an die Mitglieder â Durchhalteparolen statt Kurskorrektur.
Aus Sicht unserer Redaktion liegt das Problem tiefer, als es ein Brief lösen kann: Wer im Wahlkampf keine neuen Schulden versprach und dann ein 500-Milliarden-Sondervermögen samt KlimaneutralitĂ€t im Grundgesetz mittrĂ€gt, muss sich ĂŒber GlaubwĂŒrdigkeitsverluste nicht wundern. Vertrauen ist die hĂ€rteste WĂ€hrung der Politik â und sie lĂ€sst sich nicht per Rundschreiben nachdrucken.
Was BĂŒrger daraus machen
FĂŒr viele Sparer ist die Botschaft klar: Politische Versprechen kommen und gehen, Kaufkraftverluste bleiben. Wer sein Vermögen breit streut, zieht deshalb seit jeher auch physische Edelmetalle als krisenerprobten StabilitĂ€tsanker in Betracht â als ErgĂ€nzung, nicht als Allheilmittel.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die EinschĂ€tzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss eigenstĂ€ndig recherchieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Entscheidungen selbst.
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