
Bildungsabbau in Berlin: CDU-Senatorin streicht differenzierte Deutschnoten an Grundschulen

Was sich wie ein schlechter Scherz anhört, wird in wenigen Tagen bittere Realität für Berliner Grundschüler und ihre Eltern: Die detaillierte Bewertung der Deutschkenntnisse auf den Zeugnissen wird ersatzlos gestrichen. Ausgerechnet eine CDU-Politikerin zeichnet für diesen bildungspolitischen Kahlschlag verantwortlich.
Fünf Teilnoten verschwinden über Nacht
Ab dem 30. Januar 2026 werden Berliner Grundschulkinder auf ihren Halbjahreszeugnissen nur noch eine einzige Deutschnote vorfinden. Die bisherige differenzierte Bewertung in fünf Teilbereichen – „Sprechen und Zuhören", „Schreiben – Texte verfassen", „Schreiben – Rechtschreiben", „Sprachwissen – Sprachbewußtheit" und „Lesen – Mit Texten und Medien umgehen" – gehört damit der Vergangenheit an. Eine Tradition, die mehr als fünf Jahrzehnte Bestand hatte, wird von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch kurzerhand beerdigt.
Die Begründung der Senatorin lässt aufhorchen und wirft Fragen auf. Man wolle die Leistungsbewertung „stärker bündeln" und von der „lernprozeßbegleitenden Rückmeldung trennen", ließ eine Sprecherin verlauten. Was das konkret bedeuten soll, bleibt im Nebel bürokratischer Worthülsen verborgen.
Arbeitserleichterung für Lehrer – auf Kosten der Schüler?
Hinter den wohlklingenden Phrasen verbirgt sich offenbar ein weitaus profanerer Beweggrund: Den Lehrern soll schlicht und ergreifend Arbeit erspart werden. Die Erstellung der Unternoten sei zu bürokratisch und zeitraubend, heißt es aus dem Umfeld der Senatorin. Man fragt sich unwillkürlich, ob die Hauptstadt ihre Bildungsstandards nun am Arbeitsaufwand der Lehrkräfte ausrichtet statt am Wohl der Kinder.
Der pädagogische Wert der detaillierten Leistungsdokumentation lag gerade darin, Schülern und Eltern präzise Hinweise zu geben, wo Verbesserungsbedarf besteht. Ein Kind, das beim Rechtschreiben schwächelt, aber gut lesen kann, erhielt bisher ein differenziertes Feedback. Künftig verschwindet diese wertvolle Information hinter einer einzigen, wenig aussagekräftigen Gesamtnote.
Berlins Sonderweg im Bildungswesen
Die Hauptstadt leistet sich ohnehin bereits fragwürdige Besonderheiten im Schulwesen. Eltern können zu Beginn der dritten Klasse abstimmen, ob ihre Kinder überhaupt Noten erhalten sollen – oder erst ein Jahr später. Wer sich dagegen entscheidet, bekommt stattdessen ein Zeugnis mit Kreissymbolen zur Kompetenzbewertung. Ein System, das Leistungsvergleiche erschwert und Kinder in einer Wattewolke der Unverbindlichkeit hält.
Dass ausgerechnet eine CDU-Politikerin diesen Weg der Nivellierung weiter beschreitet, dürfte manchen konservativen Wähler irritieren. Katharina Günther-Wünsch, die zugleich Lebensgefährtin des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner ist, setzt damit ein Zeichen – allerdings kaum eines, das für Bildungsqualität und Leistungsorientierung steht.
Ein Symptom des deutschen Bildungsniedergangs
Diese Entscheidung reiht sich nahtlos in den allgemeinen Trend des deutschen Bildungswesens ein: Weniger Differenzierung, weniger Transparenz, weniger Leistungsorientierung. Während andere Länder ihre Bildungsstandards verschärfen, senkt Deutschland die Anforderungen – und wundert sich dann über schlechte PISA-Ergebnisse. Die Berliner Grundschüler werden die Zeche für diese Politik zahlen müssen, wenn sie später im internationalen Wettbewerb bestehen sollen.
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