
Britanniens Bröckel-Armee: Wie der einstige Weltmacht die Verteidigung abhandenkommt

Es ist ein Bild, das Bände spricht: Während die King's Troop in London zeremoniell Salut schießt und Soldaten gemütlich eine Entenfamilie über den Platz geleiten, klafft im Verteidigungsapparat des einstigen Empire ein gähnender Abgrund. Großbritannien, jene stolze Inselnation, die einst die Meere beherrschte, präsentiert sich heute nach Einschätzung hochrangiger Militärs und Sicherheitsexperten als nur noch bedingt abwehrbereit. Das berichtet die Sunday Times unter Berufung auf aktuelle Analysen, Militärvertreter und Regierungsquellen.
8000 gegen 15 Millionen – eine Rechnung, die nicht aufgeht
Wer die nackten Zahlen liest, dem dürfte angst und bange werden. Russland soll nach westlichen Schätzungen jährlich bis zu 15 Millionen Drohnen produzieren können. Und Großbritannien? Dort zähle man derzeit rund 8000 unbemannte Systeme im gesamten Arsenal. Zur Einordnung: Die ukrainischen Streitkräfte verbrauchen nach Angaben von Militärs allein 200.000 Drohnen – pro Monat. Die britische Gesamtmenge wäre an der Front also binnen weniger Tage verbrannt.
Es ist die Mathematik des modernen Krieges, und sie fällt für London vernichtend aus. Der neue Verteidigungsminister Dan Jarvis überprüfe deshalb derzeit die Beschaffungspläne, heißt es. Die Veröffentlichung eines langfristigen Investitionsprogramms sei kurzerhand verschoben worden. Innerhalb der Regierung wachse die Sorge, dass die bisherigen Planungen die Bedeutung autonomer Waffensysteme schlicht unterschätzt hätten.
73.000 Soldaten – eine Truppe wie ein Provinzfußballverein
Besonders düster beurteilen Experten die Lage der Landstreitkräfte. Ganze 73.000 aktive Soldaten zähle die britische Armee noch. Bei einer Bündnisverpflichtung zur Verteidigung eines NATO-Partners könnten britische Einheiten modernen russischen Drohnensystemen nur unzureichend begegnen, so die Einschätzung ehemaliger Kommandeure. Ein Detail aus einer Übung in Estland lässt aufhorchen: Dort soll ein kompletter britischer Panzerverband innerhalb weniger Stunden durch Drohnenangriffe ausgeschaltet worden sein. Die stolze Kavallerie von einst – pulverisiert von ein paar fliegenden Plastikgeräten.
Während der oberste NATO-Kommandeur in Europa derzeit keine Anzeichen für einen russischen Angriff sieht, trommeln Briten und Deutsche munter weiter für den Krieg. Wo das enden soll, bleibt unklar.
Wenn der Schutzschild zum Flickwerk wird
Auch die Luftverteidigung entpuppt sich als Achillesferse. Über landgestützte Raketenabwehrsysteme, wie sie andere NATO-Staaten besitzen, verfüge das Königreich schlichtweg nicht. Militärs warnen, dass bei koordinierten Angriffen kritische Infrastruktur, Stützpunkte oder gar ganze Städte nur begrenzt geschützt werden könnten. Zur See sieht man vor allem Gefahren für Unterwasserkabel und Energieleitungen – mehrfach seien russische U-Boote in britischen Gewässern registriert worden. Und die Royal Navy? Sie kämpfe mit alternden Schiffen und endlosen Wartungszeiten, mehrere Modernisierungsprogramme stünden unter massivem finanziellem Druck.
Der bittere Blick über den Kanal
Man könnte über die britische Misere schmunzeln, wäre die deutsche Lage nicht ähnlich erbärmlich. Der deutsche General Christian Freuding geht davon aus, dass Russland bis 2029 wieder in der Lage sein könnte, einen NATO-Staat anzugreifen. Premier Keir Starmer warnte ebenfalls vor einer direkten Herausforderung bis zum Ende des Jahrzehnts. Doch während die Politik mit dicker Backe Bedrohungsszenarien zeichnet, fehlt es überall an Substanz. Hier zeigt sich das ganze Drama einer europäischen Sicherheitspolitik, die jahrzehntelang lieber Gendersternchen und Klimaziele verwaltete, statt sich um die Wehrhaftigkeit ihrer Nationen zu kümmern.
Die entscheidende Frage stellt sich von selbst: Wie sollen Staaten, die ihre eigenen Streitkräfte über Jahrzehnte kaputtgespart und ideologisch verwässert haben, plötzlich glaubwürdig Stärke demonstrieren? In Deutschland verschuldet sich die Große Koalition unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Sondervermögen – obwohl derselbe Merz im Wahlkampf versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Die Zeche zahlen am Ende, wie immer, die Bürger über Steuern, Abgaben und schleichende Geldentwertung.
Was bleibt dem Bürger in unsicheren Zeiten?
Wer dieser Tage die Schlagzeilen verfolgt, dem dürfte zunehmend mulmig werden. Kriegsrhetorik, marode Armeen, ausufernde Staatsschulden und eine Inflation, die das Ersparte langsam aber sicher entwertet – das ist die Gemengelage, in der sich der vernünftige Sparer zu behaupten versucht. In Zeiten geopolitischer Spannungen und galoppierender Verschuldung haben sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrhunderte als wertstabiler Anker bewährt. Sie kennen kein Gegenparteirisiko, lassen sich nicht von Notenbanken beliebig vermehren und überdauern jede politische Mode. Als sinnvolle Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögensportfolio bieten sie genau jene Sicherheit, die staatliche Institutionen längst nicht mehr garantieren können.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion wieder und dient ausschließlich Informationszwecken. Er stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich vor jeder Investition eigenständig und umfassend informieren oder fachkundigen Rat einholen.

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