
Britischer Milliardär spricht aus, was viele denken – und soll sich dafür entschuldigen
Es ist ein Muster, das man inzwischen auf beiden Seiten des Ärmelkanals bestens kennt: Jemand wagt es, die unkontrollierte Masseneinwanderung beim Namen zu nennen – und wird umgehend von der politischen Klasse zur Ordnung gerufen. Diesmal traf es Jim Radcliffe, Gründer des Chemiekonzerns Ineos und Mitbesitzer von Manchester United, einen der reichsten Männer Großbritanniens.
Die unbequeme Wahrheit eines Milliardärs
In einem Interview mit Sky News erklärte Radcliffe, das Vereinigte Königreich sei „von Migranten kolonialisiert" worden. Eine Formulierung, die man als provokant bezeichnen kann – oder schlicht als das, was Millionen britischer Bürger seit Jahren empfinden. „Man kann keine Wirtschaft haben, in der neun Millionen Menschen Sozialleistungen beziehen und gleichzeitig massenhaft Einwanderer ins Land kommen", führte der Unternehmer aus. Das koste schlichtweg zu viel Geld.
Radcliffe verwies darauf, dass die Bevölkerung Großbritanniens von einst 58 Millionen auf mittlerweile rund 70 Millionen angewachsen sei. Zwar stimmen seine Jahreszahlen nicht exakt – zur Jahrtausendwende lebten etwa 58 Millionen Menschen im Vereinigten Königreich, 2020 waren es laut dem Office for National Statistics bereits 67 Millionen – doch der Kern seiner Aussage bleibt unbestreitbar: Das Bevölkerungswachstum Großbritanniens wird seit Jahrzehnten maßgeblich durch Zuwanderung getrieben, und die Infrastruktur des Landes kommt längst nicht mehr hinterher.
Starmers reflexartige Empörungsmaschinerie
Wie nicht anders zu erwarten, ließ die politische Reaktion nicht lange auf sich warten. Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Aussage als „beleidigend und falsch". Großbritannien sei ein „stolzes, tolerantes und diverses Land". Man fragt sich unwillkürlich: Für wen eigentlich? Für die britischen Arbeiter, die sich keine Wohnung mehr leisten können? Für die Rentner, die im Winter zwischen Heizung und Essen wählen müssen, während der Sozialstaat unter dem Ansturm ächzt?
Ein Sprecher der Downing Street setzte noch einen drauf und behauptete, solche Kommentare spielten jenen in die Hände, „die das Land spalten wollen". Eine bemerkenswerte Verdrehung der Realität. Denn gespalten wird ein Land nicht durch diejenigen, die Probleme benennen, sondern durch jene, die sie jahrzehntelang ignorieren und jeden Kritiker als Extremisten brandmarken.
Auch die Liberalen stimmen in den Chor ein
Ed Davey, Vorsitzender der Liberaldemokraten, sprang erwartungsgemäß auf den Empörungszug auf. „Völlig falsch. Völlig unvereinbar mit britischen Werten", schrieb er auf X und forderte eine sofortige Entschuldigung. Welche „britischen Werte" er damit meint, ließ er freilich offen. Jene Werte, die einst ein Weltreich begründeten? Oder die neuen Werte, nach denen man unbequeme Wahrheiten am besten verschweigt?
Radcliffe und Farage – eine interessante Verbindung
Besonders aufhorchen ließ Radcliffes Bemerkung, er habe mit Nigel Farage gesprochen und halte ihn für einen „intelligenten Mann mit guten Absichten". Gleichzeitig attestierte er auch Starmer gute Absichten – was man als diplomatische Höflichkeit oder als britisches Understatement werten darf. Entscheidend sei, so Radcliffe, dass es jemanden brauche, „der bereit ist, eine Zeit lang unbeliebt zu sein, um die großen Probleme zu lösen".
Eine Aussage, die in ihrer Schlichtheit bestechend ist. Denn genau daran mangelt es der politischen Klasse – nicht nur in Großbritannien, sondern in ganz Westeuropa. Die Angst vor schlechten Schlagzeilen, vor dem Vorwurf des Rassismus, vor dem Verlust von Wählerstimmen in urbanen Milieus hat dazu geführt, dass fundamentale Probleme seit Jahrzehnten verschleppt werden.
Parallelen zu Deutschland sind unübersehbar
Was in Großbritannien geschieht, kennen wir in Deutschland nur allzu gut. Auch hierzulande ist die Bevölkerung in den vergangenen Jahren durch unkontrollierte Zuwanderung massiv gewachsen, während die Infrastruktur – von Schulen über Wohnungen bis hin zum Gesundheitssystem – dem Druck kaum noch standhält. Auch hierzulande wird jeder, der diese Entwicklung kritisiert, reflexartig in die rechtsextreme Ecke gestellt. Und auch hierzulande wächst der Unmut in der Bevölkerung, während die politische Elite in ihrer Blase verharrt.
Die steigende Kriminalität, die zunehmenden Messerangriffe, die überlasteten Sozialsysteme – all das sind keine Phantomprobleme rechter Spinner, sondern die bittere Realität, mit der Millionen Deutsche täglich konfrontiert werden. Dass die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hier grundlegend umsteuert, darf bezweifelt werden. Zu tief sitzt die Angst vor dem medialen Pranger, zu groß ist die Abhängigkeit von einer SPD, die in Migrationsfragen traditionell auf der Bremse steht.
Wenn Wahrheit zur Provokation wird
Jim Radcliffe hat mit seiner Aussage nichts anderes getan, als eine offensichtliche Entwicklung in deutliche Worte zu fassen. Dass er dafür von der gesamten politischen Klasse Großbritanniens angegriffen wird, sagt weniger über ihn aus als über den Zustand der öffentlichen Debatte. Selbst muslimische Fangruppen von Manchester United meldeten sich zu Wort und bezeichneten seine Wortwahl als „Sprache von Rechtsextremen". Dabei räumte deren Vorsitzender Asif Mahmud gleichzeitig ein, dass es „legitime Debatten über Einwanderung" gebe.
Genau hier liegt das Problem: Die Debatte wird als „legitim" bezeichnet, aber wehe, jemand führt sie tatsächlich. Dann hagelt es Empörung, Rücktrittsforderungen und den unvermeidlichen Vorwurf des Extremismus. Es ist ein perfides Spiel, das die politische Klasse beiderseits des Kanals meisterhaft beherrscht – und das die Bürger zunehmend durchschauen.
Radcliffe verglich die politische Situation mit seiner Arbeit als Manager eines Fußballvereins: Man müsse bereit sein, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, um langfristig Verbesserungen herbeizuführen. Ein Satz, den sich so mancher Politiker hinter die Ohren schreiben sollte. Denn während die Empörungsindustrie auf Hochtouren läuft, warten die Bürger – in Großbritannien wie in Deutschland – weiterhin vergeblich auf Lösungen.
Papiervs.PhysischWarum echtes Metall jetzt alles entscheidet
Keine Kreditkarte erforderlich • Keine versteckten Kosten
Ihre Experten im Webinar:

Dominik Kettner
CEO Kettner Edelmetalle

Jochen Staiger
Rohstoffexperte

Rick Rule
Rohstoff-Legende

Alasdair Macleod
Chefstratege GoldMoney
Top-Experten
Dominik Kettner & Star-Gäste
Live Q&A
Ihre Fragen
15.000€ Gold
zu gewinnen
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik















