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19.02.2026
07:07 Uhr

CDU-Parteitag: Radtke warnt vor Führungsdebatte – doch wie lange hält die Fassade?

Es brodelt in der CDU. Während Bundeskanzler Friedrich Merz sich auf dem anstehenden Parteitag zur Wiederwahl als Vorsitzender stellt, versucht der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, die Reihen geschlossen zu halten. Seine Botschaft an die Delegierten ist unmissverständlich: Bloß keine Führungsdebatte. Doch die Frage drängt sich auf – ist diese demonstrative Geschlossenheit mehr Wunschdenken als Realität?

Disziplin als Überlebensstrategie

Radtke, seines Zeichens Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), gab sich gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland betont gelassen. Eine Führungsdebatte könne man sich schlicht nicht leisten, so der Tenor. Auf die Frage, ob Merz bei der Vorstandswahl mit einem Dämpfer rechnen müsse, antwortete Radtke mit einem knappen „Ich denke nein." Die CDU sei eine „sehr disziplinierte Partei", und es bringe nichts, „aus einer Laune heraus ein Mütchen am Führungspersonal zu kühlen." Solches Verhalten stehe anderen Parteien besser zu Gesicht als der CDU.

Man muss kein politischer Analytiker sein, um zwischen den Zeilen zu lesen. Wenn ein hochrangiger Parteifunktionär es für nötig hält, öffentlich vor einer Führungsdebatte zu warnen, dann existiert diese Debatte bereits – zumindest in den Hinterzimmern und Flurgesprächen der Partei. Die Tatsache, dass Radtke überhaupt das Wort ergreifen musste, spricht Bände über die Stimmungslage innerhalb der Christdemokraten.

Unzufriedenheit mit der Großen Koalition wächst

Die Gründe für den Unmut liegen auf der Hand. Seit der Bildung der Großen Koalition mit der SPD unter Vizekanzler Lars Klingbeil hat sich bei vielen CDU-Mitgliedern Ernüchterung breitgemacht. Das 500 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für Infrastruktur, das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten dürfte, steht in krassem Widerspruch zu Friedrich Merz' einstigem Versprechen, keine neuen Schulden zu machen. Für eine Partei, die sich traditionell als Hüterin solider Haushaltspolitik versteht, ist das ein schwer verdaulicher Brocken.

Hinzu kommt die wachsende Konkurrenz von rechts. Aktuelle Forsa-Umfragen zeigen, dass die AfD zur Union aufholt – ein alarmierendes Signal für eine Partei, die sich als natürliche Volkspartei der Mitte-Rechts-Wähler begreift. Viele konservative Stammwähler fühlen sich von der CDU unter Merz nicht mehr ausreichend repräsentiert. Die Kompromisse mit der SPD, das Festhalten an der im Grundgesetz verankerten Klimaneutralität bis 2045 und die nach wie vor ungelöste Migrationskrise – all das nagt am Vertrauen der Basis.

Merz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Friedrich Merz war einst als der Mann angetreten, der die CDU wieder auf konservativen Kurs bringen sollte. Nach Jahren der Merkel'schen Beliebigkeitspolitik schöpften viele Hoffnung, dass mit ihm eine echte Wende eintreten würde. Doch was ist davon geblieben? Die Realität der Regierungsarbeit hat den einstigen Hoffnungsträger eingeholt. Statt klarer Kante gibt es Koalitionskompromisse. Statt Schuldenabbau ein historisches Sondervermögen. Statt konsequenter Migrationspolitik weiterhin steigende Kriminalitätszahlen und Messerangriffe, die das Sicherheitsgefühl der Bürger massiv beeinträchtigen.

Radtkes Appell an die Parteidisziplin mag kurzfristig wirken. Doch auf Dauer wird sich die CDU der unbequemen Frage stellen müssen, ob sie unter Merz tatsächlich den Kurs einschlägt, den ihre Wähler erwarten – oder ob sie sich in der Großen Koalition bis zur Unkenntlichkeit verbiegt. Die Geschichte lehrt: Erzwungene Geschlossenheit ist selten von Dauer. Und eine Partei, die ihre internen Konflikte nur unterdrückt statt löst, riskiert am Ende weit mehr als einen Dämpfer bei einer Vorstandswahl.

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