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Kettner Edelmetalle
15.06.2026
14:58 Uhr

China zieht davon: Peking sichert sich Schlüsselrohstoff für die Quantencomputer von morgen

China zieht davon: Peking sichert sich Schlüsselrohstoff für die Quantencomputer von morgen

Während Deutschland über Gendersternchen debattiert und seine Industrie mit ideologisch motivierten Energiepreisen stranguliert, schafft China Fakten. Der staatliche Atomkonzern China National Nuclear Corporation (CNNC) verkündet nun stolz die erstmalige Massenproduktion von hochreinem Silizium-28 – einem jener unscheinbaren Rohstoffe, die über die technologische Vormachtstellung des kommenden Jahrzehnts entscheiden könnten. Ein Reinheitsgrad von über 99,99 Prozent, eine eigene Lieferkette und ein selbstbewusster Auftritt: So sieht industrielle Strategie aus.

Was sich hinter dem nüchternen Begriff verbirgt

Silizium-28 klingt nach Chemie-Leistungskurs, ist in Wahrheit aber ein zentraler Baustein für die nächste Generation von Quantencomputern. Klassische Rechner arbeiten mit Bits, die entweder null oder eins darstellen. Quantencomputer hingegen setzen auf sogenannte Qubits, die beide Zustände gleichzeitig einnehmen können – und damit theoretisch Rechenleistungen erreichen, die heutige Supercomputer wie Taschenrechner aussehen lassen.

Das Problem: Qubits sind hochsensibel. Natürliches Silizium enthält neben dem Isotop Silizium-28 auch Silizium-29, dessen Kernspin als magnetischer Störfaktor wirkt und die empfindlichen Qubits aus dem Takt bringt. Silizium-28 dagegen besitzt keinen Kernspin und schaffe, so der CNNC, eine besonders störungsarme Umgebung, in der Qubits länger stabil blieben. Genau das gilt als Voraussetzung für leistungsfähige Quantenrechner.

Ein strategischer Schachzug im Technologiekrieg

Bemerkenswert ist nicht allein die technische Leistung, sondern das geopolitische Kalkül dahinter. Bislang lag die Produktion dieses hochreinen Materials in den Händen weniger Anbieter – vornehmlich in Russland, Europa sowie in Lieferketten mit US-Bezug. Peking schließt mit diesem Schritt eine empfindliche Lücke und macht sich ein Stück weit unabhängig vom Westen. Entwickelt wurde das Verfahren am Forschungsinstitut für physikalische und chemische Technik der Nuklearindustrie.

Der Fortschritt löse einen dringenden Engpass in der Versorgung mit Material für siliziumbasierte Quantencomputer und ermögliche die Steuerung großer Qubit-Strukturen in China, erklärte ein Akademiker der Chinesischen Akademie der Wissenschaften laut CNNC.

Während die Ankündigung in eine Phase des verschärften Technologiewettbewerbs zwischen China und den USA fällt, drängt sich die Frage auf: Wo bleibt eigentlich Europa? Wo bleibt Deutschland, einst Land der Dichter, Denker und Ingenieure?

Deutschland verschläft die Zukunft

Es ist ein bitteres Bild. Die Volksrepublik investiert konsequent in Schlüsseltechnologien, sichert sich Rohstoffe und Produktionskapazitäten, während hierzulande die Standortfrage längst zur Standortkrise geworden ist. Hohe Energiekosten, eine erdrückende Bürokratie und eine Politik, die ihre Prioritäten offenbar in den Kulturkämpfen der Gegenwart sucht statt in der technologischen Souveränität der Zukunft – das ist der Boden, auf dem Innovation verdorrt.

Das Isotop Silizium-28 dient im Übrigen nicht nur dem Quantencomputing, sondern findet auch in der Halbleiterfertigung, der Präzisionsnavigation und der Metrologie Anwendung. Mit anderen Worten: Wer hier die Nase vorn hat, kontrolliert ganze Industriezweige von morgen.

Was bleibt dem klugen Anleger?

Technologische Revolutionen kommen und gehen, Lieferketten verschieben sich, geopolitische Machtgefüge geraten ins Wanken. In solchen Zeiten zeigt sich der Wert beständiger Sachwerte. Gold und Silber haben Imperien überdauert, Kriege überstanden und Währungsreformen ignoriert. Wer sein Vermögen breit aufstellen will, sollte physische Edelmetalle als krisenfesten Anker eines wohlüberlegten Portfolios in Betracht ziehen – gerade dann, wenn ganze Volkswirtschaften im Umbruch sind.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen die alleinige Verantwortung. Bei Bedarf ziehen Sie bitte einen unabhängigen Fachberater hinzu.

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