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Kettner Edelmetalle
03.02.2026
15:26 Uhr

Chinas Elektroauto-Offensive: Wie der Westen seine Industrie an die Wand fahren lässt

Die globale Automobilbranche erlebt derzeit einen tektonischen Wandel, der in seiner Tragweite kaum zu überschätzen ist. Chinesische Elektrofahrzeuge überfluten die Weltmärkte mit einer Aggressivität, die westliche Hersteller in existenzielle Nöte treibt. Während Europa und Nordamerika noch über angemessene Reaktionen debattieren, schaffen Peking und seine staatssubventionierten Konzerne bereits Fakten.

Kanada kapituliert vor Pekings Preisdumping

In einem bemerkenswerten Akt wirtschaftspolitischer Naivität hat Premierminister Mark Carney Anfang Januar ein Abkommen mit Peking unterzeichnet, das die Einfuhr von bis zu 49.000 chinesischen Elektrofahrzeugen jährlich zu einem lächerlichen Zollsatz von nur 6,1 Prozent erlaubt. Der erst 2024 eingeführte Strafzoll von 100 Prozent, der mit unfairen Subventionen und Marktverzerrungen begründet worden war, ist damit faktisch Geschichte. Man fragt sich unwillkürlich: Was hat Ottawa sich dabei gedacht?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Chinesische Elektroautos kosten im Durchschnitt rund 20 Prozent weniger als vergleichbare europäische Modelle. Dieser Preisvorteil resultiert nicht etwa aus überlegener Ingenieurskunst, sondern aus massiven staatlichen Subventionen, günstigem Zugang zu Rohstoffen und Arbeitskosten, die westliche Standards unterbieten.

Europa zwischen Zöllen und Mindestpreisen

Die Europäische Union reagiert auf die chinesische Offensive mit einer Mischung aus Entschlossenheit und Zaudern. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnte zwar eindringlich vor einem „Überschwemmen des Marktes mit massiv subventionierten Elektroautos", doch die tatsächlichen Maßnahmen bleiben hinter der Rhetorik zurück.

Die 2024 eingeführten Zölle zwischen 7,8 und 35,3 Prozent auf in China produzierte Modelle konnten das Wachstum lediglich bremsen, nicht stoppen. Der Anteil chinesischer Elektrofahrzeuge an den EU-Neuzulassungen stieg im ersten Halbjahr 2025 auf sechs Prozent. Das Beratungsunternehmen AlixPartners prognostiziert einen Anstieg auf etwa zehn Prozent bis 2030.

„Chinas rapide steigende Exporte billiger Elektrofahrzeuge und die wachsenden Überkapazitäten stellen eine Bedrohung dar."

So warnt der Wissenschaftliche Dienst des Europäischen Parlaments in einem Bericht vom November 2024. Eine Bedrohung, der man offenbar nur halbherzig begegnen möchte.

Deutsche Autobauer unter massivem Druck

Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind bereits spürbar. Ford und Volkswagen kündigten an, ihre Belegschaften in Europa zu verkleinern. Sie verweisen dabei auf den Preisdruck durch die subventionierte chinesische Konkurrenz sowie auf eine insgesamt schwächere Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Deutschland, einst stolzer Weltmarktführer im Automobilbau, droht zum Verlierer dieser Entwicklung zu werden.

Besonders dramatisch zeigt sich die Verschiebung der Machtverhältnisse bei den Verkaufszahlen: Während die Zulassungen des chinesischen Herstellers BYD im Dezember um 229 Prozent stiegen, sanken jene von Tesla um 20 Prozent. Der einstige Elektropionier wurde vom chinesischen Marktführer überholt.

Südamerika als neues Schlachtfeld

Auch in Südamerika expandieren chinesische Elektroautohersteller mit beunruhigender Geschwindigkeit. Argentinien genehmigte für 2026 die zollfreie Einfuhr von bis zu 50.000 Elektro- und Hybridfahrzeugen. In Brasilien stammen mittlerweile mehr als 80 Prozent der verkauften Elektrofahrzeuge aus China.

Gewerkschaftsvertreter schlagen Alarm. Aroaldo da Silva, Präsident des Gewerkschaftsbündnisses IndustriALL Brasil, kritisierte, dass viele Länder ihre Märkte inzwischen für chinesische Elektroautos geschlossen hätten, Brasilien jedoch nicht. China habe diese Öffnung gezielt ausgenutzt.

Die strategische Dimension

Was wir hier beobachten, ist weit mehr als ein gewöhnlicher Handelswettbewerb. Es handelt sich um eine systematische Strategie Pekings, westliche Schlüsselindustrien zu unterminieren und globale Abhängigkeiten zu schaffen. Die Überkapazitäten auf dem chinesischen Binnenmarkt werden durch aggressive Exportoffensiven abgebaut, während westliche Hersteller um ihre Existenz kämpfen.

Chinas Exporte von Elektrofahrzeugen stiegen 2025 gegenüber dem Vorjahr um 100 Prozent. Für 2026 erwarten Ökonomen der Deutschen Bank ein weiteres Plus von 13 Prozent. Die wichtigsten Absatzmärkte liegen in Europa, Südamerika, Russland und Südostasien.

Was bleibt zu tun?

Die westlichen Demokratien stehen vor einer grundsätzlichen Entscheidung: Entweder sie verteidigen ihre industrielle Basis mit entschlossenen Maßnahmen, oder sie akzeptieren eine schleichende Deindustrialisierung zugunsten billiger Importe. Die bisherige Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners hat sich als unzureichend erwiesen.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Verwerfungen gewinnen stabile Wertanlagen zunehmend an Bedeutung. Während Aktienmärkte und Industriezweige den Launen internationaler Handelskonflikte ausgesetzt sind, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine bewährte Möglichkeit zur Vermögenssicherung. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio können sie helfen, die Risiken volatiler Märkte abzufedern.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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