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29.04.2026
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Die Wette des "Big Short"-Stars: Michael Burry sieht Chip-Blase platzen

Die Wette des "Big Short"-Stars: Michael Burry sieht Chip-Blase platzen

Wer Michael Burry kennt, der weiß: Wenn dieser Mann sich gegen den Markt stellt, dann sollten Anleger genau hinhören. Der legendäre Investor, der seinerzeit als einer der wenigen die Subprime-Blase am US-Immobilienmarkt durchschaute und mit seinen Wetten gegen Wall Street zur Filmlegende ("The Big Short") wurde, hat sein nächstes Ziel ins Visier genommen: die hochgejazzten Chip-Aktien. Burry kauft Put-Optionen, die auf einen kräftigen Absturz des iShares Semiconductor ETF (SOXX) setzen. Eine Wette, die in der aktuellen Euphorie des Marktes wie ein Donnerschlag wirkt.

Eine Rally jenseits aller Vernunft?

In gerade einmal 18 Handelstagen schossen Halbleiteraktien um sagenhafte 47 Prozent in die Höhe. Der Nasdaq-100 erlebt seinen besten Monat seit 2020. Auslöser war die Spekulation, das Schlimmste im Nahost-Konflikt sei überstanden. Doch genau diese Geschwindigkeit, mit der die Marktführer davongezogen sind, lässt die Alarmglocken bei erfahrenen Investoren schrillen. Burry selbst formulierte es in seinem Newsletter unmissverständlich: Der Philadelphia Semiconductor Index werde wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren. Was momentan ablaufe, sei rein technisch getrieben – und alte Halbleiter-Insider wüssten das ebenfalls.

Wenn die breite Masse fehlt, wird es brenzlig

Ein genauerer Blick unter die schillernde Oberfläche offenbart ein beunruhigendes Bild. Während die Schwergewichte aus dem Tech-Sektor neue Rekordstände markieren, hinkt der Rest des Marktes erheblich hinterher. Eine gleichgewichtete Variante des S&P 500 fiel an fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen und liegt 1,5 Prozent unter ihrem Februar-Hoch. Lediglich 55 Prozent der Aktien im S&P 500 notieren über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Das ist kein gesunder Bullenmarkt – das ist ein wackeliger Hochhausturm, der von wenigen Mega-Caps gehalten wird.

Chris Verrone von Strategas Securities spricht von einem "Melt-up"-Gefühl, also einer überhitzten Aufwärtsspirale, die durch reine Kursjagd statt durch Fundamentaldaten getrieben werde. Julian Emanuel, Chefstratege bei Evercore ISI, pflichtet bei: Die Stärke der Tech-Riesen ermutige zu hochspekulativem Verhalten. Mit rund acht Billionen Dollar in Geldmarktfonds, die an der Seitenlinie auf ihren Einsatz warten, hätten Anleger jegliche Mittel, sich kopfüber in das Spekulationsfieber zu stürzen.

Konzentrationsrisiko auf historischem Niveau

Ein Detail, das aufhorchen lässt: Chip-Aktien machen mittlerweile 17 Prozent des S&P 500 aus. Erst zum vierten Mal seit 1990 überschreitet eine einzelne Branchengruppe die 15-Prozent-Marke. Die Geschichte lehrt, dass solche Konzentrationen selten gut enden. Wer sich an die Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende erinnert, der weiß, was passiert, wenn die Begeisterung der Massen sich auf einen einzigen Sektor konzentriert. Damals waren es Internet-Aktien, heute sind es KI-getriebene Halbleiter. Die Muster ähneln sich auf eine fast schon erschreckende Weise.

Erste Risse im KI-Narrativ

Bezeichnenderweise tauchten zuletzt erste ernsthafte Zweifel auf. Ein Bericht des Wall Street Journal ließ aufhorchen: OpenAI habe seine Umsatzziele und Nutzerprognosen verfehlt. Sofort gerieten zahlreiche Aktien unter Druck. Der Nasdaq 100, der inzwischen 19 Prozent über seinem März-Tief notiert, fiel um 1,1 Prozent. Die Frage, ob sich die astronomischen Investitionen in künstliche Intelligenz tatsächlich auszahlen werden, ist plötzlich nicht mehr theoretischer Natur, sondern brandheiß.

Stefano Pascale von Barclays brachte es auf den Punkt: Als der Waffenstillstand im Nahen Osten verkündet wurde, hätten viele Anleger panisch Kursgewinne hinterhergejagt – insbesondere bei KI-bezogenen Titeln. Doch die systematischen Investoren seien nicht länger untergewichtet, die Bewertungen hätten sich erholt, und das Aufwärtsmomentum dürfte nachlassen. Mit anderen Worten: Die technische Unterstützung, die diese Rally angefeuert hat, ist weitgehend ausgeschöpft.

Was lehrt uns das?

Wenn ein Mann wie Michael Burry seine Karten auf den Tisch legt und gegen den heißesten Sektor der Wall Street wettet, dann ist das mehr als nur eine Randnotiz. Es ist eine Mahnung an alle, die im Rausch der Tech-Euphorie ihr hart erspartes Geld in den Markt werfen. Geschichte wiederholt sich nicht eins zu eins, aber sie reimt sich – und der Reim klingt aktuell verdächtig nach 1999, nach 2007. Wer in solchen Phasen blind der Herde folgt, läuft Gefahr, am Ende der gemolkene zu sein.

Gerade in einem Umfeld, in dem geopolitische Risiken (Iran-Krieg, hohe Ölpreise), ein Wechsel an der Spitze der Federal Reserve und überdehnte Bewertungen zusammenkommen, lohnt sich der Blick auf bewährte Werte. Während Spekulanten in luftigen Höhen tanzen, hat sich physisches Gold und Silber seit Jahrtausenden als verlässlicher Vermögensspeicher bewährt. Eine sinnvolle Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit diversifiziertes Portfolio kann gerade dann ihre Schutzfunktion entfalten, wenn die Tech-Blase eines Tages mit einem lauten Knall implodieren sollte.

Haftungsausschluss

Die in diesem Artikel dargestellten Inhalte stellen ausdrücklich keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Finanzberatung und sprechen keine konkreten Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig umfassende Recherchen anzustellen und gegebenenfalls einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Anlageentscheidungen erfolgen ausschließlich auf eigenes Risiko. Die in diesem Beitrag wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen.

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