
Europas Staatschefs formieren sich gegen Trumps Grönland-Ambitionen

Was sich derzeit auf der weltpolitischen Bühne abspielt, gleicht einem diplomatischen Erdbeben. Acht der mächtigsten europäischen Regierungschefs haben sich in einer beispiellosen Aktion zusammengeschlossen, um die dänische Autonomieregion Grönland gegen die immer aggressiver werdenden Annexionsdrohungen aus Washington zu verteidigen. Der amerikanische Präsident Donald Trump macht keinen Hehl daraus: Die USA "brauchen" Grönland – koste es, was es wolle.
Eine seltene Einigkeit in turbulenten Zeiten
Die Liste der Unterzeichner liest sich wie das Who's Who der europäischen Politik: Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz, Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez, der britische Premierminister Keir Starmer, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Polens Donald Tusk. Unterstützung erhielten sie zudem von den Niederlanden, Griechenland, Luxemburg und Slowenien.
In ihrer gemeinsamen Erklärung betonten die Staatschefs unmissverständlich:
"Die Sicherheit in der Arktis muss kollektiv gewährleistet werden, in Zusammenarbeit mit NATO-Verbündeten einschließlich der Vereinigten Staaten, unter Wahrung der Prinzipien der UN-Charta – einschließlich Souveränität, territorialer Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen."
Trumps provokante Rhetorik spaltet das Bündnis
Die Reaktion der Europäer kommt nicht von ungefähr. Stephen Miller, stellvertretender Stabschef im Weißen Haus, hatte Kopenhagens Anspruch auf das Territorium öffentlich in Frage gestellt – und sich geweigert zu klären, ob die USA notfalls auch militärische Gewalt einsetzen würden. Trump selbst verspottete Dänemarks Verteidigungsbemühungen mit den Worten: "Sie haben einen Hundeschlitten hinzugefügt."
Solche Äußerungen mögen in Washington als markige Sprüche durchgehen. In Europa jedoch lösen sie blankes Entsetzen aus. Denn was hier auf dem Spiel steht, ist nichts Geringeres als die Grundfesten der westlichen Allianz. Ministerpräsidentin Frederiksen warnte eindringlich: Eine US-Invasion Grönlands würde das Ende der NATO bedeuten.
Grönlands strategische Bedeutung
Die rohstoffreiche Arktisinsel ist längst zum Spielball geopolitischer Interessen geworden. Seltene Erden, Öl, Gas und strategische Militärpositionen machen das Territorium zu einem begehrten Objekt. Dass Trump ausgerechnet einen NATO-Verbündeten ins Visier nimmt, offenbart die erschreckende Erosion transatlantischer Werte unter seiner Führung.
Belgiens Premierminister Bart De Wever brachte es auf den Punkt: "Der Westen ist am stärksten, wenn er geeint zusammensteht und zusammenarbeitet – nicht wenn er sich selbst spaltet."
Diplomatische Krisengespräche angelaufen
Grönlands Regierung hat inzwischen ein dringendes Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio beantragt, um die "bedeutsamen Äußerungen" über die arktische Nation zu erörtern. Parallel dazu traf sich Frederiksen mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney, um die Sicherheitslage in der Arktis zu besprechen.
Die europäischen Staats- und Regierungschefs stellten in ihrer Erklärung unmissverständlich klar: "Grönland gehört seinem Volk. Es obliegt Dänemark und Grönland, und nur ihnen, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen."
Man fragt sich unweigerlich: Wie weit ist es mit dem transatlantischen Bündnis gekommen, wenn europäische Verbündete sich gegen Übergriffe des eigenen Schutzmachtpartners zur Wehr setzen müssen? Die Ironie der Geschichte will es, dass diese Erklärung veröffentlicht wurde, während rund 40 Staats- und Regierungschefs in Paris zusammenkamen, um über ein Ende des Ukraine-Krieges zu beraten. Während Europa versucht, russische Aggression einzudämmen, droht aus Washington eine ganz andere Art der Destabilisierung.
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