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Kettner Edelmetalle
23.08.2026
18:46 Uhr
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„Flachzangen“: Weidel zerlegt im ZDF die Regierung Merz

„Flachzangen“: Weidel zerlegt im ZDF die Regierung Merz
Symbolbild: KI-generiert

Es war der wohl kantigste Auftritt dieses politischen Sommers: Im ZDF-„Sommerinterview“ hat AfD-Chefin Alice Weidel am Sonntagabend Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil frontal attackiert. Deutschland werde „kaputt gemacht“, sagte sie. Und legte nach: „Entweder Sie können es nicht, oder es ist Vorsatz.“

Aufgezeichnet wurde das Gespräch Medienberichten zufolge nicht in Berlin, sondern in Wien – geführt von ZDF-Moderator Wulf Schmiese. Rund zwanzig Minuten Schlagabtausch, wenige Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Ein Wort, das hängen bleibt

Weidels Kritik an der Regierung gipfelte in einem Begriff, der binnen Stunden durch alle Redaktionen lief. Sie wolle nicht länger „angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen“, so die AfD-Vorsitzende laut ZDF.

Politischer Stil? Sicher nicht. Aber der Ton trifft eine Stimmung, die sich in Umfragen längst niederschlägt. Laut den gängigen Instituten liegt die AfD bundesweit derzeit bei rund 27 bis 28 Prozent – die Union bei etwa 20 bis 21 Prozent. Zur Erinnerung: Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 kam die AfD auf 20,8 Prozent.

Brandmauer, Euro, Schengen – die drei Bruchlinien

Die von der Union gepflegte Abgrenzung nannte Weidel „das Undemokratischste, was es gibt“. Leidtragende sei vor allem die CDU – die werde daran zerbrechen und „keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen“. Zur Zusammenarbeit sei sie grundsätzlich bereit: „Ich bin bereit mit jedem zu arbeiten, solange er fähig ist.“

Beim Euro blieb sie beim harten Kurs ihrer Partei. Die Gemeinschaftswährung sei instabil und gehe mit Vermögensverlusten für die „normale Bevölkerung“ einher. Ihr Satz: „Deutschland ging es deutlich besser vor der Euro-Einführung.“

Auch das Schengen-Abkommen stellte sie zur Disposition. Um irreguläre Migration zu stoppen, müsse Deutschland die Grenzen kontrollieren – notfalls durch einen Austritt. Alle Syrer sollten zurückkehren, sobald die Voraussetzungen dafür geschaffen seien.

Wo die Antworten dünn wurden

Doch das Interview offenbarte auch Lücken. Auf die Frage nach Rücknahmeabkommen mit Syrien oder Afghanistan blieb Weidel konkrete Antworten schuldig; sie verwies auf „Prävention“ und geschlossene Grenzen.

Ähnlich beim Thema Autoindustrie: Sie lehnte das Verbrenner-Aus und staatliche E-Auto-Förderung ab, setzte auf „Markt- und Technologieoffenheit“ – ein Konzept, wie deutsche Hersteller verlorene Marktanteile in China zurückholen könnten, legte sie nicht vor.

Fairerweise: Kaum ein Sommerinterview dieser Republik liefert Detailkonzepte. Bemerkenswert bleibt, dass diese Maßstäbe je nach Gast unterschiedlich streng angelegt werden – ein Vorwurf, den Kritiker dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk seit Jahren machen.

Was Anleger daraus lesen könnten

Jenseits der Rhetorik steht eine unbequeme Frage im Raum: Wie stabil ist das Fundament, auf dem deutsche Ersparnisse liegen? Rekordschulden, ein 500-Milliarden-Sondervermögen, Debatten über mögliche Rating-Abstufungen – all das ist Realität, unabhängig davon, wer im ZDF sitzt.

Wer Vermögen über politische Zyklen hinweg sichern will, kommt an Sachwerten schwer vorbei. Physisches Gold und Silber kennen keine Wahlperioden, keine Koalitionsverträge und keine Notenbanksitzungen – sie sind seit Jahrtausenden schlicht das, was sie sind.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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