
Grenzkontrollen unter Dobrindt: Schöngefärbte Erfolgsmeldungen verschleiern die bittere Realität
Die Jubelgesänge aus dem Bundesinnenministerium klingen verheißungsvoll: 11.900 Zurückweisungen an deutschen Grenzen seit Mai 2025 – ein vermeintlicher Triumph der neuen Grenzpolitik unter Alexander Dobrindt. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt hinter der Fassade der Erfolgsmeldungen eine ernüchternde Wahrheit, die Fragen nach der tatsächlichen Wirksamkeit dieser Maßnahmen aufwirft.
Die Mogelpackung der Statistik
Von den stolz präsentierten 11.900 Zurückweisungen entpuppen sich gerade einmal 660 als Personen mit Asylgesuch – ein verschwindend geringer Anteil von etwa 5,5 Prozent. Diese Zahl wirkt wie ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man bedenkt, dass allein im Juni 2025 rund 7.000 neue Asylanträge beim BAMF eingingen. Die große Mehrheit der Zurückgewiesenen hätte auch unter den von Nancy Faeser eingeführten Regelungen abgelehnt werden können – sie verfügten schlicht über keine gültigen Papiere oder standen unter Einreiseverbot.
Was Dobrindt als revolutionäre Neuerung verkauft, ist in Wahrheit nur eine marginale Verschärfung bestehender Praktiken. Die eigentliche Innovation – die Zurückweisung von Asylsuchenden aus sicheren Drittstaaten – macht nur einen Bruchteil der Gesamtzahlen aus. Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier mit großen Zahlen jongliert wird, um von der bescheidenen Realität abzulenken.
Das Erbe der Merkel-Jahre wirkt fort
Die aktuelle Misere ist das direkte Resultat der fatalen Entscheidung von 2015, als Angela Merkel die Dublin-Regelungen faktisch außer Kraft setzte. Diese Regelungen, die vorsehen, dass Asylverfahren im EU-Ersteinreiseland durchgeführt werden müssen, waren ein funktionierender Schutzmechanismus. Ihre Aussetzung öffnete die Schleusen für eine unkontrollierte Massenmigration, deren Folgen Deutschland bis heute nicht in den Griff bekommt.
Dobrindt versucht nun, diesen historischen Fehler zu korrigieren – doch die Büchse der Pandora lässt sich nicht so einfach wieder schließen. Die Migrationsindustrie hat sich längst auf die deutschen Gegebenheiten eingestellt, die Routen sind etabliert, die Netzwerke funktionieren. Was einmal zerstört wurde, lässt sich nicht mit ein paar zusätzlichen Grenzbeamten wiederherstellen.
Die unbequeme Wahrheit hinter den Zahlen
Besonders aufschlussreich ist das Verhältnis zwischen Zurückweisungen und illegalen Einreisen. Zwischen Mai und Juli 2025 standen 9.506 Zurückweisungen sage und schreibe 12.445 registrierte illegale Einreisen gegenüber. Das bedeutet: Trotz aller Kontrollen schaffen es mehr Menschen illegal ins Land, als an der Grenze abgewiesen werden. Von einer effektiven Grenzsicherung kann keine Rede sein.
Die monatlichen Zahlen illegaler Einreisen bewegen sich weiterhin im vierstelligen Bereich – im Mai waren es 5.801, im Juni 5.657 und im Juli 5.154. Das sind zwar weniger als im Vorjahr, aber immer noch erschreckend hohe Werte für ein Land, das vorgibt, seine Grenzen zu kontrollieren. Die deutsche Grenze gleicht einem Schweizer Käse – voller Löcher, durch die weiterhin Tausende unkontrolliert einströmen.
Die Abschreckung als Strohhalm der Hoffnung
Dobrindt und seine Unterstützer klammern sich an die Hoffnung, dass die verschärften Kontrollen eine abschreckende Wirkung entfalten könnten. Tatsächlich ging die Zahl der Asylanträge im ersten Halbjahr 2025 auf 61.300 zurück – im Vorjahreszeitraum waren es noch 121.426. Doch ob dies tatsächlich auf die Grenzkontrollen zurückzuführen ist oder andere Faktoren eine Rolle spielen, bleibt unklar.
Die Erfahrung lehrt uns, dass sich Migrationsströme wie Wasser verhalten – sie suchen sich immer den Weg des geringsten Widerstands. Werden die deutschen Grenzen etwas dichter, weichen die Schleuser auf andere Routen aus oder entwickeln neue Strategien. Die grundsätzliche Anziehungskraft Deutschlands mit seinem großzügigen Sozialsystem bleibt ungebrochen.
Ein Tropfen auf den heißen Stein
Die ernüchternde Bilanz nach den ersten Monaten zeigt: Die Grenzkontrollen sind bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie mögen die Statistik etwas aufhübschen und dem Innenminister Gelegenheit für Erfolgsmeldungen geben, aber an der grundsätzlichen Problematik ändern sie wenig. Deutschland bleibt ein Magnet für illegale Migration, und die Politik scheint weder willens noch in der Lage, dies grundlegend zu ändern.
Was es bräuchte, wäre eine komplette Kehrtwende in der Migrationspolitik: konsequente Abschiebungen, die Streichung falscher Anreize, bilaterale Abkommen zur Rückführung und vor allem der politische Wille, unpopuläre aber notwendige Entscheidungen zu treffen. Stattdessen bekommen wir Symbolpolitik serviert, garniert mit geschönten Zahlen und hohlen Phrasen.
Die deutsche Bevölkerung hat längst erkannt, dass die unkontrollierte Zuwanderung zu einer dramatischen Zunahme der Kriminalität geführt hat. Messerattacken, Vergewaltigungen und andere Gewaltverbrechen durch Migranten sind zur traurigen Normalität geworden. Es ist höchste Zeit für Politiker, die wieder für Deutschland und nicht gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung regieren. Diese Meinung teilt mittlerweile ein Großteil des deutschen Volkes, das sich von der etablierten Politik im Stich gelassen fühlt.
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