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Kettner Edelmetalle
24.08.2026
11:40 Uhr
KI-generiert

Hackerangriff auf Berlin: Ausschuss tagt plötzlich hinter verschlossenen Türen

Hackerangriff auf Berlin: Ausschuss tagt plötzlich hinter verschlossenen Türen
Symbolbild: KI-generiert

Als es am Montag im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses konkret werden sollte, ging das Licht der Öffentlichkeit aus: Journalisten und Zuhörer mussten den Saal verlassen, der Livestream wurde gestoppt. Verhandelt wurde der mutmaßliche Cyberangriff auf das IT-Netz des Landes Berlin, entdeckt am 14. August. Was die Angreifer tatsächlich attackiert haben, bleibt damit vorerst Verschlusssache.

Zwei Senatsverwaltungen tagelang im Offline-Modus

Digitalisierungs-Staatssekretär Florian Hauer erklärte vor dem Ausschuss, die beiden betroffenen Senatsverwaltungen – Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz – seien seit dem Wochenende wieder am Netz, allerdings unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen.

Am Abend des 14. August waren beide Häuser vorsorglich vom Landesnetz abgeklemmt worden. Seitdem würden Systeme gescannt und forensisch untersucht, ein Notfallstab tage täglich. Ob weitere Bereiche betroffen seien, werde laut Hauer weiterhin „in der Breite untersucht“.

„Akute Gefahrenabwehr“ – und strukturelle Defizite

Entwarnung? Fehlanzeige. Hauer zeigte sich nach eigenen Worten erstaunt über die Größe des Berliner Landesnetzes, an das nicht nur die Landesverwaltung, sondern auch Landesbehörden und die Bezirke angeschlossen seien.

Wir befinden uns noch in der Phase der akuten Gefahrenabwehr und des Krisenmanagements.

Eine Ursachenanalyse solle folgen. Schon heute aber, so der Staatssekretär, lasse sich sagen, dass es strukturelle Defizite gebe. Sensible Daten seien „Stand heute“ nicht abgeflossen; betroffen seien lediglich ohnehin frei zugängliche Geodaten. Ein Befund unter Vorbehalt – die Untersuchungen dauern nach Angaben der Senatskanzlei noch Wochen an.

Wohngeld, Bildungspaket, Briefwahl: Der Bürger zahlt die Zeche

Die Folgen trafen ausgerechnet jene, die auf die Verwaltung angewiesen sind. Ausgefallen waren unter anderem:

  • die Auszahlung von Wohngeld – Medienberichten zufolge warten über 50.000 Haushalte
  • Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket
  • der Abruf von Briefwahlunterlagen

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) betonte, das Briefwahlportal sei nur einen Tag nicht erreichbar gewesen; bis zum Wochenende seien bereits 21.000 Anträge eingegangen. Auswirkungen auf die Wahl am 20. September gebe es nicht, anfechtbar sei sie ebenfalls nicht, weil es mehrere Wege zu den Unterlagen gebe. Die Grünen-Abgeordnete Gollaleh Ahmadi widersprach: Auch am Folgetag sei das Portal nicht erreichbar gewesen. Sie erinnerte zudem daran, dass der Senat vor genau einem Jahr ein Cybersicherheitspapier beschlossen habe.

1,2 Millionen Angriffe – pro Monat

Die Dimension der Bedrohung ist gewaltig: Nach Angaben Hauers wurden bereits im Jahr 2022 monatlich rund 1,2 Millionen Cyberattacken auf das Netz der Berliner Verwaltung abgewehrt. Den überwiegenden Teil bekomme man in den Griff – aber eben nicht jeden.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart der Fall ein Muster, das viele Bürger längst kennen: Papiere werden beschlossen, Digitalisierungsversprechen gegeben – und wenn es ernst wird, tagt der Ausschuss hinter verschlossenen Türen. Wer Milliarden in Sondervermögen schiebt, sollte zuerst dafür sorgen, dass Wohngeld pünktlich ankommt.

Was das für die Vorsorge bedeutet

Der Vorfall führt vor Augen, wie verletzlich vollständig digitalisierte Strukturen sind. Wer sein Vermögen breit aufstellt, hält deshalb traditionell auch krisenfeste, physisch verfügbare Werte wie Gold und Silber als Beimischung – unabhängig davon, ob ein Server gerade läuft oder nicht.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren, und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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