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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
19:51 Uhr

Indien kauft mehr Gold als Aktien – und die Zentralbanken horten weiter

Indien kauft mehr Gold als Aktien – und die Zentralbanken horten weiter

Was sich da im Januar 2025 auf den globalen Edelmetallmärkten abspielte, gleicht einem Lehrstück über die Nervosität unserer Zeit – und über die zeitlose Anziehungskraft des Goldes. Während spekulative Kräfte zunächst einen dramatischen Ausverkauf erzwangen, kehrten die Bullen mit einer Entschlossenheit zurück, die selbst hartgesottene Marktbeobachter überraschte. Und mittendrin: Indische Privatanleger, die erstmals mehr Geld in Gold-ETFs als in Aktienfonds pumpten.

Der große Ausverkauf – und seine schnelle Korrektur

Ende Januar erlebten die Edelmetallmärkte einen Schock. Silber verzeichnete seinen größten Tagesverlust seit Beginn der Aufzeichnungen, Gold stürzte so heftig ab wie zuletzt 2013. Auslöser war unter anderem die Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzendem durch Präsident Trump, die einen Kursrückgang von 11,4 Prozent nach sich zog. Professionelle Fondsmanager warfen Gold-Futures im Rekordvolumen von 13,7 Milliarden Dollar auf den Markt – der höchste Wert seit einem Jahrzehnt.

Doch wer glaubte, das gelbe Metall sei am Ende, wurde eines Besseren belehrt. Kaum schwächelte der Dollar, kehrten die Käufer zurück. Zwischen dem 5. und 9. Februar legte Gold um 3,9 Prozent zu, befeuert durch Signale der US-Regierung über einen bevorstehenden schwachen Arbeitsmarktbericht sowie durch Berichte, wonach chinesische Regulierungsbehörden ihren Institutionen geraten hätten, Bestände an US-Staatsanleihen zu reduzieren. Ein bemerkenswertes Signal – und eines, das die tektonischen Verschiebungen im globalen Finanzsystem eindrucksvoll illustriert.

Indien: Gold schlägt Aktien

Die vielleicht bemerkenswerteste Entwicklung spielte sich jedoch auf dem Subkontinent ab. Indische Anleger investierten im Januar netto 240,4 Milliarden Rupien – umgerechnet rund 2,65 Milliarden Dollar – in Gold-ETFs. Das übertraf die Zuflüsse in Aktienfonds, die bei 240,3 Milliarden Rupien lagen. Ein historischer Moment, der die wachsende Skepsis gegenüber den Aktienmärkten und das ungebrochene Vertrauen in physisches Gold widerspiegelt.

Die Gründe liegen auf der Hand: Ein enttäuschendes Aktienjahr, gepaart mit glänzenden Goldrenditen, habe die Anleger zum Umdenken bewogen, so Marktbeobachter. Die Nachfrage nach Gold als Investition dürfte mindestens so lange robust bleiben, bis sich die makroökonomische Lage kläre. Angesichts der aktuellen Weltlage – Trumps Zollpolitik, der schwelende Ukraine-Krieg, die Eskalation im Nahen Osten – könnte diese Klarheit noch lange auf sich warten lassen.

Zentralbanken als unerschütterliche Goldkäufer

Während Privatanleger und Fondsmanager zwischen Panik und Euphorie schwanken, bleiben die Zentralbanken ihrer Linie treu. Die chinesische Notenbank kaufte im Januar den fünfzehnten Monat in Folge Gold. Kasachstan erwarb im vergangenen Jahr 66 Tonnen des Edelmetalls und stieg damit zum zweitgrößten staatlichen Goldkäufer weltweit auf – die Gesamtreserven des zentralasiatischen Landes belaufen sich nun auf stolze 345 Tonnen.

Diese Entwicklung ist kein Zufall. Sie ist Ausdruck eines fundamentalen Misstrauens gegenüber dem Dollar-dominierten Finanzsystem, das sich in den vergangenen Jahren stetig verstärkt hat. Wenn selbst Staaten, die traditionell auf US-Staatsanleihen setzten, ihre Goldbestände massiv aufstocken, sollte das jedem Anleger zu denken geben.

Langfristige Investoren setzen auf Gold-Optionen

Besonders aufschlussreich ist die Beobachtung, dass professionelle Investoren verstärkt langfristige Kaufoptionen auf Gold erwerben. Während die kurzfristige implizite Volatilität nach dem Ausverkauf zurückging, blieb die einjährige Volatilität nahe ihrer lokalen Höchststände. Das deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger sich für einen weiteren, nachhaltigen Goldpreisanstieg positionieren – nicht für kurzfristige Spekulationsgewinne, sondern für eine fundamentale Neubewertung des Edelmetalls.

„Wir glauben, dass die Sorgen übertrieben sind und dass die Gold-Rally wieder aufgenommen wird", erklärte der globale Investmentchef der UBS-Vermögensverwaltung in einer aktuellen Analyse.

Auch andere Großbanken teilen diese Einschätzung. Die Faktoren, die den mehrjährigen Aufwärtstrend stützen – geopolitische Risiken, massive Zentralbankkäufe und sinkende Realzinsen – seien nach wie vor intakt.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Die Botschaft könnte kaum deutlicher sein. In einer Welt, in der Regierungen – auch die deutsche – Schulden in historischem Ausmaß aufhäufen, in der das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Inflation weiter anheizen dürfte und in der geopolitische Konflikte eskalieren statt sich zu beruhigen, erweist sich Gold einmal mehr als das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative Wertspeicher. Während Aktienmärkte schwanken und Staatsanleihen an Vertrauen verlieren, bleibt physisches Gold der Anker in stürmischen Zeiten.

Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen. Gold und Silber bieten nicht nur Schutz vor Inflation und Währungsabwertung, sondern auch eine Absicherung gegen die zunehmenden systemischen Risiken unserer Zeit.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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