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25.08.2026
11:08 Uhr
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Insa-Umfrage: Rot-Rote Mehrheit – wenn nur Muslime wählen dürften

Insa-Umfrage: Rot-Rote Mehrheit – wenn nur Muslime wählen dürften
Symbolbild: KI-generiert

Eine neue Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa sorgt für Diskussionen: Würden am kommenden Sonntag ausschließlich Muslime in Deutschland über den Bundestag entscheiden, käme es zu einem völlig anderen Parlament als das, was die Sonntagsfrage derzeit abbildet. SPD und Linkspartei hätten zusammen eine Mehrheit. Veröffentlicht wurden die Zahlen am 25. August 2026.

26 Prozent SPD, 23 Prozent Linke – und die AfD bei elf

Laut der Insa-Umfrage würden 26 Prozent der befragten Muslime die Sozialdemokraten wählen, 23 Prozent die Linkspartei um Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano. Die Union läge mit 22 Prozent knapp dahinter.

Elf Prozent gaben die AfD an, acht Prozent die Grünen, sieben Prozent das BSW. Die FDP würde mit drei Prozent an der Sperrklausel scheitern. Kleinparteien, in Umfragen als „Sonstige“ geführt, erreichten in dieser Gruppe der Erhebung zufolge null Prozent.

Bemerkenswert ist der Abstand zur Gesamtbevölkerung. In der regulären Sonntagsfrage legt die AfD von Alice Weidel und Tino Chrupalla auf 29 Prozent zu (plus 0,5 Punkte). CDU und CSU verharren bei 20,5 Prozent, die Grünen klettern auf 13,5 Prozent, die SPD bleibt bei zwölf, die Linke fällt auf elf Prozent. FDP (4,5) und BSW (3) blieben außen vor.

Ein Muster, das nicht neu ist

Die Tendenz bestätigt frühere Befunde. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 kam die Linkspartei einer Wahltagsbefragung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF zufolge unter muslimischen Wählern auf 29 Prozent, die SPD auf 28, das BSW auf 16, die Union auf zwölf, die AfD auf sechs und die Grünen auf vier Prozent — bei einem Gesamtergebnis von 28,5 Prozent für die Union.

Interessant bleibt das schwache Abschneiden der Grünen. Ausgerechnet die Partei, die sich am lautesten als Anwalt einer offenen Einwanderungsgesellschaft versteht, punktet in dieser Wählergruppe kaum. Kritiker der grünen Gesellschaftspolitik sehen darin einen Hinweis darauf, dass Gender- und Lifestyle-Themen bei konservativ geprägten Milieus wenig verfangen.

Aus Sicht unserer Redaktion zeigt die Erhebung vor allem eines: Wahlverhalten ist kein Zufall, sondern folgt Lebenslagen, Milieus und politischen Angeboten. Wer über Einbürgerungsregeln entscheidet, entscheidet damit immer auch über künftige Machtverhältnisse — eine Debatte, die in Deutschland lange gemieden wurde.

Sachsen-Anhalt, Sperrklausel, Ohnmacht

Die Insa-Befragung lieferte weitere Ergebnisse:

  • 40 Prozent der Bundesbürger erwarten, dass sich Sachsen-Anhalt unter einer AfD-Landesregierung schlechter entwickeln würde, 27 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, 18 Prozent mit Stagnation. Unter Grünen-Anhängern liegt die Skepsis bei 68 Prozent, unter AfD-Wählern erwarten 75 Prozent das Gegenteil.
  • 27 Prozent glauben, ihre Stimme bewirke bei einer Bundestagswahl nichts; 60 Prozent sehen sehr wohl Einfluss. Am stärksten resigniert zeigen sich Anhänger von AfD und BSW (je 33 Prozent), am zuversichtlichsten die der Union (77 Prozent).
  • Rund die Hälfte will die Fünf-Prozent-Hürde behalten, etwa jeder Fünfte plädiert für drei Prozent, zehn Prozent für gar keine Sperrklausel.

Dass fast jeder Vierte den eigenen Stimmzettel für wirkungslos hält, ist der eigentliche Alarmwert dieser Umfrage. Denn wer nicht mehr glaubt, etwas verändern zu können, wendet sich irgendwann ganz ab — und das schwächt jede Demokratie.

Umfragen sind Momentaufnahmen mit statistischer Unsicherheit und keine Prognose künftiger Wahlergebnisse. Die Einordnungen in diesem Beitrag geben die Auffassung unserer Redaktion wieder.

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