Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
06.02.2026
20:28 Uhr

Italiens wirtschaftlicher Niedergang: Warum Giorgia Meloni die Erwartungen nicht erfüllt

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni galt einst als Hoffnungsträgerin der europäischen Rechten. Doch ein nüchterner Blick auf die wirtschaftlichen Kennzahlen des Landes offenbart eine ernüchternde Realität: Italien steckt tief in der Krise, und die 68. Regierung seit 1946 hat daran wenig geändert. Ein Jahr vor den nächsten Wahlen mehren sich die kritischen Stimmen – und die Premierministerin sucht die Schuldigen bezeichnenderweise nicht im eigenen Land, sondern in Berlin und Brüssel.

Reallohnverluste wie in keinem anderen OECD-Land

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Die realen Tariflöhne lagen im September 2025 noch immer rund neun Prozent unter dem Niveau von Anfang 2021. Laut OECD handelt es sich dabei um den stärksten Rückgang aller großen Industrieländer. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst, während die Regierung mit protektionistischen Maßnahmen und einer Neidpolitik reagiert, die man sonst eher von linken Parteien kennt.

Besonders bezeichnend ist die 40-prozentige Sondersteuer auf vermeintlich überhöhte Gewinne von Banken und Versicherungen aus dem Jahr 2023. Nun plant Rom sogar, Investitionen in Maschinen aus einheimischer Produktion steuerlich zu begünstigen – ein Schritt, der die Schweizer Maschinenindustrie mit ihren jährlichen Exporten von rund einer Milliarde Euro nach Italien empfindlich treffen würde.

Der EU-Geldsegen hat Meloni mundtot gemacht

Was viele Beobachter irritiert: Die einst so scharfzüngige EU-Kritikerin Meloni ist auffallend still geworden. Der Grund liegt auf der Hand – Italien hat rund 140 Milliarden Euro aus dem Covid-Wiederaufbaufonds erhalten, was etwa sechs Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Diese Milliardenspritzen haben die Regierungschefin zur Verbündeten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen werden lassen.

Ein Teil dieser Gelder diente lediglich dazu, das Haushaltsdefizit von acht auf drei Prozent zu drücken. Doch selbst damit liegen die Ausgaben noch immer sechs Prozent über den Einnahmen. Die Staatsverschuldung beträgt weiterhin bedrückende 137,8 Prozent des BIP, und mit 3.081 Milliarden Euro trägt Italien nach Frankreich den zweitgrößten Schuldenberg der EU. Hinzu kommen 358 Milliarden Euro Verbindlichkeiten gegenüber dem EU-Zahlungssystem Target 2.

Wachstumsprognosen bleiben düster

Die Wachstumsaussichten sind alles andere als rosig. Nach mageren 0,5 Prozent im Vorjahr prognostizieren OECD und IWF für das laufende Jahr lediglich 0,6 bis 0,7 Prozent Wachstum. Damit gehört Italien zu den Schlusslichtern unter den Mittelmeerländern der EU. Produktivitätsfördernde Reformen? Fehlanzeige. Eine echte Wirtschaftsstrategie für das überalternde Land? Nicht in Sicht.

Die Steuerbelastung liegt mit 42,8 Prozent des BIP deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 34 Prozent – und ist seit 2023 sogar um weitere 1,2 Prozentpunkte gestiegen. Die hohen Energiepreise, die laut italienischer Industriellenvereinigung 30 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegen, belasten die Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich.

Trumps Freundschaft bringt keine Vorteile

Meloni gilt als eine der wenigen EU-Politikerinnen, die auch von US-Präsident Donald Trump akzeptiert wird. Doch effektive Vorteile für Italien sind aus dieser Beziehung bislang nicht erwachsen. Die amerikanischen Zollerhöhungen treffen auch Rom, und bei kontroversen Vorstößen wie der militärischen Übernahme Grönlands geht Meloni ohnehin auf Distanz.

Im März steht ein entscheidendes Referendum zur Justizreform an. Eine Niederlage würde Melonis Position als unbestrittene Führungsfigur erheblich schwächen. Die Zeit läuft der Regierungschefin davon – und die Anbiederung an Brüssel könnte sich bei einer politischen Gegenreaktion als schwere Hypothek erweisen.

Das Fazit fällt ernüchternd aus: Stabilität allein reicht nicht, um ein Land aus der wirtschaftlichen Misere zu führen. Italien braucht mutige Reformen statt Protektionismus und Schuldzuweisungen an andere.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen