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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
19:51 Uhr

Jane Street: Klage wegen Insiderhandel enthüllt erschreckende Manipulation im Krypto-Markt

Was viele Beobachter der Kryptomärkte seit Jahren ahnten, findet nun seinen Weg vor ein New Yorker Bundesgericht: Der Hochfrequenzhandels-Gigant Jane Street wird wegen mutmaßlichen Insiderhandels verklagt, der den spektakulären Zusammenbruch von Terraform Labs im Jahr 2022 beschleunigt haben soll – jener Kollaps, der die gesamte Kryptowelt in eine brutale Eiszeit stürzte und Bitcoin unter die Marke von 20.000 Dollar drückte.

Ein 40-Milliarden-Dollar-Desaster mit Nachspiel

Todd Snyder, der gerichtlich bestellte Insolvenzverwalter von Terraform Labs, hat die Klage am Montag vor dem Bundesgericht in Manhattan eingereicht. Der Vorwurf wiegt schwer: Jane Street habe nicht-öffentliche Informationen genutzt, um dem Markt voraus zu handeln und so Hunderte Millionen Dollar an potenziellem Verlustrisiko „genau zum richtigen Zeitpunkt" abzubauen – nur Stunden bevor das Terraform-Ökosystem in sich zusammenfiel. Wer sich erinnert: Terraform implodierte, als der sogenannte Stablecoin TerraUSD seine Bindung an den US-Dollar verlor und den Schwester-Token Luna mit in den Abgrund riss. Eine Kettenreaktion, die letztlich auch zum Untergang der Kryptobörse FTX beitrug.

Die Ironie der Geschichte? Sam Bankman-Fried, der inzwischen zu einer langen Haftstrafe verurteilte FTX-Gründer, war einst Mitarbeiter bei Jane Street. Ebenso seine Partnerin Caroline Ellison. Manche behaupten, Bankman-Fried habe dort einige der raffiniertesten Krypto-Manipulationsschemata ersonnen, die bis heute im Einsatz seien.

„Bryce's Secret" – ein Gruppenchat als Informationskanal

Die Details der Klage lesen sich wie ein Wirtschaftskrimi. Ende 2018 hatte Jane Street begonnen, direkt mit Terraform zu handeln. Richtig in Fahrt kam die Sache jedoch erst im Februar 2022, als Jane Street einen gewissen Bryce Pratt – einen ehemaligen Praktikanten bei Terraform – losschickte, um Kontakte zu seinen früheren Kollegen aufzubauen. Pratt richtete einen Gruppenchat mit ehemaligen Terraform-Mitarbeitern ein, darunter ein Software-Ingenieur und der Leiter der Geschäftsentwicklung. Der Name des Chats? „Bryce's Secret". Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Hochfrequenzhändler mit Milliardenumsätzen betreibt einen geheimen Informationskanal, der so subtil benannt ist wie ein Kinderspiel.

Was als Gespräche über eine mögliche Investition von Jane Street in Terraform begann, wurde laut Klage systematisch in eine Hinterkanal-Quelle für vertrauliche Marktinformationen umfunktioniert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dann gezielt für gewinnmaximierende Trades eingesetzt worden sein.

Der entscheidende 7. Mai 2022

Am 7. Mai 2022 um 17:44 Uhr Ostküstenzeit zog Terraform 150 Millionen TerraUSD aus dem sogenannten Curve3pool ab – einem Liquiditätspool, in dem Stablecoins getauscht werden konnten. Diese Transaktion war zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich bekannt. Weniger als zehn Minuten später – man lese und staune – zog eine Krypto-Wallet, die Analysten Jane Street zuordnen, 85 Millionen TerraUSD aus demselben Pool ab. Zehn Minuten. Zufall? Die Klage sieht das anders.

Erst am nächsten Tag erklärte Terraform-Gründer Do Kwon öffentlich, die Abhebung sei für die Verlagerung in einen neuen Liquiditätspool bestimmt gewesen. Doch da hatte Jane Street seine Schäfchen längst ins Trockene gebracht. Die Trades hätten den Verkaufsdruck in einem kritischen Moment massiv verstärkt und so den Zusammenbruch beschleunigt, während Jane Street profitierte oder zumindest massive Verluste vermied.

Jump Trading ebenfalls im Visier

Damit nicht genug: Auch nach dem 7. Mai soll Jane Street weiter vertrauliche Informationen genutzt haben – unter anderem solche, die vom Handelshaus Jump Trading stammten. Am 9. Mai, als TerraUSD bereits seine Dollar-Bindung verloren hatte, aber noch nicht vollständig kollabiert war, organisierte Pratt eine Gruppennachricht mit Kwon und Jane-Street-Mitarbeitern. Man bekundete Interesse am Kauf von Bitcoin oder Luna-Token. Kwon verwies darauf, dass Bill DiSomma, Mitgründer von Jump Trading, sich bereits an Jane Street gewandt haben sollte, um eine Finanzierungsrunde für Terraform zu besprechen.

Die Klage gegen Jane Street ist Teil einer umfassenderen Offensive des Insolvenzverwalters. Bereits im Dezember 2025 hatte Snyder eine separate 4-Milliarden-Dollar-Klage gegen Jump Trading eingereicht – mit ähnlichen Vorwürfen der Marktmanipulation und des Eigenhandels auf Kosten argloser Anleger.

Jane Street nennt die Klage „verzweifelt"

Ein Sprecher von Jane Street bezeichnete die Klage gegenüber Medien als „verzweifelt" und als „transparenten Versuch, Geld herauszupressen". Ob diese Einschätzung vor Gericht Bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Die Faktenlage, die nun ans Licht kommt, dürfte jedenfalls für erhebliche Unruhe sorgen – nicht nur in der Kryptowelt, sondern im gesamten Finanzsektor.

Do Kwon, der Mitgründer von Terraform, wurde im Dezember zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Der zuständige New Yorker Richter nannte sein Verbrechen „einen Betrug von epischem, generationenübergreifendem Ausmaß". Terraform selbst meldete im Januar 2024 Insolvenz an.

Was Anleger aus dem Fall lernen sollten

Dieser Fall illustriert einmal mehr, wie fragil und manipulationsanfällig die Kryptomärkte nach wie vor sind. Während Kleinanleger auf faire Marktbedingungen vertrauen, operieren im Hintergrund milliardenschwere Akteure mit Informationsvorsprüngen, die den Durchschnittsbürger zum Spielball degradieren. Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet jene Institutionen, die als „Market Maker" für Liquidität und Stabilität sorgen sollen, im Verdacht stehen, das genaue Gegenteil bewirkt zu haben.

Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, sollte sich die Frage stellen, ob digitale Versprechen wirklich die Sicherheit bieten, die sie suggerieren – oder ob nicht physische Werte wie Gold und Silber, die seit Jahrtausenden als verlässliche Wertspeicher dienen, die klügere Wahl zur Vermögenssicherung darstellen. Edelmetalle kennen keine Algorithmen, keine geheimen Gruppenchats und keine Liquiditätspools, die über Nacht verdampfen können.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.

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