
Kahlschlag bei der Krebsvorsorge: Bundesregierung will Hautkrebsscreening zusammenstreichen

Was kommt als Nächstes? Sollen Bürger künftig auch ihre eigenen Röntgenbilder schießen? Die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sorgen für einen handfesten Eklat in der Gesundheitspolitik. Das bewährte Hautkrebsscreening, das Versicherten ab 35 Jahren bislang alle zwei Jahre als Kassenleistung zusteht, soll nach dem Willen der Ministerin drastisch eingeschränkt werden. Künftig sollen nur noch sogenannte Risikogruppen Anspruch auf diese Vorsorgeuntersuchung haben. Ein Schlag ins Gesicht für Millionen Deutsche, die auf Früherkennung vertrauen.
Schwesig geht auf Konfrontationskurs
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die geplanten Kürzungen in ungewöhnlich scharfer Form kritisiert. Gegenüber der „Bild am Sonntag" erklärte sie, die Streichung des Hautkrebsscreenings sei „völlig falsch". Die Früherkennung sei bei der Bekämpfung von Krebs entscheidend – man müsse Prävention stärken, nicht schwächen. Die Zahlen für Hautkrebs seien alarmierend.
Schwesig, die selbst eine schwere Brustkrebserkrankung überstanden hat, weiß aus eigener leidvoller Erfahrung, wovon sie spricht. Ihre Worte tragen daher ein besonderes Gewicht. Gleichwohl räumte sie ein, dass eine Gesundheitsreform grundsätzlich richtig sei – die Krankenkassenbeiträge könnten schließlich nicht endlos weiter steigen. Doch eine solche Reform müsse „gerecht und vernünftig" sein.
Sparen an der falschen Stelle
Man muss kein Mediziner sein, um zu erkennen, dass hier an der völlig falschen Stelle der Rotstift angesetzt wird. Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, die Fallzahlen steigen seit Jahren kontinuierlich an. Gerade die Früherkennung ist es, die Leben rettet und – nebenbei bemerkt – dem Gesundheitssystem langfristig enorme Kosten erspart. Wer heute am Screening spart, wird morgen die Rechnung für teure Krebstherapien präsentiert bekommen. Das ist keine Raketenwissenschaft, sondern schlichter Menschenverstand.
Doch genau dieser scheint in den Amtsstuben des Bundesgesundheitsministeriums Mangelware zu sein. Statt die explodierenden Verwaltungskosten im Gesundheitswesen anzugehen, statt die Bürokratie zu entschlacken, die Ärzte und Kliniken gleichermaßen erstickt, greift man lieber zur bequemsten aller Lösungen: Man streicht Leistungen für die Versicherten. Jene Versicherten wohlgemerkt, die Monat für Monat steigende Beiträge zahlen und dafür immer weniger Gegenleistung erhalten.
Die große Koalition und ihre Versprechen
Besonders bitter schmeckt diese Nachricht vor dem Hintergrund der vollmundigen Versprechen, mit denen die neue Große Koalition aus CDU/CSU und SPD angetreten ist. „Verantwortung für Deutschland" – so der Titel des Koalitionsvertrags. Verantwortung sieht anders aus. Friedrich Merz hatte den Bürgern versprochen, keine neuen Schulden zu machen, und gleichzeitig ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auf den Weg gebracht. Nun wird bei der Gesundheitsvorsorge gekürzt, während an anderer Stelle Milliarden verpulvert werden. Man fragt sich unwillkürlich: Für wen genau übernimmt diese Regierung eigentlich Verantwortung?
Die Bürger dieses Landes haben ein Recht darauf, dass ihre Gesundheit nicht zum Spielball haushaltspolitischer Rechenspiele wird. Wer bei der Krebsvorsorge spart, spielt mit Menschenleben. So einfach ist das. Und so erschreckend.

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