
Klimaziele 2030: Berlins grüne Luftschlösser zerplatzen an der Realität
Es ist eine jener Nachrichten, die niemanden mehr überraschen, der noch einen Funken Realitätssinn besitzt: Deutschland wird seine selbstgesteckten Klimaziele für das Jahr 2030 aller Voraussicht nach verfehlen. Was jahrelang als alternativlose Jahrhundertaufgabe verkauft wurde, entpuppt sich nun als das, was kritische Beobachter schon immer vermutet haben – ein ideologisch aufgeladenes Wunschkonzert, das an den Gesetzen der Physik und der ökonomischen Vernunft zerschellt.
Der Expertenrat spricht Klartext
Aus einem Entwurf des neuen Klimaschutzprogramms 2026 der Bundesregierung geht hervor, dass die Emissionen bis 2030 lediglich um 63 Prozent gegenüber 1990 sinken dürften. Das offizielle Ziel liegt bei 65 Prozent. Zwei Prozentpunkte Differenz – das klingt nach wenig, bedeutet aber in absoluten Zahlen ein gewaltiges Defizit. Der im Entwurf zitierte Expertenrat für Klimafragen formuliert es mit jener bürokratischen Zurückhaltung, die in Berlin als Diplomatie gilt: Das Ziel werde „wahrscheinlich eher nicht erreicht". Man muss kein Sprachwissenschaftler sein, um die vernichtende Botschaft hinter dieser Formulierung zu erkennen.
Verkehr und Gebäude: Die Achillesferse der Klimapolitik
Besonders desaströs fällt die Bilanz in den Bereichen Verkehr und Gebäude aus. Im Verkehrssektor sollen demnach sage und schreibe 169 Millionen Tonnen CO₂ mehr ausgestoßen werden als erlaubt. Im Gebäudebereich sind es rund 110 Millionen Tonnen. Es sind ausgerechnet jene Sektoren, in denen Millionen von Einzelentscheidungen der Bürger, Unternehmen und Kommunen zusammenfließen – Bereiche also, die sich nicht per Dekret aus Berlin steuern lassen, so sehr sich manche Politiker das auch wünschen mögen.
Und hier liegt der eigentliche Kern des Problems. Die deutsche Klimapolitik der vergangenen Jahre basierte auf der naiven Annahme, man könne das Verhalten von 84 Millionen Menschen durch immer neue Vorschriften, Verbote und Subventionen in die gewünschte Richtung lenken. Das Ergebnis? Die Bürger heizen weiterhin ihre Wohnungen, fahren weiterhin Auto und leben weiterhin ihr Leben – nur eben teurer als zuvor.
Auch 2045 bleibt eine Fata Morgana
Doch damit nicht genug. Selbst das ambitionierte Fernziel der sogenannten Treibhausgasneutralität bis 2045 – jenes Ziel, das die neue Große Koalition unter Friedrich Merz sogar im Grundgesetz verankert hat – erscheint nach den aktuellen Prognosen als reine Utopie. Nach den vorliegenden Berechnungen würden auch dann noch rund 204 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen verbleiben. Der Entwurf selbst räumt ein, dass es mit den derzeitigen klimapolitischen Instrumenten „nicht absehbar" sei, dass in allen Sektoren die Transformation zur Treibhausgasneutralität gelinge.
Man muss sich diese Formulierung auf der Zunge zergehen lassen. Die Bundesregierung gibt in ihrem eigenen Dokument zu, dass ihre eigene Politik nicht funktioniert. Und was ist die Antwort? Umweltminister Carsten Schneider von der SPD will das überarbeitete Klimaprogramm im März vorlegen – mit „konkreten Maßnahmen", um die Lücke zu schließen. Man darf gespannt sein, welche neuen Belastungen den ohnehin gebeutelten deutschen Bürgern und Unternehmen diesmal zugemutet werden sollen.
Die wahren Kosten der Klimaideologie
Was in der nüchternen Sprache der Regierungsentwürfe untergeht, ist die menschliche Dimension dieses Scheiterns. Milliarden Euro wurden in den vergangenen Jahren für die sogenannte Energiewende ausgegeben. Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten weltweit. Industrieunternehmen wandern ab, Arbeitsplätze gehen verloren, der Mittelstand ächzt unter der Regulierungslast. Und wofür? Für ein Klimaziel, das – wie sich nun herausstellt – ohnehin nicht erreicht wird.
Dabei sollte man einen Schritt zurücktreten und die globale Perspektive einnehmen. Deutschlands Anteil an den weltweiten CO₂-Emissionen liegt bei etwa zwei Prozent. Selbst wenn die Bundesrepublik morgen sämtliche Emissionen auf null herunterfahren würde – was physisch unmöglich ist –, wäre der Effekt auf das Weltklima verschwindend gering. Währenddessen bauen China und Indien neue Kohlekraftwerke, und die USA unter Präsident Trump haben sich von ambitionierten Klimazielen längst verabschiedet.
Die unbequeme Wahrheit lautet: Deutschland ruiniert seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit auf dem Altar einer Klimapolitik, die global betrachtet kaum ins Gewicht fällt. Das ist keine Verantwortung – das ist Selbstzerstörung mit gutem Gewissen. Und das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Bundesregierung für Infrastruktur aufgelegt hat, wird die Schuldenlast künftiger Generationen weiter in die Höhe treiben, ohne dass ein messbarer Klimaeffekt zu erwarten wäre.
Ein Umdenken ist überfällig
Es wäre an der Zeit, dass die politisch Verantwortlichen in Berlin den Mut aufbringen, die Realität anzuerkennen. Statt immer neue, unerreichbare Ziele zu formulieren und die Bürger mit Verboten und Abgaben zu gängeln, bräuchte Deutschland eine pragmatische Energiepolitik, die Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltschutz in ein vernünftiges Gleichgewicht bringt. Doch dafür müsste man sich von der grünen Ideologie verabschieden, die das politische Denken in diesem Land seit Jahren vergiftet. Ob die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD dazu bereit ist, darf bezweifelt werden – schließlich hat sie die Klimaneutralität bis 2045 sogar ins Grundgesetz geschrieben.
In Zeiten, in denen politische Versprechen wie Seifenblasen zerplatzen und die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands zunehmend erodiert, tun Bürger gut daran, ihre Vermögenssicherung selbst in die Hand zu nehmen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche politischen Experimente gerade in Berlin ausgeheckt werden. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des eigenen Vermögens leisten.

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