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Kettner Edelmetalle
20.04.2026
05:56 Uhr

Krisenprämie als Mogelpackung: Deutsche Wirtschaft rebelliert gegen Berliner Luftschlösser

Krisenprämie als Mogelpackung: Deutsche Wirtschaft rebelliert gegen Berliner Luftschlösser

Es klingt so verlockend, so wunderbar einfach: Bis zu 1.000 Euro, steuer- und abgabenfrei, direkt auf das Konto der Beschäftigten. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz hat angesichts der durch den Iran-Krieg explodierten Energie- und Lebenshaltungskosten eine sogenannte Krisenprämie vorgeschlagen. Doch wer soll das bezahlen? Nicht etwa der Staat – nein, die ohnehin am Limit operierenden Unternehmen. Und genau hier wird es bitter.

Tui-Chef platzt der Kragen

Besonders deutliche Worte fand der Reisekonzern Tui. Vorstandschef Sebastian Ebel fragte auf LinkedIn in einer Schärfe, die man von einem DAX-Konzernlenker selten hört: „Bekommt keiner der Verantwortlichen mehr mit, wie die Situation in Deutschland ist?" Jede Woche eine neue bürokratische Hürde, jede Woche eine neue Belastung – und nun sollen die Unternehmen, die „kaum noch Luft zum Atmen" hätten, auch noch eine Prämie aus eigener Tasche finanzieren. Man muss kein Betriebswirt sein, um die Absurdität dieses Vorschlags zu erkennen.

Ebels Frustration steht stellvertretend für eine ganze Wirtschaftsnation, die sich von ihrer Regierung im Stich gelassen fühlt. Und er hat recht. Denn was Berlin als großzügige Geste verkauft, ist in Wahrheit nichts anderes als eine Kostenverlagerung auf den Privatsektor – garniert mit dem üblichen Bürokratie-Wahnsinn.

Großkonzerne ducken sich weg – Mittelstand winkt ab

Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter den größten deutschen Arbeitgebern zeichnet ein ernüchterndes Bild. Volkswagen, Mercedes-Benz, Siemens, Rheinmetall, Lufthansa, Deutsche Börse, Eon, MediaMarktSaturn – sie alle wollen erst einmal abwarten, bis die konkrete gesetzliche Regelung vorliegt. Kein einziger der befragten Konzerne wollte sich vorab festlegen, die Prämie tatsächlich auszuzahlen. ThyssenKrupp nannte den Vorschlag sogar offen „nicht zielführend". Bosch-Arbeitsdirektor Stefan Grosch gab sich diplomatischer, ließ aber durchblicken, dass ohne fertiges Gesetz nichts passieren werde.

Noch düsterer sieht es im Mittelstand aus – jenem Rückgrat der deutschen Wirtschaft, das seit Jahren unter Bürokratie, Energiekosten und Fachkräftemangel ächzt. Eine Blitzumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft unter rund 2.000 Unternehmen ergab: Gerade einmal ein Fünftel kann sich vorstellen, den Krisenbonus zu zahlen. Die Hälfte hat sich bereits dagegen entschieden. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband stellte klar, dass viele seiner Mitglieder die Prämie schlicht nicht stemmen könnten.

Rossmann als einsamer Vorreiter

Einzig die Drogeriemarktkette Rossmann kündigte an, allen Beschäftigten eine Prämie auszuzahlen, sobald die Regelung rechtskräftig sei – allerdings in der Regel nur 500 Euro, bei Verkaufshilfen sogar nur 250 Euro. Ein löblicher Schritt, gewiss. Doch Rossmann bleibt damit ein einsamer Rufer in der Wüste. Dem Beispiel folgte keines der weiteren befragten Unternehmen.

Erwartungen geweckt, Enttäuschung programmiert

Der Handelsverband Deutschland brachte das Dilemma auf den Punkt: Bei den Beschäftigten werde eine Erwartung geweckt, die viele Unternehmen angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage schlicht nicht erfüllen könnten. Das ist das eigentlich Perfide an diesem Vorschlag. Die Regierung inszeniert sich als Wohltäter, während die Rechnung an anderer Stelle beglichen werden muss. Und wenn die Prämie dann ausbleibt? Dann sind nicht die Politiker die Bösen, sondern die Arbeitgeber.

Man kennt dieses Spiel aus der Vergangenheit. Schon die Inflationsausgleichsprämie der Vorgängerregierung folgte einem ähnlichen Muster: Der Staat verzichtet auf Steuereinnahmen, die Unternehmen sollen zahlen, und am Ende profitiert vor allem die politische Kommunikation. Dass die Bundesregierung den Begünstigungszeitraum nun sogar auf 2027 ausdehnen möchte, lässt tief blicken. Offenbar rechnet man in Berlin selbst nicht damit, dass sich die Krise so schnell entspannen wird.

Deutschland braucht Strukturreformen, keine Strohfeuer

Was Deutschland wirklich bräuchte, sind keine steuerfreien Einmalzahlungen, die wie ein Pflaster auf eine klaffende Wunde geklebt werden. Was dieses Land braucht, sind echte Strukturreformen: niedrigere Energiekosten durch eine vernünftige Energiepolitik, Bürokratieabbau, der diesen Namen auch verdient, und eine Steuerpolitik, die Leistung belohnt statt bestraft. Stattdessen türmt die Große Koalition mit ihrem 500-Milliarden-Sondervermögen weitere Schulden auf, die kommende Generationen abzahlen dürfen.

Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Nun regiert er mit der SPD und produziert eine Politik, die sich von der seiner Vorgänger kaum unterscheidet. Die Wirtschaft erstickt unter Regulierung, die Energiepreise steigen, und als Antwort kommt aus Berlin – eine freiwillige Prämie, die kaum jemand zahlen will oder kann. Sebastian Ebels Frage hallt nach: Bekommt wirklich keiner mehr mit, wie die Lage in Deutschland ist?

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Krisen die Märkte erschüttern und die Kaufkraft der Bürger schwindet, zeigt sich einmal mehr der Wert krisenfester Anlagen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Schutz gegen Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit bewährt – ganz ohne Abhängigkeit von politischen Prämienversprechen.

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