
Kuba am Abgrund: Russland eilt zur Hilfe, während Washington die Insel erdrosselt
Während die westliche Welt gebannt auf die geopolitischen Krisenherde in der Ukraine und im Nahen Osten blickt, spielt sich in der Karibik ein Drama ab, das an die dunkelsten Tage des Kalten Krieges erinnert. Kuba versinkt in einer humanitären Katastrophe – und Russland hat am Montag angekündigt, dem sozialistischen Inselstaat „jede mögliche Hilfe" zukommen zu lassen.
Washingtons eiserner Griff um Havanna
Die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump haben ihre ohnehin drakonische Sanktionspolitik gegenüber Kuba auf ein neues Niveau gehoben. Bereits Mitte Januar hatte Trump unmissverständlich erklärt, es werde „null" Öl und kein ausländisches Geld mehr nach Kuba fließen. Die kubanische Führung müsse „einen Deal machen, bevor es zu spät ist". Washington stuft die kleine Karibikinsel – man höre und staune – als „nationale Sicherheitsbedrohung" ein. Eine Rhetorik, die direkt aus dem Drehbuch der Kubakrise von 1962 stammen könnte.
Doch diesmal geht es nicht um Atomraketen. Es geht um etwas viel Grundlegenderes: Strom, Nahrung und das nackte Überleben von elf Millionen Menschen. Nachdem Venezuela – Kubas wichtigster Energielieferant – infolge der US-Militärintervention gegen das Maduro-Regime seine Öllieferungen eingestellt hat, steht die Insel vor einem faktischen Energie-Embargo.
Dunkelheit als neuer Alltag
Die Realität auf Kuba ist erschütternd. In der Küstenstadt Santa Cruz del Norte, östlich von Havanna, wo eines der größten Wärmekraftwerke des Landes steht, leben die Menschen paradoxerweise inmitten von Energiequellen, die sie nicht nutzen können. Der Schwefelgeruch der Erdölproduktion liegt schwer in der Luft – doch die Häuser bleiben dunkel. Tägliche Stromausfälle zwingen die Bevölkerung, mit Kohle und Feuerholz zu kochen. Nicht jeder kann sich diese neue Realität leisten.
Die Krise hat mittlerweile auch den internationalen Luftverkehr erreicht. Kuba hat Fluggesellschaften gewarnt, dass die Versorgung mit Kerosin für einen Monat ausgesetzt werde – ein beispielloser Schritt, der die Isolation der Insel weiter verschärft.
Moskaus diplomatische Offensive
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow fand am Montag deutliche Worte. Die Situation auf Kuba sei „tatsächlich kritisch", man stehe in engem Kontakt mit den „kubanischen Freunden" über diplomatische und andere Kanäle. Der „Würgegriff der Vereinigten Staaten" verursache bereits erhebliche Schwierigkeiten, weshalb beide Seiten „mögliche Wege zur Lösung dieser Probleme oder zumindest zur Bereitstellung jeder möglichen Hilfe" erörterten.
Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu erkennen, was hier geschieht: Russland nutzt die humanitäre Katastrophe, um seinen Einfluss in Lateinamerika auszubauen – direkt vor der Haustür der USA. Ein Schachzug, der an die sowjetische Strategie der 1960er Jahre erinnert und Washington zweifellos in Rage versetzen dürfte.
Mexiko zwischen den Fronten
Russland ist nicht der einzige Akteur, der Kuba zu Hilfe eilt. Auch Mexiko, das unter erheblichem US-Druck steht, seine eigenen Energielieferungen an die Insel einzustellen, zeigt sich solidarisch. Präsidentin Claudia Sheinbaum habe Berichten zufolge zwei Marineschiffe entsandt, die über 800 Tonnen Hilfsgüter – darunter Lebensmittel und Hygieneartikel – nach Kuba transportieren sollen.
Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla sprach von einer „totalen Blockade der Energieversorgung" durch die USA, die „alle Prinzipien des internationalen Handels" verletze und „extreme Lebensbedingungen" für die kubanische Bevölkerung schaffe. Ob diese Worte in Washington Gehör finden werden, darf bezweifelt werden.
Ein gefährliches Spiel mit dem Feuer
Was sich in der Karibik abspielt, ist mehr als ein bilateraler Konflikt zwischen Washington und Havanna. Es ist ein geopolitisches Kräftemessen, bei dem die Zivilbevölkerung den höchsten Preis zahlt. Die Geschichte hat oft genug gezeigt, dass Sanktionen und Blockaden selten Regime stürzen – aber zuverlässig die einfachen Menschen in Elend und Verzweiflung treiben. Ob Trumps Strategie der maximalen Druckausübung aufgeht oder ob sie Kuba nur noch tiefer in die Arme Moskaus treibt, bleibt abzuwarten. Die Parallelen zur Vergangenheit sind jedenfalls so offensichtlich, dass man sich fragt, ob in Washington überhaupt jemand ein Geschichtsbuch aufgeschlagen hat.
Eines steht fest: Die geopolitischen Spannungen zwischen den Großmächten nehmen weiter zu – und in Zeiten solcher Unsicherheit erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage ihre Berechtigung haben. Wer sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, sollte die Beimischung von Edelmetallen in ein breit gestreutes Portfolio ernsthaft in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Investitionsentscheidungen unserer Leser.

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