
Land unter in Bangkok: Thai Airways streicht Deutschland-FlĂŒge!

Nach tagelangem Starkregen steht Thailands Hauptstadt Bangkok teilweise unter Wasser â und das Chaos erreicht jetzt auch deutsche FlughĂ€fen. Thai Airways streicht am Dienstag und Mittwoch 22 FlĂŒge auf zehn Strecken, darunter die Direktverbindungen nach Frankfurt am Main und MĂŒnchen. Wer in diesen Tagen ins Land des LĂ€chelns reisen wollte, bleibt vorerst am Boden.
Diese Verbindungen fallen aus
Nach Angaben der Pressestelle der Airline trifft es am Dienstag die FlĂŒge TG922 und TG923 zwischen Bangkok und Frankfurt. Am Mittwoch folgen TG924 und TG925 auf der MĂŒnchen-Route. Auch BrĂŒssel ist betroffen.
Innerhalb Asiens ist die Liste noch lÀnger. Gestrichen werden unter anderem:
- BangkokâPhuket (TG201/TG202) und BangkokâKhon Kaen (TG040/TG041)
- BangkokâHanoi (TG560/TG561)
- Verbindungen nach Udon Thani, Neu-Delhi und Kuala Lumpur
- zwei Singapur-Strecken, darunter TG403/TG404
Betroffene Passagiere könnten sich rund um die Uhr an das Kundenzentrum der Fluggesellschaft wenden, heiĂt es von Thai Airways.
FlughĂ€fen offen â aber mit Geduldsprobe
Die thailĂ€ndische Luftfahrtbehörde CAAT bestĂ€tigte wetterbedingte Störungen an den beiden Hauptstadt-Airports Suvarnabhumi und Don Mueang. Beide blieben zwar geöffnet, Reisende mĂŒssten jedoch mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Die Behörde rĂ€t, vor der Abfahrt den Flugstatus zu prĂŒfen und deutlich mehr Zeit fĂŒr die Anreise einzuplanen.
FĂŒr den Ernstfall hat die CAAT vorgesorgt: Gemeinsam mit der thailĂ€ndischen Marine wird der MilitĂ€rflughafen U-Tapao nach Behördenangaben bis zum 4. Oktober rund um die Uhr fĂŒr zivile Ausweichlandungen bereitgehalten. Ein Notnagel, der zeigt, wie ernst die Lage genommen wird.
Soldaten sortieren Koffer
Das eigentliche Nadelöhr liegt am Boden. Laut Medienberichten erreichen viele BeschĂ€ftigte in Suvarnabhumi ihren Arbeitsplatz kaum noch, weil die Zufahrtswege ĂŒberflutet sind. Die Folge: EngpĂ€sse bei der GepĂ€ckabfertigung, liegengebliebene Koffer. Thai Airways habe zusĂ€tzliches Personal eingesetzt â und inzwischen packen sogar Soldaten von Luftwaffe und Heer mit an.
Millionen Menschen betroffen
Hinter den FlugausfÀllen steht eine handfeste Katastrophe. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren in Bangkok rund 329.000 Haushalte mit etwa 700.000 Menschen von den Fluten betroffen. Landesweit melden die Behörden mehr als 576.000 Haushalte und rund 1,79 Millionen Betroffene. Mindestens acht Menschen kamen seit Mitte September ums Leben.
Immerhin: Der Regen hat nachgelassen. Medienberichten zufolge könnte das stehende Wasser binnen drei Tagen abflieĂen â sofern kein neuer Niederschlag folgt. Ein groĂes âWennâ mitten in der Regenzeit.
Erinnerungen an 2011
FĂŒr viele ThailĂ€nder weckt das Bilder, die sie lieber vergessen wĂŒrden. Bei der Jahrhundertflut 2011 starben landesweit mehr als 800 Menschen, der Flughafen Don Mueang musste damals fĂŒr Monate schlieĂen. Die Weltbank bezifferte den Schaden auf rund 45 Milliarden US-Dollar â ein Schock auch fĂŒr globale Lieferketten, denn Thailand ist ein wichtiger Standort fĂŒr Elektronik- und Autozulieferer.
Was deutsche Reisende wissen sollten
Wer eine EntschĂ€digung erhofft, dĂŒrfte enttĂ€uscht werden. Extreme Wetterlagen gelten nach dem EU-Fluggastrecht in der Regel als auĂergewöhnliche UmstĂ€nde, die Ausgleichszahlungen ausschlieĂen. Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung des Tickets besteht dagegen grundsĂ€tzlich. Die wichtigste Regel bleibt ganz simpel: Eigenverantwortung. Flugstatus prĂŒfen, Airline kontaktieren, Puffer einplanen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar. Er gibt die uns vorliegenden Informationen sowie unsere eigene EinschÀtzung wieder. Im Einzelfall wenden Sie sich bitte an die Fluggesellschaft, eine Verbraucherzentrale oder einen Rechtsanwalt.
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