
Merkels Lehrstunde aus dem Ruhestand: Die Altkanzlerin predigt Demut – und die Bürger sollen folgen

Es ist ein altbekanntes Schauspiel: Angela Merkel meldet sich zu Wort, und der Souverän – das deutsche Volk – soll gefälligst still halten. In einem Interview mit Focus Online hat die Altbundeskanzlerin nun ihrem Nachfolger Friedrich Merz ein "weites Herz" für den Koalitionspartner SPD verordnet und gleichzeitig die Bevölkerung zu "Maß und Mitte" ermahnt. Eine bemerkenswerte Wortmeldung jener Frau, deren sechzehnjährige Amtszeit das Land in eine politische und wirtschaftliche Schieflage manövriert hat, deren Folgen die Bürger heute mit zweistelligen Inflationsraten, explodierenden Energiepreisen und einer entgleisten Migrationspolitik ausbaden dürfen.
Die Kunst des Beschwichtigens
"Die Debatte wird heute immer sofort 'Streit' genannt", monierte Merkel und verteidigte die Schwarz-Rote Koalition gegen den Vorwurf der inneren Zerrissenheit. Eine funktionsfähige Regierung sei eben auf Kompromisse angewiesen, der Kompromiss werde "niedergemacht, dabei liegt es in der Natur der Sache". Eine durchaus aufschlussreiche Aussage, wenn man bedenkt, dass die "Kompromisse" der Großen Koalition unter Merz bislang vor allem darin bestanden, gebrochene Wahlversprechen zur Staatsräson zu erklären – allen voran das einst eherne Versprechen Merz', keine neuen Schulden zu machen. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen lässt grüßen.
Maß und Mitte – aber bitte nur für die Bürger
Besonders pikant: Während Merkel der Bevölkerung Gelassenheit und Fairness predigt, hat sie selbst während ihrer Kanzlerschaft jeden Widerspruch als populistisch oder gar extremistisch abgestempelt. "Jeder Bürger sollte mit Maß und Mitte versuchen, das, was die Regierung schon geschafft hat, zu ermessen", so Merkel weiter. Es sei ja nicht so, "dass da gar nichts passiert ist". Wahre Worte – allerdings stellt sich die Frage, ob das, was passiert ist, tatsächlich im Interesse der deutschen Bürger liegt. Steigende Lebenshaltungskosten, eine fortgesetzte Migrationspolitik, die längst zu einer dramatischen Zunahme von Gewaltkriminalität und Messerangriffen geführt hat, sowie eine Wirtschaft, die unter der Last grüner Ideologie und ausufernder Bürokratie ächzt – das ist die Bilanz, die Merkel offenbar als Erfolg verstanden wissen möchte.
Eine eigentümliche Sicht auf "die Mitte"
Wenn Merkel von "Maß und Mitte" spricht, schwingt unausgesprochen die Annahme mit, dass die politische Mitte exakt dort verortet sei, wo sie selbst seit Jahrzehnten politisch verortet ist. Doch die tatsächliche Mitte der Gesellschaft – jene Bürger, die jeden Morgen aufstehen, ihrer Arbeit nachgehen, Familien ernähren und Steuern zahlen – fühlt sich von dieser politischen "Mitte" längst nicht mehr repräsentiert. Die Umfragewerte sprechen eine deutliche Sprache: Die Glaubwürdigkeit der etablierten Volksparteien schwindet, und das Vertrauen in das politische Establishment ist auf einem historischen Tiefstand.
Warnungen Richtung Washington
Auch zur Außenpolitik äußerte sich Merkel und warnte vor einem leichtfertigen Umgang mit US-Präsident Donald Trump. Wer in ein solches Amt gewählt werde, verfüge über "unglaublich viel Macht". Man müsse mit ihm nach gemeinsamen Interessen suchen, zugleich aber "angstfrei auftreten". Eine bemerkenswerte Empfehlung von jener Politikerin, deren Verhältnis zu Trump während ihrer Amtszeit alles andere als geräuschlos verlief.
Die "männermordende Merkel" wehrt sich
Den vielfach erhobenen Vorwurf, sie habe während ihrer Amtszeit gezielt männliche Konkurrenten beseitigt, wies Merkel zurück. Der Vorwurf sei "vollkommen haltlos". Machtkämpfe seien in der Politik normal: "Männer werfen andauernd Männer aus der Bahn." Wenn aber eine Frau "den Weg zu einer Position" beanspruche, werde dies problematisiert. Ein klassisches Manöver: Wer politische Kritik äußert, wird zum Frauenfeind erklärt. Dabei hatte die Kritik an Merkels Führungsstil noch nie etwas mit ihrem Geschlecht zu tun – sondern stets mit den realen politischen Folgen ihrer Entscheidungen, von der überstürzten Energiewende über die Grenzöffnung 2015 bis zur Abschaffung der Wehrpflicht.
Ein Vermächtnis, das nachwirkt
Während Merkel aus der bequemen Position der Pensionärin Ratschläge erteilt, kämpfen Millionen Bundesbürger mit den realen Konsequenzen ihrer Politik. Die deutsche Wirtschaft, einst Motor Europas, schwächelt. Die Energieversorgung ist so unsicher wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die innere Sicherheit hat dramatisch gelitten – Messerangriffe und Gewaltdelikte erreichen Rekordniveaus, und ein erheblicher Teil der Bevölkerung führt diese Entwicklung auf eine jahrelang verfehlte Migrationspolitik zurück, deren Architektin nicht zuletzt Angela Merkel selbst war.
In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit suchen immer mehr Menschen nach realen Werten, die sich nicht durch politische Beschwichtigungen oder ideologische Wendemanöver entwerten lassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte hinweg als Anker der Vermögenssicherung bewährt – unabhängig davon, welche politischen Akteure gerade welche Versprechen brechen oder welche Mahnungen aus dem Ruhestand verkünden. Eine kluge Beimischung im Anlage-Portefeuille bleibt eines der wenigen Instrumente, mit denen sich Bürger gegen die Folgen einer Politik wappnen können, die ihnen seit Jahren zugemutet wird.
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