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Kettner Edelmetalle
30.04.2026
15:50 Uhr

Mietrechtspaket II: Wenn der Staat den letzten privaten Vermieter aus dem Markt drängt

Mietrechtspaket II: Wenn der Staat den letzten privaten Vermieter aus dem Markt drängt

Es ist eine Zahl, die alle Alarmglocken schrillen lassen müsste – und die in Berlin dennoch geflissentlich überhört wird: 60,5 Prozent der privaten Vermieter in Deutschland erwägen mittlerweile, ihre Vermietungstätigkeit ganz oder teilweise einzustellen und ihren Wohnraum zu verkaufen. Eine knappe Mehrheit also, die dem Staat schlicht den Rücken kehren will. Das geht aus der laufenden Vermieterbefragung 2026 des Eigentümerverbandes Haus & Grund hervor, deren Ergebnisse zunächst dem Handelsblatt vorlagen.

Wenn aus „bezahlbarem Wohnen“ ein Bumerang wird

Was als wohlklingender politischer Slogan daherkommt, entpuppt sich in der Realität als Brandbeschleuniger der Wohnungsnot. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz und Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat am Mittwoch das sogenannte „Mietrechtspaket II“ durch das Kabinett gewinkt. Strengere Regeln beim möblierten Wohnen, schärfere Vorgaben für Kurzzeitvermietungen, eingeschränkte Anpassungen bei Indexmieten – die Liste der neuen Fesseln ist lang. Offiziell soll damit die „Umgehung der Mietpreisbremse“ verhindert werden. Inoffiziell wird damit ein ganzer Berufsstand systematisch in die Knie gezwungen.

Bezeichnend ist, was Haus & Grund herausgearbeitet hat: Es ist gar nicht eine einzelne Maßnahme, die den Vermietern den Atem raubt. Es ist die schiere Summe gleichzeitiger Regulierungsvorhaben, die wachsende Unsicherheit erzeugt. Wer würde unter solchen Bedingungen noch Wohnraum bereitstellen wollen?

Die stillen Säulen des deutschen Wohnungsmarktes

Man muss sich die Dimensionen vor Augen führen, um die ganze Tragweite zu begreifen. Haus & Grund vertritt 945.000 Mitglieder, die rund 33 Millionen Wohnungen besitzen – das sind annähernd 80 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes und 63,5 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland. Diese Menschen sind keine anonymen Konzerne, keine Immobilienhaie aus Glaspalästen. Es sind Familien, Rentner, Handwerker, mittelständische Unternehmer, die oft mit der mühsam abbezahlten Eigentumswohnung ihre Altersvorsorge sichern wollten.

Knapp 14.000 ausgewertete Fälle umfasst die aktuelle Befragung – statistisch betrachtet eine belastbare Grundlage. Und das Ergebnis ist ein politisches Erdbeben, das in der Hauptstadt offenbar niemand spüren will.

Das Märchen vom bösen Vermieter

Seit Jahren wird in deutschen Talkshows und Parlamentsreden das Zerrbild des raffgierigen Vermieters gepflegt, der nichts anderes im Sinn habe, als Mieter auszupressen. Diese ideologische Schablone passt freilich nicht auf die Realität. Die meisten privaten Vermieter besitzen ein, zwei oder drei Wohnungen. Sie kalkulieren mit spitzem Bleistift, müssen Instandhaltung, Steuern, Versicherungen und immer neue energetische Auflagen stemmen. Wer hier den Geldhahn zudreht, wundert sich am Ende, warum kein Wasser mehr fließt.

Verkaufswelle mit Folgen

Sollten tatsächlich 60 Prozent der privaten Vermieter aus dem Markt aussteigen, hätte das verheerende Konsequenzen. Die Wohnungen verschwinden ja nicht – aber sie wandern aus dem Mietsegment in den Eigentumsmarkt. Genau jene Mieter, die durch Mietpreisbremse und Co. angeblich geschützt werden sollen, würden plötzlich vor verschlossenen Türen stehen. Der Wohnraum wird knapper, die Schlangen bei Besichtigungen länger, die Verzweiflung größer.

Es ist die alte Lektion sozialistischer Wohnungspolitik: Wer den Markt mit Preisdeckeln und Auflagen erstickt, schafft keinen bezahlbaren Wohnraum, sondern Mangel. Die DDR lässt grüßen, wo Bruchbuden zur Normalität wurden, weil sich Sanierung schlicht nicht mehr rechnete.

Die Indexmiete im Visier

Besonders pikant: Auch die Indexmiete soll künftig gestutzt werden. Steigerungen sollen nur noch teilweise berücksichtigt werden. Was bedeutet das konkret? Während die Inflation – maßgeblich befeuert durch das schuldenfinanzierte 500-Milliarden-Sondervermögen der Großen Koalition – die Kosten für Vermieter explodieren lässt, sollen sie diese Kosten nicht mehr in vollem Umfang weitergeben dürfen. Eine kalte Enteignung auf Raten.

Wo bleibt die versprochene Wende?

Friedrich Merz war einst angetreten mit dem Versprechen, Deutschland aus der wirtschaftspolitischen Lethargie zu führen. Doch was sehen wir? Eine Fortsetzung jener planwirtschaftlichen Eingriffe, die schon unter der Ampel zum Markenzeichen wurden. Die SPD hat sich offenbar im Justizministerium hervorragend eingerichtet und treibt ihre wohnungspolitischen Lieblingsprojekte ungebremst voran. Vom konservativen Koalitionspartner: kein nennenswerter Widerstand.

Dabei wäre die Lösung der Wohnungsnot eigentlich keine Raketenwissenschaft: weniger Bürokratie, schnellere Baugenehmigungen, geringere energetische Auflagen, steuerliche Anreize für privaten Wohnungsbau. Stattdessen erlebt Deutschland das Gegenteil – immer neue Vorschriften, immer mehr Misstrauen gegenüber Eigentümern, immer mehr staatliche Bevormundung.

Die Flucht in die Sachwerte

Wer heute noch Vermögen besitzt, schaut sich zwangsläufig nach Alternativen um. Wenn der Staat private Vermieter mit immer neuen Eingriffen vergrault, wenn Aktienmärkte unter geopolitischen Spannungen schwanken und die Kaufkraft des Euro durch Schuldenpolitik dahinschmilzt, wenden sich viele Anleger zeitlosen Werten zu. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie weder durch Gesetzesänderungen entwertet noch durch politische Willkür reguliert werden können. Sie sind keine Wundermittel, aber als Beimischung in einem breit aufgestellten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die der staatlich drangsalierte Immobilienmarkt zunehmend vermissen lässt.

Ein Weckruf, der ungehört verhallt?

Die Zahlen von Haus & Grund sollten für jeden Bundestagsabgeordneten Pflichtlektüre sein. Doch die Erfahrung lehrt: In Berlin werden ideologische Reflexe meist über ökonomische Vernunft gestellt. Solange das so bleibt, werden private Vermieter weiter den Stecker ziehen – und am Ende stehen die Mieter im Regen. Eine Politik, die ihre eigenen Bürger derart konsequent gegen die eigenen Interessen führt, hat es nicht verdient, sich noch lange in den Regierungssesseln zu wärmen.


Haftungsausschluss: Die in diesem Artikel dargestellten Informationen und Einschätzungen geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der vorliegenden Informationen wieder. Wir betreiben weder Anlageberatung noch Rechts- oder Steuerberatung. Für individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerfragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Berater Ihres Vertrauens. Jede Anlageentscheidung liegt in der eigenverantwortlichen Verantwortung des Lesers.

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