
Nord Stream: Kehrt die Ostsee-Pipeline unter dem Sternenbanner zurück?
Was offiziell als politisch tot gilt, scheint hinter verschlossenen Türen quicklebendig zu sein. Die Nord-Stream-Pipelines, deren Röhren seit den mysteriösen Explosionen im September 2022 beschädigt auf dem Grund der Ostsee ruhen, könnten ein spektakuläres Comeback erleben – allerdings unter einer Flagge, mit der wohl niemand gerechnet hätte: der amerikanischen.
Hinterzimmer-Diplomatie statt offener Debatte
Während Berlin und Brüssel nicht müde werden, der Öffentlichkeit zu versichern, man habe die Abhängigkeit von russischem Pipelinegas endgültig überwunden, zeichnet sich hinter den Kulissen ein gänzlich anderes Bild ab. Zahlreiche Quellen berichten von informellen Gesprächskanälen zwischen Washington und Moskau, in denen die Zukunft der Pipeline eine erstaunlich prominente Rolle spielt. Das Szenario, das sich dabei abzeichnet, hat es in sich: Ausgerechnet die Vereinigten Staaten – jene Macht, die jahrelang mit allen diplomatischen und wirtschaftlichen Mitteln gegen Nord Stream gekämpft hat – könnten nun dafür sorgen, dass russisches Gas wieder durch die Ostsee nach Europa strömt. Nur eben unter amerikanischer Kontrolle.
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Donald Trump, der bereits in seiner ersten Amtszeit die Pipeline als Instrument russischer Einflussnahme geißelte und Deutschland für seine Energieabhängigkeit von Moskau öffentlich demütigte, könnte nun zum Architekten einer Wiederbelebung werden. Der Preis? Washington hätte die Hand am Gashahn – und damit ein geopolitisches Druckmittel von enormer Tragweite.
Europa als Zuschauer im eigenen Energietheater
Besonders beschämend ist die Rolle, die Europa in diesem Spiel einnimmt: die des stummen Beobachters. Weder die EU-Kommission noch die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz scheinen in die Verhandlungen zwischen den beiden Großmächten eingebunden zu sein. Deutschland, das einst als Hauptprofiteur der Pipeline galt und dessen Industrie unter den explodierenden Energiekosten ächzt, sitzt offenbar nicht einmal mit am Tisch.
Das ist ein Armutszeugnis sondergleichen. Jahrelang hat die deutsche Politik – allen voran die Grünen unter ihrer ideologiegetriebenen Energiewende – dafür gesorgt, dass bezahlbare Energieversorgung zum Luxusgut wurde. Kernkraftwerke wurden abgeschaltet, Gaslieferverträge gekündigt, und die Bürger durften die Zeche in Form astronomischer Strom- und Heizkosten bezahlen. Nun könnte ausgerechnet ein amerikanischer Präsident das richten, was deutsche Politiker mutwillig zerstört haben.
Die technische Realität
Technisch wäre eine Reparatur der beschädigten Leitungen durchaus machbar, wenngleich kostspielig. Experten schätzen die Kosten auf mehrere hundert Millionen Euro. Mindestens eine der vier Röhren soll sogar weitgehend intakt geblieben sein. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Nord Stream repariert werden kann, sondern wer die Kontrolle darüber erhält – und zu welchen Bedingungen das Gas fließen würde.
Sollte Washington tatsächlich die Regie über die Pipeline übernehmen, würde dies die europäische Energiepolitik auf den Kopf stellen. Europa hätte sich dann nicht etwa von einer Abhängigkeit befreit, sondern lediglich den Lieferanten gewechselt – vom russischen Bären zum amerikanischen Adler. Ob das im Sinne einer souveränen europäischen Energiepolitik ist, darf bezweifelt werden.
Ein Weckruf für die deutsche Politik
Die Entwicklungen rund um Nord Stream sollten als dringender Weckruf verstanden werden. Deutschland braucht endlich eine Energiepolitik, die sich an Realitäten orientiert statt an ideologischen Wunschträumen. Eine Industrienation, die sich von anderen Mächten vorschreiben lässt, woher und zu welchem Preis sie ihre Energie bezieht, hat ihre Souveränität faktisch aufgegeben. Es bleibt zu hoffen, dass die neue Bundesregierung die Zeichen der Zeit erkennt – bevor andere die Entscheidungen treffen, die eigentlich in Berlin getroffen werden müssten.
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