
Ostsee-Stromkabel: Milliardenprojekt Baltic-German PowerLink – Energiewende auf dem Meeresgrund

Während die deutsche Wirtschaft unter explodierenden Energiekosten ächzt und der Industriestandort Deutschland zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit verliert, plant die Politik das nächste Großprojekt auf dem Meeresgrund der Ostsee. Der sogenannte Baltic-German PowerLink soll Deutschland, Lettland und Litauen über ein unterseeisches Stromkabel miteinander verbinden. Ein ambitioniertes Vorhaben, das auf dem Papier vielversprechend klingt – doch die Frage drängt sich auf: Wer bezahlt am Ende die Zeche?
Kooperation im Ostseeraum – oder politische Symbolik?
Deutschland, Lettland und Litauen haben sich zusammengefunden, um eine neue Stromverbindung durch die Ostsee zu realisieren. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz soll ein Umsetzungskonzept erarbeiten. Bereits im Januar hatten Deutschland und Dänemark eine Vereinbarung zum Ausbau einer Energiepartnerschaft geschlossen. Nun also das Baltikum. Man könnte meinen, die Bundesrepublik sammle Energiepartnerschaften wie andere Länder Briefmarken.
Grundsätzlich ist gegen eine Diversifizierung der Energieversorgung nichts einzuwenden – im Gegenteil. Nach der politisch gewollten Sprengung der Nord-Stream-Pipelines und dem ideologisch motivierten Ausstieg aus der Kernenergie ist Deutschland auf neue Energiequellen angewiesen wie kaum ein anderes Industrieland. Doch die entscheidende Frage bleibt: Kann ein solches Projekt tatsächlich die strukturellen Probleme der deutschen Energiepolitik lösen, oder handelt es sich um ein weiteres milliardenschweres Prestigeprojekt, dessen Kosten am Ende der Steuerzahler tragen muss?
Die Krux der deutschen Energiepolitik
Man muss sich die Absurdität der Situation vor Augen führen. Deutschland hat in den vergangenen Jahren seine letzten Kernkraftwerke abgeschaltet, obwohl diese zuverlässig und klimaneutral Strom produzierten. Gleichzeitig werden nun Milliarden in Unterwasserkabel investiert, um Strom aus dem Ausland zu importieren. Es ist, als würde man sein eigenes Haus abreißen und dann beim Nachbarn um Unterschlupf bitten – und dafür auch noch Miete zahlen.
Die baltischen Staaten haben derweil ihre eigenen energiepolitischen Interessen. Lettland und Litauen streben danach, sich aus der Abhängigkeit vom russischen Stromnetz zu lösen – ein nachvollziehbares und strategisch kluges Ziel. Für sie bietet der Baltic-German PowerLink eine willkommene Anbindung an das westeuropäische Netz. Deutschland hingegen dürfte vor allem als Abnehmer und Finanzier fungieren.
Herausforderungen bleiben gewaltig
Die technischen und logistischen Herausforderungen eines solchen Unterwasserkabelprojekts sind enorm. Die Ostsee ist zwar kein Ozean, doch die Verlegung von Hochspannungskabeln über Hunderte von Kilometern auf dem Meeresgrund erfordert jahrelange Planung, Genehmigungsverfahren und massive Investitionen. Hinzu kommen geopolitische Risiken: Die Sabotage der Nord-Stream-Pipelines hat eindrücklich gezeigt, wie verwundbar kritische Infrastruktur auf dem Meeresgrund sein kann. Wer garantiert die Sicherheit eines solchen Kabels in Zeiten, in denen hybride Bedrohungen in der Ostsee zunehmen?
Auch die Frage der Wirtschaftlichkeit steht im Raum. Unterwasserkabel sind wartungsintensiv, und die Übertragungsverluste über lange Distanzen sind nicht zu vernachlässigen. Ob sich das Projekt langfristig rechnet, hängt von zahlreichen Faktoren ab – nicht zuletzt von der Entwicklung der Strompreise und der politischen Stabilität in der Region.
Sondervermögen als Finanzierungsquelle?
Es dürfte kaum überraschen, wenn auch dieses Projekt letztlich aus dem kürzlich beschlossenen 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur finanziert wird – jenem schuldenfinanzierten Mammutpaket, das kommende Generationen über Jahrzehnte belasten wird. Friedrich Merz hatte einst versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Nun regiert er mit der SPD und das Geld fließt in Strömen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Der deutsche Bürger darf sich also auf weitere Belastungen einstellen. Steigende Netzentgelte, höhere Strompreise und eine Inflation, die durch die expansive Fiskalpolitik weiter angeheizt wird. In Zeiten, in denen viele Familien bereits jeden Euro zweimal umdrehen müssen, wirkt ein weiteres Milliardenprojekt wie ein Hohn gegenüber den realen Sorgen der Menschen.
Fazit: Strategie oder Aktionismus?
Der Baltic-German PowerLink könnte durchaus ein sinnvoller Baustein einer diversifizierten europäischen Energieversorgung sein. Doch ohne eine grundlegende Kurskorrektur in der deutschen Energiepolitik – weg von ideologischen Scheuklappen, hin zu pragmatischen Lösungen – bleibt er nicht mehr als ein teures Pflaster auf einer klaffenden Wunde. Deutschland braucht keine weiteren Symbolprojekte. Es braucht eine Energiepolitik, die den Wohlstand seiner Bürger sichert, statt ihn zu gefährden.
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