
Pulverfass Nahost: Steht die Welt vor einem verheerenden Krieg gegen den Iran?
Die geopolitische Lage im Nahen Osten spitzt sich in einer Weise zu, die selbst hartgesottene Beobachter nervös werden lässt. Während die westlichen Mainstream-Medien sich lieber mit Gendersternchen und Klimakleber beschäftigen, braut sich am Persischen Golf ein Sturm zusammen, der das Potenzial hat, die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund zu reißen – und mit ihr die ohnehin schon fragile Stabilität Europas.
Gescheiterte Verhandlungen in Oman
Am 6. Februar 2025 trafen sich Trumps Sondergesandter Steve Witkoff, sein Schwiegersohn Jared Kushner und der Kommandeur des US-Zentralkommandos Admiral Brad Cooper in Oman mit einer iranischen Delegation. Das Ergebnis? Ernüchternd. Die iranische Seite habe sämtliche Forderungen der Amerikaner zurückgewiesen. Einziger Lichtblick: Man einigte sich darauf, weiter miteinander zu reden. Ein dünner Faden, an dem derzeit der Frieden einer ganzen Region hängt.
Was am Tag darauf geschah, spricht Bände. Witkoff, Kushner und Admiral Cooper besuchten die Besatzung des Atomflugzeugträgers USS Abraham Lincoln im Arabischen Meer. Offiziell, um den Soldaten zu danken. Inoffiziell dürfte es sich eher um eine Beruhigungsmission gehandelt haben – und das aus gutem Grund.
Iranische Drohne kam dem Flugzeugträger gefährlich nahe
Nur wenige Tage zuvor war eine iranische Drohne in bedrohliche Nähe des Flugzeugträgers gelangt und konnte erst abgeschossen werden, nachdem ein F-35-Kampfjet zur Verteidigung aufgestiegen war. Dieser Vorfall offenbarte auf schonungslose Weise die Verwundbarkeit des gewaltigen Schiffes und seiner 6.000-köpfigen Besatzung. Man stelle sich vor: Das Flaggschiff der amerikanischen Seemacht, bedroht von einer einzelnen Drohne. Die Zeiten, in denen ein Flugzeugträger allein durch seine bloße Präsenz Abschreckung garantierte, scheinen endgültig vorbei zu sein.
Und die Bedrohung geht weit über Drohnen hinaus. Der Iran verfüge über sein fortschrittlichstes Raketensystem Kheibar Shekan mit einer Reichweite von 1.500 Kilometern und einem Sprengkopf von 550 Kilogramm. Rund 2.000 dieser Raketen sollen in unterirdischen Lagern im ganzen Land verteilt sein, bei einer monatlichen Produktionsrate von 300 Stück. Hinzu komme, dass China den Iran offenbar mit hochmodernen Anti-Schiffs-Raketen beliefert habe – Waffen, die speziell zum Versenken von Flugzeugträgern konzipiert wurden. Peking soll darüber hinaus Satellitenaufklärung mit Echtzeit-Koordinaten sowie technische Unterstützung bei der Integration dieser Systeme geleistet haben.
Netanjahus sechster Washington-Besuch in zwölf Monaten
Als wäre die Lage nicht schon angespannt genug, reiste Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am 11. Februar erneut nach Washington – sein sechster Besuch innerhalb eines Jahres, was historisch beispiellos sei. Beobachter gehen davon aus, dass Netanjahu Trump praktisch ein Ultimatum gestellt habe: Entweder die Amerikaner zwingen den Iran zur Aufgabe seines ballistischen Raketenprogramms und zur Begrenzung der Raketenreichweite auf 300 Kilometer, oder Israel werde einseitig handeln und den Iran angreifen.
Für Trump bedeutet dies eine klassische Zwickmühle. Greift Israel an, werden die Iraner mit voller Wucht zurückschlagen – und könnten dabei amerikanische Marineeinheiten und US-Stützpunkte in der Region ins Visier nehmen. Selbst wenn der Iran keine amerikanischen Ziele direkt attackiert, dürfte es für Trump politisch nahezu unmöglich sein, Israel nicht zu unterstützen. Die Israel-Lobby in den Vereinigten Staaten ist schlicht zu mächtig, als dass ein US-Präsident sich ihr offen widersetzen könnte.
Teherans verhärtete Position
Besonders brisant sind die Enthüllungen eines iranischen Abgeordneten, der behauptete, die amerikanischen Unterhändler hätten während der Gespräche in Oman um eine Art inszenierten Scheinkrieg gebeten. Washington habe vorgeschlagen, zwei bis drei iranische Einrichtungen anzugreifen, worauf der Iran koordiniert reagieren solle – eine gesichtswahrende Inszenierung für beide Seiten. Teheran habe dieses Angebot kategorisch abgelehnt.
Die Stimmung im iranischen Parlament scheint sich seit dem vergangenen Sommer drastisch verhärtet zu haben. Der Abgeordnete Dr. Amirhossein Sabeti habe in einer leidenschaftlichen Rede vor dem Parlament erklärt, die iranische Nation fordere einen Präventivschlag gegen Israel und die amerikanischen Stützpunkte in der Region. Man dürfe keine Schwäche zeigen und sich nicht erneut auf Verhandlungen einlassen.
Welche weiteren Zugeständnisse wollen Sie ihnen noch machen, um einen Krieg zu vermeiden? Heute fordert die iranische Nation einen Präventivschlag gegen Israel und die amerikanischen Stützpunkte in der Region!
Ein Flächenbrand mit globalen Konsequenzen
Die möglichen Folgen eines militärischen Konflikts wären verheerend – und zwar nicht nur für die unmittelbar beteiligten Parteien. Selbst wenn ein Bombenangriff auf den Iran militärisch perfekt durchgeführt würde, drohe eine Eskalation in der gesamten Region. Die Bevölkerungen in der Türkei, Syrien, im Libanon, in Jordanien, Ägypten, Saudi-Arabien, im Jemen und Irak brodeln vor Wut gegen Israel. Ein amerikanisch unterstützter Angriff auf den Iran könnte diese Wut zum Überkochen bringen. Westlich orientierte Regime in der Region könnten gestürzt werden. Selbst ein militärischer Sieg über den Iran könnte sich als klassischer Pyrrhussieg erweisen.
Und dann wäre da noch die wirtschaftliche Dimension, die jeden einzelnen Bürger in Deutschland direkt betreffen würde. Der Iran hat unmissverständlich gedroht, im Kriegsfall die Straße von Hormus zu sperren – jene Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Rohöltransports fließt. Die Konsequenzen wären dramatisch: Der Ölpreis könnte in dreistellige Höhen schießen, die ohnehin nervösen Aktienmärkte könnten einbrechen, und die Zinssätze dürften ebenso wie die Gold- und Silberpreise massiv ansteigen.
Was bedeutet das für deutsche Anleger?
Für den deutschen Bürger, der ohnehin unter steigender Inflation, explodierenden Energiekosten und einer Bundesregierung leidet, die mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die nächsten Generationen belastet, wäre ein Nahostkrieg der perfekte Sturm. Die Energiepreise, die nach dem Ukraine-Desaster gerade erst etwas zur Ruhe gekommen sind, würden erneut durch die Decke gehen. Die Kaufkraft des Euro würde weiter erodieren.
In solchen Zeiten geopolitischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg als Krisenwährung fungiert – und gerade wenn Flugzeugträger wanken, Raketen fliegen und Meerengen gesperrt werden, erweisen sich die edlen Metalle als das, was sie schon immer waren: der ultimative sichere Hafen. Wer sein Vermögen nicht den Launen geopolitischer Hasardeure ausliefern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios zu betrachten.
Die vernünftigste Option für Washington wäre freilich, Netanjahu unmissverständlich klarzumachen, dass Israel bei einem Alleingang gegen den Iran auch allein die Konsequenzen tragen müsse. Doch wer auch nur fünf Minuten amerikanisches Fernsehen schaut, erkennt sofort: Der Druck auf Trump, in den Krieg zu ziehen, ist gewaltig. Die Frage ist nicht mehr, ob es knallt – sondern wann und wie laut.
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