
Rheinmetall macht Unterlüß zur Waffenschmiede Europas – während Deutschland seine Verteidigung vernachlässigt
Während die Große Koalition unter Friedrich Merz weiterhin über Klimaneutralität und Sondervermögen debattiert, schafft die deutsche Rüstungsindustrie Fakten. Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern verwandelt sein Werk im niedersächsischen Unterlüß in die größte Munitionsfabrik Europas – ein Projekt, das zeigt, wie sehr Deutschland seine Prioritäten verschoben hat.
Bei der heutigen Eröffnungsfeier des neuen Artilleriemunitionswerks gaben sich die politischen Größen die Klinke in die Hand: NATO-Generalsekretär Mark Rutte, Verteidigungsminister Boris Pistorius und SPD-Chef Lars Klingbeil – letzterer nun als Vizekanzler in der neuen Großen Koalition. Man könnte meinen, die Politik hätte endlich verstanden, dass Deutschlands Sicherheit nicht durch Gender-Debatten und Klimaaktivismus gewährleistet wird, sondern durch eine starke Verteidigungsindustrie.
Vom Traditionsstandort zur Mega-Fabrik
Seit 1899 werden in Unterlüß Waffen und Munition erprobt – auf einem gewaltigen Areal von 60 Quadratkilometern. Was einst als beschaulicher Produktionsstandort begann, entwickelt sich nun zum industriellen Herzstück der europäischen Rüstungsproduktion. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Von bescheidenen 25.000 Artilleriegeschossen in diesem Jahr soll die Produktion bis 2027 auf 350.000 Stück hochgefahren werden. Konzernweit peilt Rheinmetall sogar 1,5 Millionen Geschosse an.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger sprach von einem "neuen Kapitel" in der Firmengeschichte. Man könnte es auch anders formulieren: Während die deutsche Politik jahrelang die Bundeswehr kaputtgespart und sich in ideologischen Grabenkämpfen verloren hat, bereitet sich die Industrie auf die harte Realität vor. Der Ukraine-Krieg hat schonungslos offengelegt, wie naiv die deutsche Friedenspolitik der vergangenen Jahrzehnte war.
500 Millionen Euro für die Zeitenwende
Die Investitionssumme von knapp 500 Millionen Euro für den Ausbau in Unterlüß zeigt, dass hier nicht gekleckert, sondern geklotzt wird. Neben der Artillerieproduktion entstehen Fabriken für Raketenmotoren, möglicherweise Gefechtsköpfe und sogar für RDX-Sprengstoff. Etwa 500 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden – zusätzlich zu den bereits über 3.000 Beschäftigten am Standort.
Besonders pikant: Der US-Rüstungsriese Lockheed Martin verhandelt bereits über die Produktion seiner Raketen "ATACMS" und "Hellfire" in Unterlüß. Die Amerikaner wissen offenbar, wo in Europa verlässlich und effizient produziert wird – während unsere eigene Politik noch immer davon träumt, mit Windrädern und Solaranlagen die Welt zu retten.
Die bittere Wahrheit hinter dem Boom
Der Rüstungsboom bei Rheinmetall ist das direkte Ergebnis politischen Versagens. Jahrzehntelang wurde die Bundeswehr systematisch heruntergewirtschaftet, während man sich in Berlin lieber mit Gendersternchen und Klimazielen beschäftigte. Nun, da der Krieg wieder vor Europas Haustür steht, muss hastig aufgerüstet werden – zu deutlich höheren Kosten, als wenn man kontinuierlich in die Verteidigung investiert hätte.
Die neue Große Koalition unter Merz verspricht zwar Besserung, doch die Ankündigung eines 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens für Infrastruktur lässt Böses ahnen. Wieder sollen Schulden gemacht werden, die kommende Generationen belasten – obwohl Merz im Wahlkampf das Gegenteil versprochen hatte. Währenddessen explodiert die Inflation, und die Bürger zahlen die Zeche für eine verfehlte Politik.
Expansion ohne Grenzen
Papperger kündigte bereits weitere Projekte in Litauen, Großbritannien, Rumänien und Lettland an. Sogar in der Ukraine selbst soll produziert werden. Die Botschaft ist klar: Während Deutschland politisch in der Bedeutungslosigkeit zu versinken droht, positioniert sich Rheinmetall als unverzichtbarer Partner der NATO-Staaten.
Es bleibt die bittere Erkenntnis: Deutschland wird wieder zur Waffenschmiede Europas – nicht aus Stärke, sondern aus der Not heraus. Die wahre Tragödie liegt darin, dass wir diese Entwicklung einer Politik zu verdanken haben, die jahrelang die Realitäten ignoriert und stattdessen ideologischen Träumereien nachgejagt ist. Immerhin zeigt Rheinmetall, dass deutsche Ingenieurskunst und Unternehmertum noch funktionieren – wenn man sie denn lässt.
Die Ironie der Geschichte: Ausgerechnet die Rüstungsindustrie muss nun retten, was eine naive Politik über Jahrzehnte vernachlässigt hat. Während in Berlin über Klimaneutralität debattiert wird, schaffen Unternehmen wie Rheinmetall die harten Fakten für Europas Sicherheit.