
Russische Bomber vor Alaska: Kreml testet Amerikas Luftverteidigung – und die Welt schaut zu
Es sind Bilder, die an die dunkelsten Tage des Kalten Krieges erinnern: Russische Langstreckenbomber, eskortiert von Kampfjets, nähern sich der amerikanischen Küste vor Alaska. Das US-Militär reagiert – und schickt seine modernsten Kampfflugzeuge in die Luft. Was klingt wie ein Szenario aus einem Tom-Clancy-Roman, ist bittere Realität im Februar 2026.
Fünf russische Militärmaschinen in der Pufferzone
Wie das North American Aerospace Defense Command (NORAD) am Freitag mitteilte, seien gleich mehrere russische Militärflugzeuge in die sogenannte Alaskan Air Defense Identification Zone (ADIZ) eingedrungen – jene Pufferzone im internationalen Luftraum entlang der Küste Alaskas, in der sich sämtliche Flugzeuge aus Sicherheitsgründen identifizieren müssen. Konkret habe es sich um zwei strategische Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-95, zwei Kampfjets des Typs Su-35 sowie einen Luftraumaufklärer A-50 gehandelt.
Die Tu-95 – ein viermotoriger Turboprop-Bomber aus sowjetischer Entwicklung, der seit den 1950er Jahren im Dienst steht und bis heute als nuklearer Raketenträger fungiert – ist gewissermaßen das fliegende Ausrufezeichen des Kremls. Wenn Moskau diese Maschinen losschickt, will man gesehen werden.
Amerikas Antwort: F-16, F-35 und ein ganzer Schwarm Unterstützung
NORAD ließ sich nicht lange bitten. Als Reaktion auf die russische Provokation stiegen Kampfjets der Typen F-16 und F-35 auf, begleitet von einem Frühwarnflugzeug E-3 sowie mehreren Tankflugzeugen vom Typ KC-135. Ein beachtliches Aufgebot, das die russischen Maschinen so lange eskortierte, bis diese die Zone wieder verlassen hatten. Zu keinem Zeitpunkt, so betonte NORAD ausdrücklich, hätten die russischen Flugzeuge den Hoheitsbereich der Vereinigten Staaten oder Kanadas verletzt.
Mehrere US-Medien bestätigten den Vorfall unter Berufung auf Pentagon-Quellen. Die Kampfjets seien ausgelöst worden, um die russischen Bomber und Kampfflugzeuge zu identifizieren und sicher aus der Zone zu geleiten.
Routine oder Eskalation? Die gefährliche Normalität
NORAD spielte den Vorfall herunter – man könnte fast sagen: routiniert gelassen. Derartige Vorstöße russischer Militärflugzeuge in die Alaskan ADIZ kämen regelmäßig vor und würden nicht als unmittelbare Bedrohung gewertet. Fachleute erklärten, solche Manöver dienten vielmehr der Überprüfung der Reaktionsfähigkeit nordamerikanischer Luftabwehrkräfte.
Doch genau hier liegt das Problem. Was heute als „Routine" abgetan wird, wäre vor wenigen Jahrzehnten ein diplomatischer Eklat gewesen. Die schleichende Normalisierung militärischer Machtdemonstrationen – ob über der Arktis, im Schwarzen Meer oder im Südchinesischen Meer – ist ein Symptom einer Weltordnung, die zunehmend aus den Fugen gerät.
Europa sollte genau hinschauen
Während die USA ihre Luftverteidigung im hohen Norden unter Beweis stellen, darf man sich in Berlin und Brüssel durchaus fragen, wie es um die eigene Verteidigungsfähigkeit bestellt ist. Deutschland, das jahrzehntelang seine Bundeswehr kaputtgespart hat und erst unter dem Druck des Ukraine-Krieges hektisch ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro zusammenkratzte, wäre gut beraten, solche Vorfälle nicht als fernes Spektakel abzutun. Wer seine Verteidigung vernachlässigt, wird irgendwann selbst zum Testfall.
Die Zeiten, in denen man sich hinter dem amerikanischen Schutzschild verstecken konnte, ohne selbst einen angemessenen Beitrag zu leisten, neigen sich dem Ende zu. Präsident Trump hat dies mehr als deutlich gemacht. Und Russlands Bomber vor Alaska sind eine unmissverständliche Erinnerung daran, dass geopolitische Spannungen keine Rücksicht auf europäische Befindlichkeiten nehmen.
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