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30.01.2026
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Russland sieht Deutschland als Feind: Jeder zweite Russe misstraut der Bundesrepublik

Russland sieht Deutschland als Feind: Jeder zweite Russe misstraut der Bundesrepublik

Eine aktuelle Umfrage des renommierten Lewada-Zentrums offenbart eine erschreckende Realität: Die Hälfte der russischen Bevölkerung betrachtet Deutschland mittlerweile als feindseliges Land. Was einst eine Partnerschaft war, die auf wirtschaftlicher Zusammenarbeit und kulturellem Austausch basierte, ist zu einem Verhältnis tiefgreifenden Misstrauens verkommen. Die Frage drängt sich auf: Wer trägt die Verantwortung für diese diplomatische Eiszeit?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Die im Auftrag der Deutschen Sacharow-Gesellschaft durchgeführte Erhebung zeichnet ein düsteres Bild der deutsch-russischen Beziehungen. Während 62 Prozent der befragten Russen Polen und Litauen als feindlich einstufen und 57 Prozent Großbritannien mit Argwohn betrachten, landet Deutschland mit exakt 50 Prozent auf einem unrühmlichen vierten Platz. Selbst Schweden, das traditionell als neutral galt, wird von 40 Prozent der Russen als feindselig wahrgenommen.

Bemerkenswert erscheint hingegen die Einschätzung der Vereinigten Staaten. Trotz der jahrzehntelangen Rivalität zwischen Washington und Moskau sehen die meisten Russen Amerika weniger als Feind, sondern vielmehr als Konkurrenten – eine Unterscheidung, die 53 Prozent der Befragten treffen. Diese Nuancierung verdeutlicht, dass die russische Bevölkerung durchaus differenziert urteilt.

Freunde findet Russland im Osten

Wen betrachten die Russen als Verbündete? Die Antwort überrascht kaum: Belarus, China, Kasachstan, Indien und Nordkorea führen die Liste der als freundlich eingestuften Nationen an. Mit Ausnahme Indiens handelt es sich dabei ausnahmslos um Staaten, die westliche Beobachter als autoritär regiert bezeichnen würden. Doch ist diese Kategorisierung nicht auch ein Stück weit selbstgerecht? Schließlich mehren sich auch in der Europäischen Union die Stimmen, die eine zunehmend autoritäre Tendenz in Brüssel beklagen.

Die Militarisierung des Bewusstseins

Der russische Soziologe Lew Gudkow sprach bei einer Präsentation in Berlin von einer regelrechten „Militarisierung des Bewusstseins" in seiner Heimat. Seine Analyse ist ernüchternd: Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion habe Russland lediglich sechs Jahre lang keinen Krieg geführt. Das Land sehe sich nicht als Aggressor, sondern als Opfer äußerer Bedrohungen – eine Überzeugung, die heute tiefer verwurzelt sei als je zuvor.

Die Zahlen untermauern diese These eindrucksvoll. Während 1998 noch 36 Prozent der Russen davon überzeugt waren, ihr Land habe keine Kriege begonnen, sind es heute stolze 65 Prozent. Eine Verdoppelung innerhalb von gut zwei Jahrzehnten, die nachdenklich stimmen sollte.

Wer dämonisiert hier wen?

Doch bevor man vorschnell mit dem Finger auf Moskau zeigt, sollte man einen kritischen Blick auf die eigene Medienlandschaft werfen. Die permanente Dämonisierung Russlands und insbesondere Präsident Putins durch westliche Regierungen und Medien hat zweifellos ihren Teil zu dieser Entfremdung beigetragen. Wer täglich mit Schlagzeilen bombardiert wird, die den Nachbarn im Osten als existenzielle Bedrohung darstellen, darf sich nicht wundern, wenn die Gegenseite entsprechend reagiert.

Es wäre naiv zu glauben, dass die russische Bevölkerung diese Rhetorik nicht wahrnimmt. In einer globalisierten Welt dringen auch westliche Narrative nach Russland durch – und sie hinterlassen Spuren. Die Frage, ob nicht auch die deutsche Politik mit ihrer kompromisslosen Haltung zur Eskalation beigetragen hat, wird in den hiesigen Mainstream-Medien kaum gestellt. Dabei wäre gerade jetzt ein Moment der Selbstreflexion angebracht.

Das deutsche Volk ist nicht seine Regierung

Ein wesentlicher Aspekt wird in der Debatte häufig übersehen: Die Russen unterscheiden offenbar nicht ausreichend zwischen der deutschen Bevölkerung und ihrer politischen Führung. Viele Deutsche teilen die aggressive Rhetorik ihrer Regierung keineswegs. Sie sehnen sich nach einer Rückkehr zu pragmatischen Beziehungen, nach wirtschaftlicher Zusammenarbeit und kulturellem Austausch. Doch ihre Stimmen werden von einer politischen Klasse übertönt, die sich dem transatlantischen Kurs verschrieben hat.

Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines, die Lieferung schwerer Waffen in die Ukraine, die Sanktionspolitik – all dies geschah nicht im Namen des deutschen Volkes, sondern wurde von einer Regierung durchgesetzt, die ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen dem Diktat aus Washington unterordnete. Die Zeche zahlen nun beide Seiten: Deutsche Unternehmen verlieren Märkte, russische Bürger verlieren das Vertrauen.

Ein Teufelskreis der Feindseligkeit

Was wir derzeit erleben, ist ein klassischer Teufelskreis. Je mehr der Westen Russland isoliert, desto mehr wendet sich Moskau seinen östlichen Partnern zu. Je enger die Bande zwischen Russland und China werden, desto nervöser reagiert der Westen. Und je nervöser der Westen reagiert, desto mehr fühlen sich die Russen in ihrer Opferrolle bestätigt.

Dieser Kreislauf lässt sich nur durchbrechen, wenn beide Seiten bereit sind, aufeinander zuzugehen. Doch davon ist derzeit wenig zu spüren. Stattdessen verfestigen sich die Fronten, und die Gräben werden tiefer. Die Leidtragenden sind die einfachen Menschen auf beiden Seiten – Deutsche wie Russen, die sich nach Frieden und Normalität sehnen.

Die Umfrage des Lewada-Zentrums sollte als Weckruf verstanden werden. Sie zeigt, wie weit sich zwei Völker voneinander entfernt haben, die einst durch Geschichte, Kultur und wirtschaftliche Interessen verbunden waren. Es liegt an der Politik, diese Entwicklung umzukehren – bevor es zu spät ist.

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