Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
24.08.2026
11:28 Uhr
KI-generiert

Schwimmen nur fĂĽr Schwarze: Polizei kennt keine einzige Drohanzeige

Schwimmen nur fĂĽr Schwarze: Polizei kennt keine einzige Drohanzeige
Symbolbild: KI-generiert

Ein abgesagter Badenachmittag, ein bundesweiter Aufschrei – und eine Auskunft der Berliner Polizei, die neue Fragen aufwirft. Der Verein „Each One Teach One“ (EOTO) wollte am 14. August das temporäre „Volksbad“ vor der Berliner Volksbühne sechs Stunden lang exklusiv für Schwarze Kinder und Jugendliche nutzen. Einen Tag vorher kam die Absage – wegen angeblicher Sicherheitsrisiken.

Doch bei der Polizei Berlin liegen dazu offenbar keinerlei Anzeigen vor. Das teilte die Behörde Medienberichten zufolge auf Anfrage mit: Anzeigen über Gewaltandrohungen mit Bezug zur Veranstaltung oder zum Verein seien nicht bekannt. Auch Hinweise auf ein gefährdendes Ereignis hätten der Polizei nicht vorgelegen.

Ein Becken, ein Zeitfenster – und eine Debatte, die eskalierte

Das „Volksbad“ ist eine temporäre Kunstaktion zum Antritt der neuen Intendanz: 25 Meter lang, 1,30 Meter tief, Eintritt frei, aufgebaut seit dem 7. August und geplant bis Anfang Oktober. Ausweiskontrollen wie in regulären Berliner Freibädern gibt es hier nicht.

Zwischen 12 und 18 Uhr sollten Nicht-Schwarze draußen bleiben. Genau daran entzündete sich der Streit – und die Frage, die viele Bürger umtreibt: Wie verträgt sich ein Zutritt nach Hautfarbe mit dem Gleichheitsgrundsatz?

Der Verein spricht von Drohmails, das Theater von „rechter Hetze“

EOTO begründete die Absage damit, man könne die physische und psychische Sicherheit der Kinder und Jugendlichen nicht mehr gewährleisten – „auch nicht durch Sicherheitskräfte und Polizei“. Seit Beginn der öffentlichen Debatte habe der Verein rassistische Droh-E-Mails, Gewaltandrohungen und diskriminierende Kommentare in sozialen Netzwerken erhalten.

Die Volksbühne legte vier Tage nach dem geplanten Termin nach und sprach von einer „rechten Hetzkampagne“, die zeige, wie tief anti-Schwarzer Rassismus verankert sei. Intendant Matthias Lilienthal verteidigte das Konzept öffentlich: Man führe damit lediglich das Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz aus, das Schutzräume gebiete. Zugleich räumte er ein, die Formulierung „exklusiv“ sei etwas unglücklich gewesen.

Auch die Politik meldete sich zu Wort. Integrationssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) erklärte, die Debatte laufe in die völlig falsche Richtung; zeitlich begrenzte Angebote seien keine Diskriminierung. Kultursenator Stefan Evers (CDU) sagte dem rbb, Projekte dürften nicht wegen Drohungen abgesagt werden.

Keine Anzeige – und trotzdem 80.000 Euro Solidarität

Wichtig zur Einordnung: Fehlende Anzeigen belegen nicht, dass es keine unangenehmen Zuschriften gegeben hat. Sie zeigen lediglich, dass der Rechtsstaat in dieser Sache bislang nicht eingeschaltet wurde. Kritiker fragen sich, warum bei einer als so gravierend geschilderten Bedrohungslage offenbar keine Anzeige erstattet wurde – eine Frage, die EOTO nach Kenntnis unserer Redaktion bislang nicht öffentlich beantwortet hat. Der Verein wurde um eine Stellungnahme gebeten; sollte sie eingehen, wird sie nachgereicht.

Parallel lief eine Spendenkampagne an, die dem Verein binnen drei Tagen rund 80.000 Euro einbrachte; andere Medien berichteten später sogar von 85.000 Euro. Initiiert wurde sie den Berichten zufolge vom Sprecher eines Anti-AfD-Bündnisses, der zugleich kommunalpolitisch für die Grünen aktiv ist.

Hinzu kommt: EOTO wird seit Jahren mit öffentlichen Mitteln gefördert, unter anderem im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Familienministeriums. Aus Sicht unserer Redaktion ist genau das der eigentliche Skandal dieser Geschichte – nicht ein Nachmittag im Pool, sondern die Frage, warum Steuerzahler eine Debattenkultur mitfinanzieren, in der Kritik reflexhaft als „Hetze“ abgeräumt wird, während Belege für die behauptete Bedrohungslage bei der zuständigen Behörde schlicht fehlen.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
26.09.2025
6 Min.

Digitaler Euro: Kein Schutz vor Falschgeld

Auf der Nordseeinsel Föhr häufen sich in diesen Wochen Berichte über gefälschte 2-Euro-Münzen. Eisdielen, Händler und Gastronomen sind gleichermaßen betroffen. Das zuständige Landeskriminalamt erklär…
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen