
Skandal in Sachsen: Wenn der Staat linke Frauenvereine pÀppelt und CDU-Frauen aussortiert werden
Was sich derzeit im Freistaat Sachsen abspielt, klingt wie aus einem schlechten LehrstĂŒck ĂŒber die Verfilzung von Politik, Vereinswesen und Steuergeldern. Der Landesfrauenrat Sachsen, ein mit reichlich öffentlichen Mitteln alimentierter Dachverband, will offenbar nichts weniger, als die einzige CDU-Vertreterin aus seinem Vorstand zu entfernen. Ihr Vergehen? Sie hatte gewagt, öffentlich auf SatzungsverstöĂe und auf Verbindungen einzelner Vorstandsmitglieder ins linksextreme Antifa-Milieu hinzuweisen. Statt diese Hinweise ernst zu nehmen, wird die AufklĂ€rerin nun zur VerrĂ€terin erklĂ€rt â und das mit RĂŒckendeckung aus dem von SPD-Bundesvize Petra Köpping gefĂŒhrten Sozialministerium.
Wenn das Ministerium zum Komplizen wird
Bemerkenswert ist nicht nur, was geschieht, sondern auch, wer dabei mitmischt. Auf Anfrage musste das Sozialministerium einrĂ€umen, dass es bereits im Herbst 2025 Hinweise auf mögliche Unstimmigkeiten erhalten habe. SpĂ€testens nach einem âBildâ-Bericht im Januar 2026 sei die Sache aktenkundig gewesen. Doch statt einzuschreiten, kam es zu einer Schalte zwischen Ministeriumsleitung und Landesfrauenrat â ohne die CDU-Vertreterin, versteht sich. Die Landesbeauftragte fĂŒr Antidiskriminierung soll laut Vorstandsprotokoll sogar zugesichert haben, bei der Aufsichtsbehörde, der Landesdirektion, zugunsten des Landesfrauenrates zu intervenieren. Wer da noch von neutralem Verwaltungshandeln spricht, glaubt vermutlich auch an die Schuldenbremse von Friedrich Merz.
Antifa-Radio, Demonstrationen, ideologische Schlagseite
Der Landesfrauenrat selbst pflegt offenbar Kontakte, die jeden steuerzahlenden BĂŒrger aufhorchen lassen sollten. Das öffentlich geförderte Radio Corax, das wöchentlich âAntifa-Newsâ produziert, strahlte ein Interview mit der Vorsitzenden des Verbandes aus. Höhepunkt einer gemeinsamen Demonstration im November 2025 sei laut Sender ein Aufmarsch gewesen, an dem auch vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppierungen teilgenommen haben sollen. Die Vorsitzende dozierte derweil ĂŒber das angeblich allgegenwĂ€rtige âpatriarchale GeschlechterverhĂ€ltnisâ â ein Vokabular, das eher in linke Seminare als in die GeschĂ€ftsstelle eines staatlich geförderten Dachverbandes gehört.
Wahlempfehlung gegen Andersdenkende
Wie weit die parteipolitische Schlagseite reicht, zeigte sich bereits vor der Landtagswahl 2024. Damals empfahl der Landesfrauenrat lediglich âdemokratische Parteienâ â AfD und BSW wurden gar nicht erst zu ihren Positionen befragt. Wer entscheidet hier eigentlich, wer âdemokratischâ ist? Offenbar ein Verein, dessen Zielkatalog â von Lohngerechtigkeit ĂŒber âVielfalt der LebensentwĂŒrfeâ bis zur SchlieĂung von RentenlĂŒcken â wie eine Light-Version eines rot-grĂŒnen Wahlprogramms anmutet.
Spaltung im Anmarsch
Die erfahrene DGB-Vorsitzende und frĂŒhere SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe soll laut Protokoll nun die Abwahl der CDU-Vertreterin koordinieren. Sollte das gelingen, droht die Frauen Union geschlossen auszutreten â und auch andere bĂŒrgerliche Mitgliedsorganisationen wie der Landfrauenverband könnten folgen. Eine Spaltung wĂ€re allerdings kein Novum: Zwischen 2000 und 2007 existierten bereits zwei konkurrierende LandesfrauenrĂ€te. Vielleicht wĂ€re eine erneute Trennung sogar das ehrlichste Ergebnis dieser Posse.
Das gröĂere Bild: Vereinnahmung der Zivilgesellschaft
Der Fall Sachsen ist kein EinzelphĂ€nomen. Er steht symptomatisch dafĂŒr, wie systematisch zivilgesellschaftliche Strukturen in Deutschland politisch eingefĂ€rbt und mit Steuergeldern alimentiert werden. Wer die richtige ideologische Linie vertritt, bekommt Fördergelder, Ministerkontakte und MedienprĂ€senz. Wer abweicht, wird abgewĂ€hlt. Dass dies ausgerechnet unter einer CDU-gefĂŒhrten Staatsregierung in Sachsen geschieht, ist die eigentliche Pointe â und passt ins Bild einer Union, die offenbar selbst dann nicht aufmuckt, wenn die eigenen Vertreter aus staatlich finanzierten Gremien herausgedrĂ€ngt werden. BĂŒrgerliche Politik sieht anders aus. Sehr viel anders.
Ob sich am Freitagnachmittag bei der Delegiertenversammlung tatsĂ€chlich der Hammer auf die CDU-Frau senkt, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Das Vertrauen vieler BĂŒrger in die UnabhĂ€ngigkeit staatlich geförderter Vereine dĂŒrfte nach diesem Vorgang weiter schwinden. Und das mit gutem Grund.
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