
Sondervermögen als Luftnummer: 30 Milliarden Euro versickern im bürokratischen Nirwana
Es war das große Versprechen, mit dem Friedrich Merz seine Kanzlerschaft untermauern wollte: 500 Milliarden Euro für Deutschlands marode Infrastruktur, ein gewaltiges Sondervermögen, das den Aufbruch signalisieren sollte. Doch was als historischer Kraftakt angekündigt wurde, entpuppt sich zunehmend als bürokratisches Trauerspiel. Von 116 Milliarden Euro, die 2025 zur Verfügung standen, blieben sage und schreibe 30 Milliarden ungenutzt. Einfach liegen geblieben. Nicht investiert. Nicht verbaut. Nicht einmal verplant.
Große Worte, kleine Taten
„Mit dem Sondervermögen Infrastruktur werden wir unser Land in den kommenden Jahren systematisch modernisieren" – so steht es im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, jenem Dokument, das den Titel „Verantwortung für Deutschland" trägt. Man fragt sich unwillkürlich: Verantwortung wofür genau? Dafür, dass Brücken weiter bröckeln, Schienen rosten und Straßen zu Schlaglochpisten verkommen?
Der Düsseldorfer Ökonom Jens Südekum warnt bereits vor einer gefährlichen „Bugwelle" nicht abgerufener Mittel. Und er hat recht. Denn das Signal, das von ungenutzten Milliarden ausgeht, ist verheerend – nicht nur für die öffentliche Infrastruktur, sondern vor allem für die private Wirtschaft. Die Rechnung war eigentlich simpel: Jeder staatlich investierte Euro sollte etwa 1,50 Euro an privaten Folgeinvestitionen auslösen. Eine Hebelwirkung, die Ökonomen der Friedrich-Ebert-Stiftung und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung berechnet hatten. Doch ein Hebel, der nicht angesetzt wird, bewegt bekanntlich gar nichts.
Der „Verschiebebahnhof" des Finanzministers
Besonders brisant sind die Vorwürfe gegen Finanzminister Lars Klingbeil. Statt die Sondervermögens-Milliarden tatsächlich in neue Infrastrukturprojekte zu stecken, soll der SPD-Mann sie genutzt haben, um klaffende Löcher im regulären Bundeshaushalt zu stopfen. Ein klassischer Taschenspielertrick, den das Institut der Deutschen Wirtschaft mit erschreckenden Zahlen untermauert: Beinahe jeder zweite Euro aus dem Sondervermögen werde demnach zweckentfremdet. Das ist kein Investitionsprogramm – das ist kreative Buchführung auf Kosten kommender Generationen.
Man erinnere sich: Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen hat seine Regierung mit Hilfe der Grünen – ausgerechnet der Grünen! – die Schuldenbremse aufgeweicht, um ein halbe Billion Euro an Krediten aufzunehmen. 100 Milliarden davon fließen auf Drängen ebenjener Grünen in den sogenannten Klima- und Transformationsfonds. Ob der deutsche Steuerzahler, der diese Schulden über Jahrzehnte hinweg wird abtragen müssen, das als „Verantwortung für Deutschland" empfindet, darf bezweifelt werden.
Bauindustrie spricht von „verschenktem Jahr"
Die Kritik kommt längst nicht mehr nur von Ökonomen und Oppositionspolitikern. Aus der Wirtschaft selbst werden die Stimmen immer lauter. „Das Sondervermögen kommt im Straßenbau nicht an", konstatierte Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Baustoffe, bereits im September 2025 nüchtern. Der Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie sprach gar von einem „verschenkten Jahr". Ein verschenktes Jahr – wohlgemerkt in einer Zeit, in der Deutschlands Infrastruktur buchstäblich auseinanderfällt.
Selbst 500 Milliarden könnten nicht reichen
Und als wäre das alles nicht deprimierend genug, zeigt eine Studie des Thinktanks Agora Verkehrswende und des Dezernats Zukunft, dass die tatsächlich notwendigen Investitionen bis 2030 bei rund 390 Milliarden Euro allein für die Verkehrsinfrastruktur liegen dürften. Dem stehen gerade einmal 30 Milliarden aus dem Sondervermögen gegenüber, die bis 2029 in diesen Bereich fließen sollen – ergänzt durch reguläre Haushaltsmittel auf insgesamt 169 Milliarden. Eine massive Unterfinanzierung, selbst wenn man die optimistischsten Szenarien zugrunde legt.
Was bleibt, ist ein bitteres Fazit. Deutschland hat sich verschuldet wie nie zuvor in Friedenszeiten, und dennoch kommt das Geld nicht dort an, wo es dringend gebraucht wird. Die Bürokratie frisst die Milliarden, bevor auch nur ein einziger Bagger rollt. Planungsverfahren dauern Jahre, Genehmigungen verstauben in Amtsstuben, und die politische Klasse feiert sich derweil für Ankündigungen, die sie nicht einlöst. Es ist ein Muster, das sich durch die gesamte deutsche Politik zieht: Viel versprechen, wenig liefern – und am Ende zahlt der Bürger die Zeche.
In Zeiten wie diesen, in denen der Staat Schulden in astronomischer Höhe aufnimmt und die Inflation die Ersparnisse der Bürger schleichend entwertet, erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen auf ein solides Fundament zu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade dann, wenn staatliche Versprechen sich als hohl erweisen und die Kaufkraft des Geldes durch politische Fehlentscheidungen erodiert. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
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