
Stellantis versenkt 22 Milliarden Euro: Die grüne Transformation entpuppt sich als teuerste Illusion der Automobilgeschichte
Was passiert, wenn eine ganze Branche jahrelang politischen Wunschträumen hinterherläuft, statt auf die Realität des Marktes zu hören? Die Antwort liefert nun Stellantis – und sie ist verheerend. Der europäische Automobilriese, Mutterkonzern von Marken wie Fiat, Chrysler und Opel, musste in der zweiten Jahreshälfte 2025 Abschreibungen in Höhe von 22 Milliarden Euro vornehmen. Allein auf dem Papier bedeutet das einen Verlust von 19 bis 21 Milliarden Euro für Europas zweitgrößten Autobauer. Ein schwarzer Freitag – im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Aktionäre zahlen die Zeche
Die ersten Opfer dieser wirtschaftlichen Katastrophe sind die Anteilseigner. Die Dividende für das laufende Jahr? Ersatzlos gestrichen. Eine schnelle Erholung? Nicht in Sicht. Die Aktie verlor an einem einzigen Handelstag bis zu 25 Prozent ihres Wertes und riss dabei den gesamten Automobilsektor mit in die Tiefe. Man muss sich das einmal vergegenwärtigen: Milliarden an Börsenwert, vernichtet in wenigen Stunden – weil ein Konzern der politisch verordneten Elektro-Euphorie blind gefolgt ist.
Stellantis-Chef Antonio Filosa sprach von einem „Business Reset". Eine bemerkenswert diplomatische Umschreibung für das, was in Wahrheit ein Offenbarungseid ist. Das Tempo der sogenannten Energiewende sei massiv überschätzt worden, so Filosa. Der Konzern habe sich von den tatsächlichen Bedürfnissen, Möglichkeiten und Wünschen der Autokäufer abgekoppelt. Welch eine Erkenntnis! Hätte man auf den gesunden Menschenverstand gehört statt auf grüne Ideologen, wäre dieser Milliardenschaden vermeidbar gewesen.
Symbolische Kapitulation: Batteriefabrik für 100 Dollar
Wie tief der Fall ist, zeigt ein Detail, das geradezu symbolisch für das Scheitern der grünen Transformation steht: Stellantis erwarb eine kanadische Batteriefabrik für gerade einmal 100 Dollar – ein Projekt, in das einst Milliarden geflossen waren. Hundert Dollar. Das ist weniger als ein Abendessen für zwei Personen in einem gehobenen Restaurant. In den USA wird der vollelektrische Pickup RAM 1500 REV komplett eingestellt. Bei Alfa Romeo werden Elektropläne verschoben, das Angebot an rein elektrischen Kompakt- und Mittelklassefahrzeugen wird drastisch reduziert.
Stattdessen kehrt Stellantis zu dem zurück, was funktioniert: Verbrennungsmotoren und Hybridantriebe. Eine Kehrtwende, die nicht aus Überzeugung kommt, sondern aus purer wirtschaftlicher Not erzwungen wurde. Der Markt hat gesprochen – und sein Urteil über die politisch verordnete Elektromobilität ist vernichtend.
Der politisch gehypte E-Auto-Boom – eine Fata Morgana
Jahrelang wurden Automobilhersteller mit politischen Narrativen der grünen Transformation verführt. Käufer wurden mit üppigen Subventionen gelockt. Und nun? Der Kater nach dem künstlichen Rausch ist brutal. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen bleibt weit hinter den politischen Prognosen zurück. Was Kritiker seit Jahren anmahnen, wird nun zur bitteren Realität: Der Markt lässt sich nicht per Dekret umkrempeln.
Stellantis ist dabei nur das jüngste Symptom einer Krise, die die gesamte europäische Automobilindustrie erfasst hat. Bereits Ende vergangenen Jahres kündigte der Zulieferer Bosch weltweit 13.000 weitere Stellenstreichungen an und richtete seine interne E-Auto-Strategie neu aus. Deutsche Medien versuchen derweil reflexartig, US-Präsident Donald Trump die Schuld zuzuschieben – seine Politikwechsel, Subventionskürzungen und neuen Emissionsstandards seien verantwortlich für den Einbruch der E-Auto-Nachfrage. Eine bequeme Ausrede, die von der eigentlichen Ursache ablenkt: dem ideologiegetriebenen Irrweg einer erzwungenen Transformation.
Deutsche Autobauer im Sog der Krise
Die toxische Mischung aus selbstverschuldeten Energiekrisen, restriktiven grünen Regulierungen und gnadenlosem Wettbewerb aus Übersee hat die deutschen Automobilhersteller am härtesten getroffen. Die Produktion in Deutschland ist seit dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019 dramatisch eingebrochen: Im vergangenen Jahr wurden nur noch rund 4,15 Millionen Fahrzeuge produziert – ein Rückgang von 18 Prozent.
Die Hersteller verlagern ihre Produktion zunehmend an andere europäische Standorte wie Ungarn, Polen oder Tschechien. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) meldet rund 55.000 verlorene Arbeitsplätze in den vergangenen zwei Jahren allein durch Produktionskürzungen in dieser nach wie vor systemrelevanten Branche. Fünfundfünfzigtausend Familien, deren Existenzgrundlage durch politische Traumtänzerei gefährdet oder bereits zerstört wurde.
Auch Porsche hat seine Elektro-Einführungen zugunsten von Hybridmodellen zurückgefahren. Deutsche Autobauer verschieben reihenweise ihre E-Auto-Pläne, investieren wieder in Verbrennungsmotoren und hybridisieren Projekte, die einst rein elektrisch gedacht waren. Die Frage drängt sich auf: Wie lange noch, bis die politisch erzwungenen Verbrennerverbote unter dem Gewicht der ökonomischen Realität zusammenbrechen?
Stellantis flüchtet in die USA
Vor diesem Hintergrund setzt Stellantis nun konsequent auf den US-Markt, wo der Konzern 34 Fabriken betreibt und 48.000 Mitarbeiter beschäftigt. Investitionen von 13 Milliarden Dollar sollen den Weg zurück zum Wachstum ebnen. Ein unmissverständliches Signal: Europa verliert in der strategischen Unternehmensplanung rapide an Bedeutung. Während der alte Kontinent sich in regulatorischen Fesseln windet, bieten die Vereinigten Staaten unter Präsident Trump offenbar das, was Unternehmen brauchen – Planungssicherheit und marktwirtschaftliche Freiheit.
Und was tut die deutsche Bundesregierung? Sie reaktiviert gescheiterte E-Auto-Förderungen mit Milliarden an Steuergeldern. Man könnte lachen, wenn es nicht so tragisch wäre. Statt aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, wird der klassische Interventionsspirale weiter Nahrung gegeben. Mehr Subventionen, mehr Regulierung, mehr staatliche Lenkung – und am Ende mehr Milliardenverluste, die der Steuerzahler schultern darf. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Große Koalition unter Friedrich Merz aufgelegt hat, wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten. Ob davon auch wieder Milliarden in die gescheiterte E-Auto-Offensive fließen werden?
Die Lektion der klassischen Tragödie
Der Fall Stellantis ist mehr als eine Unternehmenskrise. Er ist ein Lehrstück darüber, welche Verwüstungen politisch-ideologische Systeme anrichten können, wenn sie sich von der Realität abkoppeln. Je größer die Kluft zwischen dem politischen Wunschtraum einer emissionsfreien Mobilität und der Marktwirklichkeit, desto teurer wird das Experiment. Mittelfristig dürften Hybridfahrzeuge und effiziente Verbrennungsmotoren die Gewinner sein – denn niemand kann es sich leisten, den US-Binnenmarkt zu ignorieren. Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere gegenüber chinesischen Rivalen, erfordert diesen pragmatischen Ansatz.
Manchmal, so scheint es, lernt der Mensch tatsächlich nur durch schmerzhafte Erfahrungen. Die Frage ist nur: Wie viele Milliarden müssen noch verbrannt werden, bevor auch der letzte grüne Transformationsromantiker in den Amtsstuben und Konzernzentralen diese Lektion begreift?
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