
Steuereinnahmen steigen – doch der Bürger hat nichts davon

Der deutsche Fiskus greift immer tiefer in die Taschen der Bürger. Die Steuereinnahmen sind im Februar 2026 erneut gestiegen – um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Was auf den ersten Blick nach einem moderaten Zuwachs klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als weitaus dramatischer: Ohne buchungstechnische Sondereffekte bei der Einfuhrumsatzsteuer und der Tabaksteuer hätte das Plus laut Bundesfinanzministerium satte 6,5 Prozent betragen. Man reibt sich die Augen.
Der Staat kassiert – die Wirtschaft stagniert
Während Millionen Deutsche unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzen, die Energiepreise erneut durch die Decke gehen und die wirtschaftliche Lage des Landes bestenfalls als fragil bezeichnet werden kann, sprudeln die Steuerquellen munter weiter. Die Lohnsteuereinnahmen legten um 4,5 Prozent zu – ein Anstieg, der weniger auf Wohlstandsgewinne der Arbeitnehmer zurückzuführen sein dürfte als vielmehr auf die berüchtigte kalte Progression, jenen schleichenden Steuerdiebstahl, den die Politik seit Jahrzehnten nur halbherzig bekämpft.
Besonders bemerkenswert: Die Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge verzeichnete einen kräftigen Aufkommensanstieg. In Zeiten, in denen die Zinsen wieder gestiegen sind, verdient der Staat also prächtig an den bescheidenen Erträgen der Sparer mit – jener Sparer, die jahrelang durch die Nullzinspolitik der EZB faktisch enteignet wurden und nun endlich wieder minimale Renditen erzielen.
Energiesteuer explodiert – Tabaksteuer bricht ein
Ein geradezu groteskes Bild zeichnet sich bei den Bundessteuern ab. Die Energiesteuereinnahmen schossen um 24,4 Prozent in die Höhe. Fast ein Viertel mehr als im Vorjahr. Wer sich fragt, wohin das Geld an der Zapfsäule und bei der Heizkostenabrechnung verschwindet – hier ist ein Teil der Antwort. Der Staat profitiert massiv von den hohen Energiepreisen, die er durch seine eigene verfehlte Energiepolitik der vergangenen Jahre maßgeblich mitverursacht hat. Eine bittere Ironie, die den hart arbeitenden Bürgern dieses Landes kaum entgehen dürfte.
Die Tabaksteuer hingegen brach um fast 20 Prozent ein – allerdings, so das Ministerium beschwichtigend, lediglich aufgrund eines Buchungseffekts. Die Einnahmen würden erst im März verbucht. Man darf gespannt sein, ob sich diese Erklärung bewahrheitet oder ob hier schlicht weniger konsumiert wird, weil sich selbst das Laster kaum noch jemand leisten kann.
Ländersteuern: Erbschaftsteuer als stiller Gewinner
Auch die Bundesländer durften sich über steigende Einnahmen freuen. Die Ländersteuern wuchsen um 4,4 Prozent. Die Erbschaftsteuer legte dabei um beachtliche 9,9 Prozent zu – ein Umstand, der nachdenklich stimmen sollte. Denn diese Steuer trifft vor allem den Mittelstand und Familienunternehmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden. Wenn Erben zum Verkauf von Betrieben gezwungen werden, nur um den Fiskus zu bedienen, dann läuft etwas grundlegend falsch in diesem Land. Die Grunderwerbsteuer stieg mit 1,1 Prozent nur marginal – ein Spiegelbild des nach wie vor schwächelnden Immobilienmarktes.
Mehr Einnahmen, aber wofür?
Die entscheidende Frage, die sich jeder Steuerzahler stellen sollte, lautet: Was geschieht mit all dem Geld? Die Infrastruktur bröckelt, die Bundeswehr ist chronisch unterfinanziert, Schulen verfallen, und die innere Sicherheit lässt in vielen Städten zu wünschen übrig. Stattdessen plant die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen – was nichts anderes ist als ein euphemistischer Begriff für neue Schulden, die kommende Generationen werden abtragen müssen. Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen hat sich in Luft aufgelöst, schneller als die Tinte auf dem Koalitionsvertrag trocknen konnte.
In Zeiten, in denen der Staat immer mehr einnimmt und dennoch immer tiefer in die Verschuldung rutscht, drängt sich eine unbequeme Wahrheit auf: Deutschland hat kein Einnahmenproblem – es hat ein massives Ausgabenproblem. Und solange die Politik nicht den Mut aufbringt, den aufgeblähten Staatsapparat zu verschlanken und die Steuerlast der Bürger spürbar zu senken, wird sich daran nichts ändern.
Für den einzelnen Bürger bedeutet dies vor allem eines: Eigenvorsorge wird immer wichtiger. Wer sein Vermögen langfristig vor der schleichenden Entwertung durch Inflation und steigender Steuerlast schützen möchte, sollte über physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio nachdenken. In unsicheren Zeiten haben sich diese bewährten Wertaufbewahrungsmittel seit Jahrtausenden als verlässlicher Anker erwiesen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.

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