
Südkorea öffnet Krypto-Märkte für Unternehmen: Ende eines neunjährigen Verbots

Nach fast einem Jahrzehnt der Restriktionen vollzieht Südkorea eine bemerkenswerte Kehrtwende in seiner Krypto-Politik. Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde FSC plant offenbar, Unternehmen wieder den Zugang zu digitalen Vermögenswerten zu ermöglichen – ein Schritt, der die asiatischen Krypto-Märkte nachhaltig erschüttern könnte.
Strenge Auflagen für institutionelle Investoren
Die neuen Richtlinien sehen vor, dass börsennotierte Unternehmen und professionelle Investoren künftig bis zu fünf Prozent ihres Eigenkapitals in Kryptowährungen anlegen dürfen. Ein hochrangiger FSC-Beamter kündigte an, die finalen Leitlinien im Januar oder Februar zu veröffentlichen und Transaktionen mit virtuellen Währungen für Investitions- und Finanzzwecke durch juristische Personen zu gestatten.
Doch die Behörden haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Die Investitionen werden ausschließlich auf die zwanzig größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung beschränkt sein. Zudem dürfen Transaktionen nur über die fünf größten regulierten Börsen des Landes abgewickelt werden. Ob dollargebundene Stablecoins wie Tethers USDT in die Liste aufgenommen werden, bleibt vorerst Gegenstand intensiver Diskussionen.
Milliardenschweres Potenzial für den Markt
Die Auswirkungen dieser Entscheidung könnten gewaltig sein. Experten rechnen damit, dass Dutzende Billionen Won in die Krypto-Märkte fließen könnten. Der südkoreanische Internetriese Naver beispielsweise verfügt über ein Eigenkapital von 27 Billionen Won – umgerechnet etwa 18,4 Milliarden Dollar. Theoretisch könnte das Unternehmen damit rund 10.000 Bitcoin erwerben.
Große südkoreanische Konzerne waren bislang gezwungen, im Ausland zu investieren, um die heimischen Restriktionen zu umgehen. Diese Kapitalflucht dürfte nun ein Ende finden. Gleichzeitig erwartet man eine Beschleunigung bei der Einführung eines nationalen Stablecoins sowie von Bitcoin-ETFs.
Digitale Währungsstrategie als Teil des Wirtschaftsplans
Die Lockerung der Krypto-Regulierung fügt sich in eine umfassendere digitale Währungsstrategie ein. Die südkoreanische Regierung verfolgt das ambitionierte Ziel, bis 2030 etwa 25 Prozent aller nationalen Staatsgelder über eine digitale Zentralbankwährung abzuwickeln. Darüber hinaus plant man ein Lizenzsystem für Stablecoin-Emittenten, das eine hundertprozentige Reservedeckung vorschreibt.
Während andere Nationen noch zögern, zeigt Südkorea damit einen pragmatischen Umgang mit der Krypto-Thematik. Ob diese Öffnung langfristig zum Erfolg führt oder neue Risiken birgt, wird sich zeigen müssen.
Hinweis zu Kapitalanlagen
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Kryptowährungen unterliegen extremen Kursschwankungen und bergen erhebliche Verlustrisiken. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen sowie eigene Recherchen durchführen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber können als bewährte Wertspeicher eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung in einem breit gestreuten Portfolio darstellen.
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