
Terroralarm in Ceuta: Spaniens Fahnder finden abgeschobene Dschihadisten unter den Migranten wieder

Es ist der Albtraum jedes Sicherheitsbeamten – und die logische Konsequenz einer Politik, die Grenzen für ein moralisches Ärgernis hält: In der spanischen Exklave Ceuta sind offenbar Personen wieder aufgetaucht, die man einst mühsam verurteilt und außer Landes gebracht hatte. Nach Erkenntnissen spanischer Antiterrorfahnder soll es sich um mindestens ein Dutzend bekannte Dschihadisten handeln, die in Spanien wegen terroristischer Betätigung festgenommen, verurteilt und anschließend nach Marokko abgeschoben worden seien. Aufgefallen sei das bei der Auswertung der Grenzüberwachungskameras. Und die Ermittler rechnen damit, dass die Liste noch länger werde.
Wenn die Abschiebung nur eine Pause ist
Man muss sich das Ausmaß dieses Vorgangs vor Augen halten. Ein Rechtsstaat identifiziert Gefährder, führt Verfahren, spricht Urteile, organisiert die Rückführung – und binnen weniger Jahre stehen dieselben Gesichter wieder vor derselben Grenze. Abschiebung als Drehtür. Wer glaubt, das sei ein spanisches Sonderproblem, verkennt die Geografie: Ceuta liegt an der Außengrenze der Europäischen Union. Wer dort einmal drinnen ist, kann sich in einem Raum ohne Binnenkontrollen bewegen, dessen Zentrum ausgerechnet Deutschland heißt.
Dass es kein Einzelfall ist, zeigt ein Vorgang aus dem Jahr 2021: Damals nahmen spanische Behörden drei Islamisten fest, die einen Schusswaffenanschlag geplant haben sollen – eingereist im Jahr zuvor über die Straße von Gibraltar. Die Route ist bekannt, die Methode ist bekannt, die Täterprofile sind bekannt. Nur der politische Wille, daraus Konsequenzen zu ziehen, bleibt vermisst.
860 „Minderjährige“ – und niemand darf fragen
Parallel dazu offenbart sich das juristische Einfallstor, das in ganz Europa dieselbe Wirkung hat. Rund 860 angeblich unbegleitete Minderjährige halten sich derzeit in Ceuta auf. Sie können nach spanischem Recht nicht abgeschoben werden, jeder Fall muss einzeln geprüft werden. Zwei Schulen habe die Regionalregierung bereits geöffnet, um die Illegalen unterzubringen, Madrid habe zusätzlich 25 Millionen Euro für die Versorgung freigegeben.
Jeder, der das deutsche Asylsystem kennt, weiß, was „angeblich minderjährig“ in der Praxis bedeutet. Das Alter lässt sich in den seltensten Fällen schlüssig überprüfen, medizinische Verfahren gelten schnell als menschenunwürdig, und am Ende entscheidet die Selbstauskunft. Der Schutz von Kindern ist ein hohes Gut – genau deshalb ist es so verheerend, dass er zum Passwort für erwachsene Männer verkommen ist. Wer diesen Mechanismus verteidigt, schützt keine Kinder, er beschädigt deren Schutz.
Zahlenzauber aus Madrid
Besonders bemerkenswert ist die Kommunikation der sozialistischen Zentralregierung. Spaniens Innenminister erklärte, von 72.000 Personen seien 70.000 bereits zurückgekehrt. Nur hatte seine eigene Behörde wenige Tage zuvor noch von 40.000 bis 50.000 Eingedrungenen gesprochen. Vor Ort berichten Reporter dagegen von Tausenden Illegalen, die weiterhin in der Stadt seien, darunter viele Schwarzafrikaner. Ein Schelm, wer sich beim Blick auf diese Zahlenakrobatik an vertraute Muster erinnert fühlt: Erst wird kleingerechnet, dann wird großgerechnet, damit die Rückkehrquote glänzt. Statistik als Beruhigungsmittel.
Wer in einer Sicherheitskrise mit Zahlen jongliert, statt Fakten zu liefern, verspielt genau jenes Vertrauen, das er später dringend bräuchte.
Und schuld ist – Russland?
Während die Fahnder Gefährder identifizieren, sucht die Politik nach Erklärungen. Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums für die Geheimdienste, Marc Henrichmann von der CDU, brachte ins Spiel, es sei möglich, dass Moskau den Ansturm über Social-Media-Bots angestoßen habe, um die EU unter Druck zu setzen. Denkbar seien aber auch Schleuserbanden oder die Spannungen zwischen Marokko und Spanien. Eine belastbare Spur fehle bei allen drei Theorien.
Man darf diesen Reflex durchaus kritisch sehen. Natürlich betreiben fremde Mächte hybride Kriegsführung, und natürlich ist Migration längst ein geopolitisches Druckmittel – das haben Weißrussland an der polnischen Grenze und die Türkei an der griechischen eindrücklich bewiesen. Doch die eigentliche Verwundbarkeit ist hausgemacht: Ein Kontinent, dessen Grenzen sich mit einem Hashtag überwinden lassen, braucht keine externen Bots, um destabilisiert zu werden. Er destabilisiert sich selbst. Die Frage lautet nicht, wer den Zünder gedrückt hat, sondern warum wir seit Jahren auf einem Pulverfass sitzen.
Rückkehrzentren in Afrika – reden statt handeln
Immerhin bewegt sich etwas. Italiens Rechtsregierung hat in einer Schaltkonferenz der EU-Innenminister erneut vorgeschlagen, Migranten ohne Bleiberecht in afrikanischen Staaten unterzubringen; Verhandlungen mit Ruanda, Uganda und Ghana liefen bereits. Österreich und Deutschland sollen beteiligt sein. Österreichs Innenminister sprach von einer „Gruppe der Umsetzer“, die konkret an Rückkehrzentren und Asylverfahren außerhalb Europas arbeite und Anfang September wieder zusammentreffe.
Anfang September. Man wird sich also treffen, tagen, Abschlusserklärungen formulieren – während in Ceuta bereits identifizierte Terrorverdächtige darauf warten, in welchem europäischen Sozialsystem sie landen. Dass eine Regierung in Rom das Thema anpackt, während Berlin bestenfalls Beobachterstatus einnimmt, sagt viel über die politischen Kräfteverhältnisse in Europa. Die Union hat vor der Wahl Grenzsicherung versprochen; geliefert wurden bislang vor allem Arbeitsgruppen und ein 500-Milliarden-Schuldenpaket, das künftige Generationen abbezahlen dürfen.
Was der Bürger längst begriffen hat
Es ist nicht allein die Meinung dieser Redaktion, sondern die eines großen Teils der Bevölkerung: Der Zusammenhang zwischen unkontrollierter Einwanderung, importiertem Islamismus und der Explosion von Messergewalt in deutschen Innenstädten ist kein Konstrukt böswilliger Kritiker, sondern nachlesbare Realität in den Kriminalstatistiken. Wer Gefährder abschiebt und wenige Jahre später vor derselben Grenze wiederfindet, betreibt keine Sicherheitspolitik, sondern ein Beschäftigungsprogramm für Behörden. Deutschland braucht keine neuen Gremien – es braucht Politiker, die für dieses Land regieren und nicht gegen es.
Ceuta ist ein Lehrstück unter Laborbedingungen. Es zeigt in wenigen Quadratkilometern, was passiert, wenn Souveränität zur Verhandlungsmasse wird. Wer diese Lektion jetzt nicht lernt, wird sie später teurer bezahlen.
Wenn der Staat wackelt, zählt Substanz
Politische Instabilität, ausufernde Staatsausgaben und schwindendes Vertrauen in staatliche Handlungsfähigkeit sind historisch stets Begleiter von Währungsnervosität gewesen. Wer sein Vermögen breit aufstellen möchte, hat mit physischen Edelmetallen wie Gold und Silber seit Jahrtausenden einen Baustein zur Hand, der ohne Gegenparteirisiko funktioniert und außerhalb politischer Zusagen existiert – eine sinnvolle Ergänzung in einem gesunden, gestreuten Portfolio.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist verpflichtet, eigene Recherchen durchzuführen und trifft Anlageentscheidungen eigenverantwortlich. Für Vermögensdispositionen sowie steuerliche oder rechtliche Fragen ziehen Sie bitte qualifizierte Fachberater hinzu. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.












