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25.03.2026
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Tickende Zeitbomben auf Rädern: VW ruft fast 100.000 E-Autos wegen Brandgefahr zurück

Tickende Zeitbomben auf Rädern: VW ruft fast 100.000 E-Autos wegen Brandgefahr zurück

Es ist eine Nachricht, die das ohnehin angeschlagene Vertrauen in die Elektromobilität weiter erschüttern dürfte: Volkswagen muss weltweit 94.031 Elektrofahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordern. Der Grund? Fehlerhafte Module in den Hochvoltbatterien, die im schlimmsten Fall zu Bränden führen können. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bestätigte den Rückruf und warnte unmissverständlich vor der bestehenden Brandgefahr.

Wenn die grüne Zukunft Feuer fängt

Betroffen sind gleich mehrere Modelle der vielgepriesenen ID-Reihe: der ID.3, ID.4, ID.5 sowie der ID. Buzz und ID. Buzz Cargo. Hinzu kommt der Cupra Born, eine Schwestermarke des Wolfsburger Konzerns. Von den insgesamt rückgerufenen Fahrzeugen entfallen 74.579 auf die Marke Volkswagen und 19.452 auf Cupra. Allein in Deutschland sind 28.158 Fahrzeuge betroffen – davon 22.182 VW-Modelle und 5.976 Cupra-Exemplare.

Das KBA formuliert in seiner Meldung mit bürokratischer Nüchternheit, was für betroffene Fahrzeughalter alles andere als beruhigend klingen dürfte: Module in der Hochvoltbatterie, die nicht der Spezifikation entsprächen, könnten zu einer Reichweitenabnahme und dem Aufleuchten einer gelben Kontrollleuchte führen. Es bestehe Brandgefahr. Man stelle sich das einmal vor: Da investiert ein Bürger fünfstellige Summen in ein vermeintlich zukunftsweisendes Fahrzeug – und muss nun bangen, ob sein Auto nicht eines Nachts in der Garage in Flammen aufgeht.

Software-Update als Pflaster auf die Wunde

Die Lösung, die Volkswagen anbietet, mutet fast schon symptomatisch an für die gesamte Branche: Ein Software-Update soll durchgeführt, die Batteriemodule geprüft und gegebenenfalls einzelne Module ersetzt werden. Bei VW betrifft der Rückruf Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum vom 24. Juni 2023 bis zum 23. August 2024. Beim Cupra Born reicht die Spanne sogar weiter zurück – vom 7. Februar 2022 bis zum 21. April 2024.

Immerhin: Nach Angaben des KBA seien bislang keine Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit dem Mangel bekannt geworden. Ob das die Besitzer der betroffenen Fahrzeuge beruhigt, darf bezweifelt werden. Denn die Frage, die sich unweigerlich aufdrängt, lautet: Wie viele solcher Mängel schlummern noch unentdeckt in den Batterien der Elektroflotte?

Ein Symptom einer verfehlten Industriepolitik

Dieser Rückruf ist mehr als nur ein technisches Problem eines einzelnen Herstellers. Er ist ein Sinnbild für den überhasteten Umbau der deutschen Automobilindustrie, der von der Politik mit ideologischem Eifer vorangetrieben wurde und wird. Jahrelang hat man den Verbrennungsmotor – jene Technologie, die Deutschland zum Exportweltmeister machte – verteufelt und die Elektromobilität als alternativloses Heilsversprechen propagiert. Milliarden an Steuergeldern flossen in Kaufprämien und Subventionen, um den Bürgern Fahrzeuge schmackhaft zu machen, deren Technologie offensichtlich noch nicht ausgereift ist.

Volkswagen, einst stolzes Symbol deutscher Ingenieurskunst, kämpft seit Jahren mit Problemen. Der Konzern hat Tausende Arbeitsplätze abgebaut, Werke stehen vor der Schließung, und die Konkurrenz aus China drückt mit Billigmodellen auf den Markt. Und nun das: Fast 100.000 Fahrzeuge, die wegen potenzieller Brandgefahr zurück in die Werkstatt müssen. Es ist ein Trauerspiel, das seinesgleichen sucht.

Vertrauen lässt sich nicht per Software-Update wiederherstellen

Die deutschen Verbraucher sind längst skeptisch geworden. Die Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge stagnieren, die anfängliche Euphorie ist verflogen. Wer will es den Menschen verdenken? Zwischen Reichweitenangst, mangelnder Ladeinfrastruktur, horrenden Anschaffungskosten und nun auch noch Brandgefahr – die Liste der Argumente gegen den Elektroantrieb wird immer länger. Viele Bürger entscheiden sich bewusst wieder für den bewährten Verbrenner, und man kann ihnen dafür kaum einen Vorwurf machen.

Was dieser Fall einmal mehr zeigt: Technologische Revolutionen lassen sich nicht per politischem Dekret erzwingen. Wer eine ganze Industrie innerhalb weniger Jahre umkrempeln will, ohne dass die Technologie wirklich marktreif ist, riskiert nicht nur wirtschaftlichen Schaden – sondern im schlimmsten Fall auch Menschenleben. Es wäre an der Zeit, dass die Politik in Berlin endlich zur Vernunft kommt und Technologieoffenheit statt ideologischer Scheuklappen walten lässt. Doch die Hoffnung darauf schwindet mit jedem neuen Rückruf ein Stück mehr.

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