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05.08.2025
08:13 Uhr

Trumps Zoll-Eskalation: Indien im Visier wegen russischer Öl-Deals

Die Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump nimmt immer absurdere Züge an. Während deutsche Unternehmen bereits unter den angekündigten 20-Prozent-Zöllen ächzen, dreht Trump nun erneut an der Eskalationsschraube. Sein neuestes Opfer: Indien. Der Grund? Das Land kaufe russisches Öl und verdiene damit auch noch Geld. Eine Logik, die selbst hartgesottene Wirtschaftsexperten ratlos zurücklässt.

Wenn Handel zur Sünde wird

Trump wirft Indien vor, "riesige Mengen an russischem Öl" zu kaufen und dieses dann "mit hohen Gewinnen" weiterzuverkaufen. Man müsse sich diese Argumentation auf der Zunge zergehen lassen: Ein souveräner Staat wird dafür bestraft, dass er Handel treibt. Dass Indien dabei seine eigene Energiesicherheit gewährleistet und gleichzeitig wirtschaftlich agiert, scheint in Trumps Weltbild ein Verbrechen zu sein.

Die bereits angekündigten 25 Prozent Zölle auf indische Importe reichen dem US-Präsidenten offenbar nicht aus. Eine "erhebliche" Erhöhung kündigte er auf seiner hauseigenen Plattform Truth Social an - konkrete Zahlen nannte er freilich nicht. Diese Salamitaktik der Unsicherheit dürfte Unternehmen auf beiden Seiten des Pazifiks zur Verzweiflung treiben.

Die deutsche Stahlbranche als Kollateralschaden

Während Trump seine Zoll-Keule schwingt, versucht Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in Washington zu retten, was zu retten ist. Die deutsche Stahlbranche steht mit dem Rücken zur Wand: 50 Prozent Sonderzölle auf Stahl und Aluminium bedeuten für viele Betriebe das wirtschaftliche Aus. Klingbeils Hoffnung ruht auf einer Quotenregelung - ein schwacher Trost für eine Industrie, die einst das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bildete.

Besonders bitter: Die EU-Verhandlungsführung hat sich über den Tisch ziehen lassen. 15 Prozent Zölle auf europäische Exporte, während Japan und Südkorea ähnliche Konditionen aushandeln konnten - trotz höherer Handelsüberschüsse mit den USA. Klingbeil selbst räumte ein: "Ich finde, wir waren zu schwach." Eine späte Erkenntnis, die deutschen Arbeitsplätzen wenig hilft.

Die Schweiz im Würgegriff

Noch härter trifft es die Schweiz mit angekündigten 39 Prozent Zöllen. Die Eidgenossen, deren Wirtschaft zu 60 Prozent von US-Exporten abhängt, stehen vor einem Dilemma: Nachgeben oder wirtschaftlicher Selbstmord? Die Schweizer Regierung versucht verzweifelt, ein "attraktiveres Angebot" zu schnüren. Doch was kann man einem Präsidenten anbieten, der Handelspolitik wie ein Casinospiel betreibt?

"Es ist ihnen egal, wie viele Menschen in der Ukraine durch die russische Kriegsmaschinerie getötet werden", polterte Trump über Indiens Ölgeschäfte. Eine bemerkenswerte Aussage von jemandem, der selbst keine kohärente Ukraine-Politik vorweisen kann.

Die neue Weltordnung des Chaos

Was wir hier erleben, ist nichts weniger als die systematische Zerstörung der regelbasierten Welthandelsordnung. Trump agiert wie ein mittelalterlicher Lehnsherr, der willkürlich Tribute einfordert. Die wiederholten Verschiebungen und spontanen Ankündigungen schaffen ein Klima der Unsicherheit, in dem langfristige Investitionen unmöglich werden.

Klingbeils Kritik an Trumps Einmischung in die Geldpolitik der Federal Reserve zeigt ein weiteres beunruhigendes Muster: Die Erosion institutioneller Unabhängigkeit. Wenn Zentralbanken zu politischen Spielbällen werden, ist der Weg zur Währungskrise nicht mehr weit.

Gold als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten

In diesem globalen Handelschaos zeigt sich einmal mehr die Weisheit einer soliden Vermögensdiversifikation. Während Währungen unter politischem Druck schwanken und Handelsbeziehungen über Nacht zerrissen werden, behalten physische Edelmetalle ihren intrinsischen Wert. Gold und Silber kennen keine Zölle auf ihren wahren Wert - sie sind die ultimative Versicherung gegen politische Willkür und wirtschaftliche Verwerfungen.

Die deutsche Wirtschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen. Eine Bundesregierung, die sich in Washington über den Tisch ziehen lässt, während gleichzeitig die heimische Industrie unter immer neuen Regulierungen und Abgaben ächzt, wird diesen Herausforderungen nicht gewachsen sein. Es braucht eine grundlegende Neuausrichtung - weg von der Unterwürfigkeit gegenüber amerikanischen Launen, hin zu einer selbstbewussten Vertretung deutscher Interessen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss seine Investitionsentscheidungen selbst treffen und trägt die volle Verantwortung für seine Anlageentscheidungen. Wir empfehlen, sich umfassend zu informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen.

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