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29.01.2026
15:09 Uhr

Voigt verliert auch Professorentitel: Die Fassade des CDU-Politikers bröckelt weiter

Voigt verliert auch Professorentitel: Die Fassade des CDU-Politikers bröckelt weiter

Was für ein Absturz in Rekordzeit! Kaum hat die Technische Universität Chemnitz dem thüringischen Ministerpräsidenten Mario Voigt seinen Doktortitel aberkannt, folgt der nächste Schlag: Die private Quadriga Hochschule Berlin streicht dem CDU-Politiker nun auch den Professorentitel. Der Mann, der einst als aufstrebender Hoffnungsträger der Union galt, steht plötzlich ohne akademische Würden da – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz eigentlich Aufbruchstimmung verbreiten wollte.

Vom Professor zum Niemand – zumindest akademisch

Bis vor kurzem durfte sich Voigt noch stolz als „Professor für Digitale Transformation und Politik" bezeichnen. Ein Titel, der auf der Internetseite der Quadriga Hochschule prangte und dem Politiker zweifellos einen Hauch von intellektueller Gravitas verlieh. Doch damit ist es nun vorbei. Statt „Prof. Dr. Mario Voigt" findet sich auf der Hochschulwebseite nur noch der schlichte Name – ohne jegliche akademische Verzierung.

Die Privathochschule teilte der Nachrichtenagentur dpa mit, Voigt sei seit seiner Übernahme des Regierungsamts ohnehin beurlaubt gewesen. Man betonte, er sei während seiner Tätigkeit ein „von den Studierenden geschätzter und bestens bewerteter Hochschullehrer" gewesen. Eine Formulierung, die fast schon rührend klingt angesichts der Umstände. Der Politiker habe mit der Hochschule abgestimmt, seine Titel vorerst nicht mehr zu tragen.

Die merkwürdige Doppelmoral der Quadriga Hochschule

Besonders pikant erscheint dabei das Verhalten der Berliner Privathochschule selbst. Während man einerseits den Professorentitel streicht, wirbt man andererseits munter weiter mit dem Namen des in Ungnade gefallenen Politikers. Unter der Überschrift „Angebote mit Mario Voigt" wird dort ein Aufbaustudiengang „MBA mit Fokus Public Affairs & Leadership" angepriesen – Studiengebühren: stolze 18.000 Euro. Der nächste Starttermin? Juni dieses Jahres.

Noch absurder: Voigt wird auf der Webseite weiterhin als Ansprechpartner für potenzielle Kooperationspartner genannt, inklusive Foto und E-Mail-Adresse. Man fragt sich unwillkürlich, ob hier jemand vergessen hat, die Seite zu aktualisieren, oder ob man schlicht hofft, vom verbliebenen Glanz des Ministerpräsidenten noch ein wenig profitieren zu können.

Die Plagiatsvorwürfe: Ein Kartenhaus stürzt ein

Die Wurzel allen Übels liegt in Voigts Doktorarbeit aus dem Jahr 2008. Der Plagiatsjäger Stefan Weber hatte bereits im August 2024 schwere Vorwürfe erhoben. Es geht um die Dissertation „Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf. George W. Bush gegen John F. Kerry". Der Kern der Anschuldigungen: Voigt soll seine angegebenen Quellen gar nicht selbst ausgewertet haben. Stattdessen habe er Sekundärliteratur genutzt, diese aber nicht als Quelle angegeben – ein klassischer Fall von wissenschaftlichem Fehlverhalten.

Die TU Chemnitz zog am Mittwoch die Konsequenzen und entzog Voigt den Doktortitel. Der Ministerpräsident sieht sich nach eigenen Angaben unfair behandelt und hat angekündigt, rechtlich dagegen vorzugehen. Ob diese Strategie Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung zeigt, dass solche Verfahren selten zugunsten der Betroffenen ausgehen.

Ein Symptom für ein größeres Problem?

Der Fall Voigt reiht sich ein in eine lange Liste von Politikern, die über ihre akademischen Titel gestolpert sind. Man erinnere sich an Karl-Theodor zu Guttenberg, Annette Schavan oder Franziska Giffey. Doch während früher noch Rücktritte die Konsequenz waren, scheint sich heute eine gewisse Gleichgültigkeit breitgemacht zu haben. Die politische Klasse hat offenbar gelernt, dass man Skandale einfach aussitzen kann.

Für die CDU kommt dieser Skandal zur Unzeit. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat gerade erst ihre Arbeit aufgenommen, da sorgt ausgerechnet ein Ministerpräsident aus den eigenen Reihen für negative Schlagzeilen. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die politische Elite in Deutschland ein ernsthaftes Glaubwürdigkeitsproblem hat. Während man vom Bürger Ehrlichkeit und Gesetzestreue erwartet, scheinen für die eigenen Reihen andere Maßstäbe zu gelten.

Vertrauen ist keine Einbahnstraße

Die Wähler in Thüringen und ganz Deutschland haben ein Recht darauf zu erfahren, mit wem sie es eigentlich zu tun haben. Ein Ministerpräsident ohne Doktortitel, ohne Professorentitel – aber mit einer Menge unbeantworteter Fragen. Die Reparatur des Vertrauensschadens beginnt mit Ehrlichkeit, nicht mit juristischen Winkelzügen. Ob Mario Voigt das verstanden hat, wird sich zeigen.

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