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Kettner Edelmetalle
20.07.2026
18:04 Uhr

Vom Verlierer lernen? Wenn deutsche Generäle die Ukraine zum Vorbild erklären

Vom Verlierer lernen? Wenn deutsche Generäle die Ukraine zum Vorbild erklären

Es sind Sätze, die aufhorchen lassen. Die Bundeswehr, jene Armee, die seit Jahren mit Munitionsmangel, maroder Ausrüstung und einer chronischen Personalnot kämpft, will nun von der ukrainischen Armee lernen. General Christian Freuding, Inspekteur des Heeres, adelte die Streitkräfte Kiews laut einem Bericht der Financial Times gleich in doppelter Hinsicht: Sie seien «die kampferfahrensten» und aufgrund ihrer schieren Größe auch «quantitativ die stärksten» in ganz Europa.

Ein bemerkenswertes Eingeständnis

Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen. Deutschland, einst eine Militärmacht ersten Ranges, sucht Rat bei einem Land, das seit Jahren in einem zermürbenden Abnutzungskrieg gefangen ist. Ist das nun ehrliche Demut angesichts der eigenen Schwäche – oder schlicht das Eingeständnis, dass jahrzehntelange Sparpolitik und ideologische Vernachlässigung die einst schlagkräftige Bundeswehr in einen Sanierungsfall verwandelt haben?

Nach Angaben Freudings sollen die Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg in Ausbildung, Beschaffung und Organisation der deutschen Truppe einfließen. Das Verteidigungsministerium habe mit Kiew vereinbart, erfahrene ukrainische Soldaten nach Deutschland zu entsenden – ausgerechnet, um Bundeswehrangehörige im Umgang mit Drohnen und in der Abwehr unbemannter Systeme zu schulen. Mehrere Dutzend ukrainische Kämpfer hätten bereits an solchen Programmen teilgenommen.

Die Ironie der Rollenverkehrung

Wer die Absurdität dieser Konstellation begreifen will, muss nur einen Schritt zurücktreten. Über Jahre hinweg bildete die Bundeswehr ukrainische Soldaten aus, lieferte Waffen, Munition und Milliardenbeträge an Steuergeld. Nun kehrt sich das Verhältnis um: Die Ausbilder von gestern werden zu den Schülern von heute. Freuding selbst nannte die Zusammenarbeit «äußerst wertvoll» und sprach von Erkenntnissen, die ohne die ukrainische Unterstützung so nicht möglich gewesen wären.

Kampferfahrung sammelt man nur durch Kampferfahrung – und davor möge uns Gott behüten.

Dieser Kommentar eines Lesers trifft den Kern des Problems. Denn was hier als militärischer Fortschritt verkauft wird, ist in Wahrheit die Vorbereitung auf ein Szenario, das kein vernünftiger Deutscher jemals erleben möchte. Erfahrung im Töten, im Sterben, im Grabenkrieg – ist das wirklich die Kompetenz, die wir uns als Volk wünschen sollten?

Litauen, Brigaden und große Versprechen

Freuding betonte weiter, die strategische Kultur Deutschlands habe sich «grundlegend verändert». Als Beleg führte er die geplante Stationierung einer 5000 Soldaten starken Brigade in Litauen an. Trotz aller Diskussionen über einen möglichen Rückzug amerikanischer Truppen aus Europa zeigte sich der General überzeugt, das transatlantische Bündnis werde im Ernstfall Bestand haben.

Man darf angesichts solcher Zuversicht durchaus die Augenbrauen heben. Eine Brigade, die bislang kaum freiwillige Rekruten findet, ausgerüstet von einer Armee, die bei nahezu jedem Rüstungsprojekt an ihre organisatorischen Grenzen stößt. Und dann diese felsenfeste Überzeugung, dass im Ernstfall schon alles gutgehen werde. Verzeihen Sie die Skepsis – aber Überzeugungen ersetzen keine funktionierenden Panzer.

Was uns diese Episode wirklich lehrt

Statt endlos in fremde Konflikte hineingezogen zu werden und die eigene Armee zum Übungsplatz ausländischer Kriegsveteranen zu machen, täte die Bundesregierung gut daran, sich auf die Verteidigung der eigenen Interessen zu besinnen. Sicherheit beginnt nicht an fernen Fronten, sondern bei einer klugen, souveränen Politik, die das Wohl des eigenen Landes an die erste Stelle stellt. Ein großer Teil der Bevölkerung teilt diese Sorge – und fragt sich zu Recht, wohin die Reise dieser sicherheitspolitischen Experimente führen soll.

In unsicheren Zeiten, in denen geopolitische Spannungen zunehmen und das Vertrauen in staatliche Institutionen erodiert, gewinnt eine zeitlose Wahrheit an Bedeutung: Beständige Werte überdauern jede politische Mode. Wer sein Vermögen krisenfest gestalten möchte, findet in physischen Edelmetallen wie Gold und Silber seit Jahrtausenden einen verlässlichen Anker. Sie sind kein Versprechen von Politikern, sondern realer, greifbarer Wert – eine sinnvolle Beimischung für ein breit gestreutes, krisenfestes Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Jeder Anleger ist selbst dazu verpflichtet, sich umfassend zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen eigenständig.

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